Grundschule „Am Sonnenberg“ Unkel
„Abenteuer unter Wasser“
Das ganze Ensemble mit Chor und Tänzern wurde von den Zuschauern gefeiert
Unkel. Tosender Applaus brandete nach jeder Aufführung des Musicals „Der Regenbogenfisch“ nach dem meistverkauften Bilderbuch Europas von Marcus Pfister auf. Auf die Bühne ihres Mensa-Mehrzweckraums gebracht hatten dieses die Schüler der Unkeler Grundschule „Am Sonnenberg“ unter der musikalischen Leitung von Christine Fabricius. „Ich bin sicher, dass Ihnen unsere kleinen Musical-Schauspieler etliche bezaubernde Minuten schenken werden“, begrüßte Rektorin Regine Winter die Zuschauer, bevor gelbe Fische mit Regenschirm-Quallen über die Bühne wirbelten, unter deren langen, blau schimmernden Tentakeln sie sich zuvor verborgen hatten. Einstudiert mit der Schülern der Klasse 4c hatte die Tänze wie auch etwa den der kleinen Seesterne mit den giftgrünen Fadenalgen Isabelle Baum. „Alle Klassen beteiligen sich an dem Musical, wenn nicht als Tänzer oder Darsteller auf der Bühne so doch als Sänger im Chor“, erklärte Christine Fabricius. Oder als Solosängerin wie Constanze Ottersbach, die gleich zu Beginn des Musicals für den Regenbogenfisch mit seinem in allen Farben schillernden Schuppenkleid selbstgefällig vortrug: „Ich bin der schönste Fisch im Meer!“ Auf der Bühne dargestellt wurde der Protagonist von Anna Rink. Ganze Arbeit geleistet hatten Christine Brandt, Birgit Jacobi, Ellen Schuster und Ingrid Thombeux nicht nur mit den Schuppen-Kostümen der übrigen zwölf Fische, darunter auch der kleine blaue Fisch, Nils Ziegler. Der wollte nicht länger einfarbig im Meer herumschwimmen und bat deshalb den Regenbogenfisch, ihm eine seiner farbigen Glitzerschuppen zu schenken. Doch der überheblich-stolze Fisch jagte ihn einfach weg. Erschrocken über die brüske Abfuhr erzählte der blaue Fisch den anderen Meeresbewohnern von seinem Erlebnis. Hatten diesen den Regenbogenfisch zuvor angehimmelt und bewundert, so wollten sie nun nichts mehr mit ihm zu tun haben. „Ich bin der einsamste Fisch im ganzen große Meer“, klagte dieser dem großen Seestern, Ravi Wolf, sein Leid. Der konnte ihm selber zwar nicht helfen, schickte ihn zu der Höhle des weisen Tintenfischs „Oktopussi“, Hanna Euskirchen. Der riet ihm, jedem Fisch eine der glitzernden Schuppen zu schenken, bevor er sich schnell wieder hinter dunkelblauer Tinte verbarg. Der kleine blaue Fisch war der erste, der in den Genuss einer Regenbogenschuppe kam.
Und nachdem auch alle übrigen Schuppen bis auf eine an alle übrigen Fische verteilt worden waren, lebte der Regenbogenfisch glücklich vergnügt und zufrieden mit allen anderen Meeresbewohnern zusammen. Hochzufrieden mit der Darbietung waren auch die Zuschauer, die schon nach einzelnen Tänzen und Liedern nicht mit Szenenapplaus gegeizt hatten. Überglücklich war zumindest Ravi Wolf. „In meinem extrem warmen Kostüm mit den fünf Fangarmen habe ich bei den sommerlichen Temperaturen draußen auf der Bühne doch sehr geschwitzt“, so der kleine Musical-Darsteller.
