Rheinbreitbacher Kindertagesstätte feierte Jubiläum
20 Jahre „Sonnenschein“
Rheinbreitbach. Unter der Ägide von Bürgermeister Manfred Königstein war 1994 der damals zweigruppige Kindergarten „Sonnenschein“ ins Leben gerufen worden. Am Wochenende feierte die Kindertagesstätte, die heute 85 Kinder, darunter 22 sogenannten U3-Kinder inklusive zehn Einjähriger, in vier Gruppen betreut ihr 20-jähriges Jubiläum. „Ich freue mich riesig, so viele Ehemalige unter den zahlreichen Gästen ausmachen zu können“, erklärte die Kita-Leiterin Dagmar Stolle am Sonntagnachmittag. Da waren ihre Schützlinge gerade bei strahlenden Sonnenschein aus dem Gebäude auf die „Freilichtbühne“ auf der großen Wiese des Freigeländes gezogen.
Zunächst übernahmen die „Birdies“, die drei- bis sechsjährigen „English Speaker“ von Michaela Wolters die Regie. „Michaela Wolters kommt nun schon seit zwölf Jahren zu uns, um den Kindern spielerisch die englische Sprache näher zu bringen“, berichtete Dagmar Stolle. Aber auch Anna Lou Masch kommt wöchentlich in die Kita. „Sie hat mit den Kindern einen Uhrtanz einstudiert“, erklärte die Kita-Leiterin. Und schon verwandelten sich die kleinen Tänzer nach der einstudierten Choreografie in eine Uhr mit vielen Zahlen, kleinem und großem Zeiger sowie in unendlich viele, sich emsig drehende Zahnrädchen.
„Gerade einmal mit 20 Kindern haben Birgit Steinke und Melanie Srol zusammen mit mir vor 20 Jahren hier angefangen“, erinnerte sich Dagmar Stolle, nachdem sie Bürgermeister Karsten Fehr, und Manfred Königstein zu sich gebeten hatte. Zweigruppig angelegt, musste man in Rheinbreitbach nicht lange warten, bis 40 Kinder den neuen Kindergarten besuchten. „2001 haben wir dann mit Bürgermeisterin Ulrike Jossen angesichts der Platznot und des stetig steigenden Bedarfs an Plätzen im Ort den ersten Anbau in Angriff genommen“, erzählte Stolle. 2007 wurden die ersten Tagesstätten-Kinder aufgenommen, bevor man 2012 daran ging, die Einrichtung erneut zu vergrößern und den Altbestand zu renovieren.
„Was war das hier zehn Monate lang nach dem Spatenstich bis zur Fertigstellung im Juni 2013 ein staubiges und vor allem lautes Gebäude“, erinnerte Stolle an die Bauzeit. „Dafür habe Sie aber jetzt eine unheimlich schöne Tagesstätte, in der eine ausgesprochen behagliche Atmosphäre herrscht, die aber ja auch nötig ist, damit sich alle Kinder absolut wohl fühlen“, hob dagegen Fehr hervor. Nur unter solchen idealen Voraussetzungen könnten Erzieherinnen ihrem umfassenden Bildungsauftrag gerecht werden. „Ich stand damals mit Bürgermeister Werner Zimmermann im Wettstreit, wer von uns seinen gemeindeeigenen Kindergarten als Erster eröffnen kann“, erinnerte sich Königstein, der die Nase damals vorne hatte. Und auch dem Kreis habe er ein Schnippchen schlagen können. „Der wollte uns zurückpfeifen und nur den Bau einer Gruppe genehmigen. Da konnte ich aber mitteilen, dass beide Gruppenräume schon fertiggestellt seien, was sich ja wenig später auch als durchaus notwendig erwiesen hat“, so der Altbürgermeister. Die ganze Entwicklung werde in einer großen Fotoausstellung in der Kita anschaulich präsentiert, wies Dagmar Stolle nach hin, bevor sie endlich den Jahrmarkt eröffnen konnte, in den sich das Außengelände verwandelt hatte.
