- Anzeige - Verbandsgemeinde Asbach weihte die neue Stromtankstelle am Rathaus ein
100 Kilometer für nur 3,50 Euro
Asbach/Region. „Elektroautos sind die Zukunft“, meint auch der Asbacher Verbandsbürgermeister Lothar Röser und schaffte für die Verwaltung per Leasing einen neuen E-Golf an. „Die Kapazität von 140 Kilometern ist für den Bereich der Verbandsgemeinde mit 110 Quadratkilometern ausreichend, und über Nacht wird das Auto geladen und genauso einsetzbar sein wie die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor“, erklärte der Verwaltungschef.
Und wenn für den Dienstwagen eine Ladestation benötigt wird, kann man die auch so gestalten, dass sie für alle Bürger als Stromtankstelle nutzbar ist. So baute die Bad Honnef AG am Parkplatz der Verbandsgemeindeverwaltung eine Stromsäule auf, die jetzt offiziell vom Verbandsbürgermeister und dem Vorstand der Bad Honnef AG, Jens Nehl, in Betrieb genommen wurde. Sechs Stunden muss der neue E-Golf an der Stromtankstelle hängen, wenn seine Akkus ganz leer sind. Dann kann man damit bis zu 180 Kilometer weit fahren. Jedoch wird je nach Tempo und der Anzahl der Stromverbraucher wie Radio, Klima, Licht, Scheibenwischer mit circa 140 Kilometern Reichweite gerechnet.
Wer Kunde der Bad Honnef AG ist, kann bis Jahresende kostenlos Strom tanken, danach kostet, wie sonst auch, die Kilowattstunde circa 35 Cent. Für 100 Kilometer braucht der E-Golf etwa zehn Kilowattstunden, die dann rund 3,50 Euro kosten. Von daher hat ein Autofahrer auch durch die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung schnell den höheren Anschaffungspreis wieder heraus. Der neue Dienstwagen für die Verbandsgemeinde würde 36.000 Euro kosten, also 5.000 Euro mehr als ein Diesel-Golf mit gleicher Ausstattung.
„Mit unserem Angebot haben wir uns auf die Fahne geschrieben, die Elektromobilität voranzubringen. Da wir zum Klimaschutz schon Einiges beigetragen haben, ist dies die logische Ergänzung“, sagte Jens Niehl bei der Inbetriebnahme der vierten Stromtankstelle, denn weitere gibt es in Bad Honnef, Unkel und Flammersfeld. Er nannte Zahlen zu den E-Autos: „Im Jahre 2013 gab in Deutschland 12.156 Elektro-Fahrzeuge, 2014 schon 18.948 und im Januar/Februar sind bereits 1.100 E-Autos dazugekommen. Diese Fahrzeuge sind interessant für Pendler und den Kurzstreckenverkehr.“ Rund 10.000 Euro hat die Bad Honnef AG für die Asbacher Stromtankstelle ausgegeben, und wer dort tanken will, schließt entweder einen Ladevertrag ab, holt sich eine entsprechende App aufs Smartphone oder lässt sich per SMS oder Anruf die Säule frei schalten. Es gibt auch E-Autos, die an dieser Säule in zwei Stunden aufgeladen sind. Diese Fahrzeuge sind jedoch wegen der aufwendigen Ladetechnik um Einiges teuerer.
E-Bikes können an dieser Stromtankstelle aber nicht aufgeladen werden. Jedoch versprach der VG-Bürgermeister, dass auch eine solche Stromtankstelle in wenigen Wochen am VG-Rathaus zur Verfügung stehen wird.
VG-Bürgermeister Lothar Röser (l.) und Bad Honnef AG Vorstand Jens Nehl nahmen in Asbach die neue Stromtankstelle offiziell in Betrieb.Foto: HEP
