Allgemeine Berichte | 26.08.2014

An zwei Wochenenden wird in Linz das Jubiläum gewürdigt

800 Jahre Sankt Martin Kirche

Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters zelebrierte am Sonntag in Sankt Marien ein Pontifikalamt

Zur Statio zogen der Weihbischof und Pfarrer Klemens Hombach mit weiteren Geistlichen in Sankt Martin ein. DL

Linz. „Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land, aus ewgem Stein gebauet von Gottes Meisterhand“, sangen die Teilnehmer an der Station am Sonntag in derPfeileremporenbasilika Sankt Martin von Linz. Eingeladen zu dieser hatte die Pfarrgemeinde anlässlich der Weihe des Altars vor 800 Jahren. „Auch wenn sich heute nicht so viel kirchliche und weltliche Prominenz wie damals in Sankt Martin versammelt haben, so bin ich doch froh, dass Weihbischof Jörg Michael Peters Trier dieses Jubiläum mit uns und unseren anderen Gästen zusammen feiert“, betonte der Linzer Pfarrer. Zusammen mit ihm und dem Weihbischof waren kurz zuvor Dechant Thomas Darscheid, Domkapitular Prälat Franz Ronig, Pfarrer in Ruhe Alfons Birrenbach und Diakon Eberhard Roevenstrunck, hinter den Messdienern durch den Eingang am Westturm und durch das dreijochige Mittelschiff der ehrwürdigen Emporenbasilika an den Altar von Sankt Martin gezogen.

Festhochamt in der Marienkirche

„Wir haben 2006 mit Bischof Reinhard Marx das Jubiläum der Grundsteinlegung gefeiert, die nach Christian Krumscheid am Mittwoch vor Pfingsten 1206 stattgefunden haben soll“, erinnert Pastor Klemens Hombach an eine unbestätigte Stadtchronik aus dem 19. Jahrhundert, in der auch das Weihedatum angegeben wird, wobei der genannten Trierer Erzbischof Johann bereits 1212 gestorben sein soll. Aber schließlich sollte ja auch nicht allein das Gebäude im Mittelpunkt stehen als vielmehr Gott, „der hier sein Zelt aufgeschlagen hat und uns eine Heimat schenkt“, betonte Klemens Hombach, bevor die Teilnehmer an der Statio nach dem Gebet für die Pfarrgemeinde zum Festhochamt in die Marienkirche zogen.

Zu diesem wurden sie in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gotteshaus vom Kirchenchor empfangen. Zunächst stellte Weihbischof Jörg Michael Peters seine Konsekranten vor, um sich dann der herrlichen Jubiläumskirche zu widmen, in der seit 800 Jahren Menschen mit Gebet und Lobgesang ihren Glauben bezeugen würden.

Festempfang in der Stadthalle

Im Anschluss an die Messe hatte die Gemeinde zum Festempfang in die Stadthalle eingeladen, zu dem die Gottesdienstgemeinde vom Fanfarencorps Linz unter Leitung des Geburtstagkindes Paul Kremer über dem Marktplatz geführt wurde. Nicht fassen konnte die ehemalige Kapuzinerkirche die große Zahl der Gäste, darunter natürlich auch der Hausherr, Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust, und Verbandsgemeindebürgermeister Hans-Günter Fischer. „Es ist schön, dass so viele mit uns feiern und an dem geschwisterlichen Miteinander teilnehmen wollen, auch wenn einige, wie meine Vorgänger, wegen der Ferienzeit noch in Urlaub sind und absagen mussten“, bedauerte Klemens Hombach. Begrüßen konnte er seinen Kollegen von der evangelischen Kirche, Pfarrer Christoph Schwaegermann, und den Leiter der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde, Joachim Koopmann, mit den zusammen er ab 16 Uhr zu einer Ökumenischen Vesper in Sankt Martin einlud. Nicht vergessen wurden von ihm auch der Pfarrgemeinderat um „Ober-Mutter“ Herta Brinkmann und der Verwaltungsrat um Michael Koch, ebenso wenig wie die zahlreichen Institutionen, Gruppierungen und ehrenamtlichen Helfer. Besonders hervorgehoben wurde von ihm der Förderverein Sankt Martin um den umtriebigen Vorsitzenden Peter Gillrath, dem es zu verdanken sei, dass sich die Basilika samt der Wandmalerei in einem so guten Zustand präsentiere.

Acht Jahrhunderte Linzer Lebenskultur

„800 Jahre Kirchweih, das sind acht Jahrhunderte Linzer Lebenskultur in Stein verewigt“, betonte Hans-Georg Faust in seiner Festrede nach dem gemeinsamen Essen. „Steinerne Zeuge der Geschichte erwachen dann zum Leben und bleiben somit jung, wenn vorbildhaftes Wirken mit ihnen verbunden wird“, so der Bürgermeister.

In der Stadt habe es zu allen Zeiten zudem Bürger gegeben, die als Stifter gewirkt hätten. Exemplarisch erinnerte er an Tilman Joel, der als kurfürstlicher Diplomat, Gesandter auf den Konzilen von Basel und Probst von Sankt Florin seiner Heimatstadt zeitlebens verbunden geblieben sei und mehrfach Armen mit Krediten geholfen habe. Vor dem von ihm gestifteten Marienaltar aus der ehemaligen Ratskapelle, die Tilman Joel 1462 ebenfalls gestiftet habe, treffe man sich am kommenden Freitagnachmittag zu einem ökumenischen Gottesdienst, erinnerte der Bürgermeister. Zum Abschluss bat Hans-Georg Faust Weihbischof Jörg Michael Peters, sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.

Zum Abschluss des Festaktes in der Stadthalle trug sich Weihbischof Jörg Michael Peters im Beisein von (l.) Pastor Klemens Hombach und (r.) Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust in das Goldene Buch der Stadt und in das Gästebuch der St. Martin Kirche ein.STUKO1111111111111111

Zum Abschluss des Festaktes in der Stadthalle trug sich Weihbischof Jörg Michael Peters im Beisein von (l.) Pastor Klemens Hombach und (r.) Stadtbürgermeister Dr. Hans-Georg Faust in das Goldene Buch der Stadt und in das Gästebuch der St. Martin Kirche ein.Foto: STUKO1111111111111111

Zur Statio zogen der Weihbischof und Pfarrer Klemens Hombach mit weiteren Geistlichen in Sankt Martin ein. Foto: DL

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