Tambourcorps Erpel
50-jähriges Vereinsbestehen gefeiert
Erpel. Zu seinem Jubiläumskonzert lädt das Tambourcorps Erpel zwar erst im Herbst, am Samstag, 26. Oktober, in den Bürgersaal ein, gefeiert wurde das 50-jährige Vereinsbestehen aber bereits während der Sankt Johannes-Kirmes am vergangenen Wochenende. Das Fest begann mit einem Freundschaftsspiel, das der Spielmannszug des TV Eiche 1912 Bad Honnef mit dem „Laridah“-Marsch eröffnete, bevor des TC Niederlützing, „Frei weg“ Selhof und das TC Ohlenberg vor dem großen Festzug ihren Beitrag leisteten. In diesen reihten sich neben den Jubilaren und den Königspaaren auch noch das TC Dattenberg und das Blasorchester Bruchhausen ein. Unter den Ehrengästen war auch Landrat Rainer Kaul als Schirmherr der Veranstaltung anwesend. Willkommen heißen konnte Tambourmajor Dirk Richarz am frühen Abend neben der Ortschefin Cilly Adenauer, den Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel, die Landtagsabgeordneten Elisabeth Bröskamp und Ellen Demuth, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr und Pfarrer Günter Lülsdorf, den Vorsitzenden des Kreismusikverbandes Achim Hallerbach sowie aus den eigenen Reihen die Gründungsmitglieder Hans Eich, Willi Schmitz, Herbert Scholl und das Ehrenmitglied Werner Schneider. Mit einem kurzen Überblick über die Vereinsgeschichte und die Ursprünge der Spielmannsmusik in Erpel begann Melanie Woelk ihre Begrüßungsrede. „Auch wenn wir nicht mehr so stark an Mitgliedern sind wie bei unserem 40-Jährigen, wollen wir durch eine solide Vereinsarbeit und aktive Nachwuchssuche doch dafür Sorge tragen, dass wir auch in Zukunft auf allen Ortsfesten und darüber hinaus gute Musik zu Gehör bringen können“, sagte sie.
Eine Zierde für den Ort
„Was wären diese vielen Erpeler Veranstaltungen, wenn Sie diese nicht musikalisch rahmen würden?“, so der Landrat. „Sie sind eine Zierde für den Ort und eine Bereicherung für jeden Anlass“, bescheinigte er dem Jubilar. Dem konnte Cilly Adenauer nur zustimmen. „Das Tambourcoprs ist aus dem kulturellen Leben von Erpel nicht mehr wegzudenken. Ohne euch würde etwas ganz Wesentliches fehlen, denn ihr gehört einfach zu unserer Identität“, lobte sie die Musiker. Deren Repertoire sei im Laufe der Jahre immer vielfältiger geworden. „Um dieses Ziel auf einem so hohen Standrat zu erreichen, habt ihr nicht nur Zeit, sondern auch viel Energie und finanzielle Mittel investiert“, hob die Bürgermeisterin hervor. Und auch Karsten Fehr, dem nicht mehr viel zu sagen blieb, konnte nur versichern: „Ohne das Tambourcorps wäre Erpel nicht vorstellbar, das wäre wie Pommes ohne Majo.“ Auf einem überaus zukunftsweisenden Weg sah der Erste Vorsitzende des Kreismusikverbands, Achim Hallerbach, die Jubilare und ehrte einige Mitglieder: So überreichte er Michael Dümpelfeld, Dietmar Kefer, Dirk Richarz und Friedel Simon die Goldene Ehrennadel mit Lorbeerkranz für 30-jährige, aktive Vereinstreue. Zehn Jahre länger beim Tambourcorps sind Stefan Czeslik und der Altaktive Michael Schlüter die mit dem Ehrenbrief des Landesmusikverbandes ausgezeichnet wurden. Die Goldene Ehrennadel mit Lorbeerkranz für 50 Jahre Mitgliedschaft überreichte er dem aktiven Gründungsmitglied Hans Eich sowie Werner Schneider, der seit 2009 den Altaktiven angehört. „Auch wir wollen eine Auszeichnung vornehmen“, erklärte Tambourmajor Dirk Richarz. „Du bist von den Remagener Fanfaren zu uns über den Rhein gekommen und hast von 1988 an den Job des 2. Kassierers übernommen“, beschrieb er das Engagement von Rudi Richarz, den er zum neuen Ehrenmitglied des Tambourcorps ernannte. Damit war der offizielle Teil des Festkommerses beendet, so dass die niederländischen Freunde von der „Volle Blaos“ um den Erpeler Karnevalsprinzen Karel I. aus dem Nimwegener Hause derer von Harmesen und die Unkeler Band „Let’s Dance“ den geselligen Teil des Festes übernehmen konnten. Das wurde am Kirmessonntag nach der Festmesse mit einem weitere Freundschaftsspiel fortgesetzt, bevor sich die neuen musikalischen Gäste, darunter auch der Spielmannszug Remagen und die Rheinbreitbacher Burgbläser mit einem Festzug gegen 15 Uhr aus Erpel verabschiedeten.
Im Festzelt sorgten zahlreiche musikalische Einlagen für Kurzweil.
