Sankt Marien Kindertagesstätte Linz / Kirchengemeinde Sankt Martin
„40 Jahre Hand in Hand“
Bei Dosenwerfen, Angelspiel und Ringe-Werfen verging die Geburtstagsparty für die Kids wie im Flug
Linz. Emsig geschuftet wurde vor und in der Kindertagesstätte Sankt Marien in Linz. Während in der Pfarrkirche Pfarrer Klemens Hombach die Pfarrfestmesse zelebrierte, bereiteten fleißige Helfer aus der Gemeinde in der Beethovenstraße alles für das Fest vor, das unter dem Motto stand „40 Jahre Hand in Hand - Katholische Kirchengemeinde Sankt Martin und Kindertagesstätte Sankt Marien“. Eine Schüssel Salat nach der anderen wurde draußen an dem Grillstand abgegeben, der neben den langen Pavillons Station bezogen hatte. „Die hätten wir wahrscheinlich gar nicht nötig gehabt, denn das Wetter spielt bei unserem Fest ganz offensichtlich toll mit“, mutmaßte einer der Organisatoren auf dem Weg zur Cafeteria, die in der Kindertagesstätte neben dem Verkaufsstand des Eine-Welt-Ladens aufgebaut war. Nicht weit davon entfernt konnte man anhand einer großen Fotoausstellung an Stellwänden die Entwicklung der Einrichtung während der zurückliegenden 40 Jahre nachverfolgen. „Wer erkennt sich oder das Jahr?“, lautete die Quizfrage neben den Schwarz-Weiß-Fotografien aus dem Gründungsjahr 1973 an der ersten Stellwand. „Diese Frage werden bestimmt einige Gäste beantworten können“, war sich die kommissarische Leiterin der Kindertagsstätte, Astrid Zimmermann, sicher. Immer würden etliche Ehemalige erwartet, die inzwischen auch ihren eigenen Nachwuchs in der Beethovenstraße in besten Händen wissen. „Ich gehöre ja auch zu den Ehemaligen und komme einfach nicht von diesem Kindergarten los, in dem ich jetzt schon seit 1999 als Erzieherin arbeite“, gestand Astrid Zimmermann. Dann kündigten Trömmelche und Trompeten die Nahen der Festgesellschaft an, die von dem Fanfarencorps des TV Linz von Sankt Marien durch die Stadt zum Festplatz geführt worden war. Während die Großen sich mit Bons versahen, um sich nach dem Fußmarsch ausgiebig stärken und erfrischen zu können, gab es für die Kinder kein Halten.
Wer von ihnen den steilen Weg hinab ins Freigelände scheute, der mit roten und blauen Luftballons gesäumt war, nutzte die lange Rutsche unter den Weidenbögen. Und schon schepperten die ersten Dosen an dem Wurfstand unter der Bewegungshalle. Erheblich leiser ging es nicht nur bei den Petrijüngern zu, die einen Fisch nach dem anderen aus dem „Wasserbecken“ angelten. Auch die bunten Ringe machten weniger durch lautes Getöse auf sich aufmerksam. Lediglich wenn sie sich um ihr Ziel, große Flaschen legten, ließ der Jubel der erfolgreichen Werfer aufhorchen. „Nachher heißt es für unsere 93 Kids und ihre Geschwister auch noch Wasser-Marsch, wenn das kalte Nass mit dicken Schwämmen in Eimer transportiert werden muss und auch beim Sackhüpfen können sich die Kids so richtig austoben.
Außerdem kann man oben in der Bewegungshalle, in der auch unsere große Tombola aufgebaut ist, noch Buttons machen“, berichtete Astrid Zimmermann, während das Fanfarencorps unter Leitung von Paul Kremer gerade „Wochenend und Sonnenschein“ intonierte. Der Beginn des Schlagers der Comedian Harmonists traf zwar zu, von „Dann mit Dir im Wald allein“ konnte allerdings wirklich keine Rede. Bis auf den letzten Platz waren die langen Bänke auf der für den Verkehr gesperrten Beethovenstraße besetzt und auch im Freigelände der Kindertagesstätte waren frei Sitzplätze Mangelware. „Gleich löst die Band ‚Lyra‘ um Johannes Antweiler die Fanfaren ab, und kurz bevor Gemeindereferentin Eva Desch den Schlusssegen erteilt, füllen wir noch viele Luftballon mit Helium, um sie in den Spätsommerhimmel zu schicken“, so die kommissarische Kita-Leiterin.
Mit in höhere Gefilde nahmen die grünen Flugobjekte zudem die Wünsche des jeweiligen Kindes, welche dieses zuvor auf den an dem Luftballon befestigten Zetteln verewigt hatten.
Hoch konzentriert waren die kleinen Petrijünger beim Angelspiel.
