Die Flying Dancers feierten mit vielen Fans und Freunden Geburtstag
20-Jähriges wurde groß gefeiert
Unkel. Hochbetrieb herrschte im Bürgerhaus von Heister, denn dorthin hatten die Flying Dancers närrische und „zivile“ Wegbegleiter eingeladen, um mit ihnen ihr 20-jähriges Bestehen zu feiern. „Angefangen hat eigentlich alles im November 1993 in der Gaststätte ‚Beim Erika‘“, erinnerte sich Heribert Schmitz, eines der Gründungsmitglieder. Auf die Idee gebracht, für die laufende Karnevalssession noch schnell ein Männerballett zu gründen, hatte seine späteren „Mitflieger“ damals Christoph Arens. Neben ihm gehörte als zweiter Noch-Aktiver auch Jörg Kessel zu den elf Gründungsvätern, die bei der Prunksitzung 1994 in das Unkeler Gürzenich einzogen.
Einstudiert mit den „Flying Dancers“ hatte Karin Wolf einen „Twist“, der in Bonbon-Kostümen vorgetragen wurde. Dabei versetzten die staatzen Kääls vor allem die närrische Damenwelt dermaßen in Verzückung, dass die jecken Wiever selbst vor der Blumen-Deko am Bühnenrand nicht Halt machte und diese als Beifall-Wurfmaterial für die Truppe verwendete. Und so versetzen die Flying Dancers seit 20 Jahren die holde Weiblichkeit in den Sälen der Region in Verzückung mit ihren feurigen Darbietungen voller gewagter Hebfiguren. Dass der Erfolg Bestand hatte, dafür hatte Karin Wolf ganze 17 Jahre lang gesorgt. Bis zu 15 Mann zählte die Truppe, zu der insgesamt rund 30 Dancers in den 20 Jahren gehört haben. Heute treffen sich die gestandenen Männer meist im Tröötetempel oder im Pantaleon-Stift, wo sie seit drei Jahren von Alice Dommermuth trainiert werden. Natürlich waren die Unkeler Karnevalisten am Mittwochabend in voller Stärke angetreten. Aufgeheizt wurde die Stimmung im Bürgerhaus zunächst von der Ratsherren, mit kölschen Leedschern, die so recht nach dem Herzen der bunt kostümierten Jecken waren. Waren die Geburtstagskinder vor zehn Jahren noch als echt kölsche Köbesse in schlichtem Blau erschienen, so hatten sie sich dieses Mal in schicke Anzüge gezwängt. Hatten sie zum Zehn-Jährigen mit dem Köbestanz brilliert, so wiederholten sie dieses Mal ihre Blues Brother-Show von 2012, wobei nicht nur die „Flying Dancers“ das Bürgerhaus in seinen Grundfesten erzittern ließen, sondern vor allem auch der frenetische Beifall der Geburtstagsgäste.
