Lokalsport | 24.09.2013

Eavans Kipkoech Korir knackte beim Halbmarathon den Rekord seines Landmanns aus dem Vorjahr

Achter Rheinhöhenlauf mit Halbmarathon und Walkingstrecke war wieder ein Erfolg

Nicht nur dabei sein, auch ankommen war für die Senioren, die 81-jährige Ex-Weltmeisterin Ursula Schmitz und den 75-jährigen Heinz Grove wichtig.

Vettelschoss. Nur ganz haarscharf am Teilnehmerrekord, aufgestellt mit 1378 angemeldeten Läufern und Walkern im Vorjahr, ist der achte Rheinhöhenlauf vorbeigeschrammt, den Dieter Altmann, zusammen mit Wolfgang Gemein „Vater“ der Veranstaltung, auf dem Gelände der Birkenstock Orthopädie GmbH & CoKG in Vettelschoß startete. Durchgeführt wurde er wieder vom Förderverein des Franziskus Krankenhaus Linz um den Ersten Vorsitzenden Michael Mahlert, der sich aber angesichts der anstehenden Bundestagswahlen als Wahlleiter nicht wie im Vorjahr bei den Nordic Walkern einreihte. „Natürlich stehen meinem Mann und Wolfgang neben den übrigen Cheforganisatoren Paul Brüning, Frank Prangenberg und Dennis Wester wieder gut 160 Helfer vom SV Vettelschoß-Kalenborn und dem DRK hilfreich zur Seite, von der Feuerwehr und der Polizei gar nicht zu sprechen, die unterwegs für die nötige Sicherheit sorgen“, so Anne Altmann, die wieder für die Pressearbeit verantwortlich zeichnete. Immerhin wurden am sogenannten Zigeunerplatz vor der ersten Versorgungs- und Wechselstation für die Staffelläufer sowohl die L 252 als auch die L 254 überquert. „Vielleicht liegt es an den schönen Strecken, vielleicht an den tollen Zuschauern oder an unserem Rahmenprogramm, dass unsere Veranstaltung bei Teilnehmern wie bei den Zuschauern eine so große Resonanz findet“, mutmaßte Dieter Altmann. Immerhin hatte man die Listen für den „Run 50“ bei maximal 150 Anmeldungen vorzeitig schließen müssen. Ältester Teilnehmer dieser drei aufeinanderfolgenden Läufe war Heinz Grove aus Schweinfurt. Vorgestellt von dem Ärztlichen Direktor des Franziskus-Krankenhauses und ehemalige Zehnkämpfer Dieter Altmann wurde aber auch die älteste Teilnehmerin des Rheinhöhenlaufs. „Ursula Schmitz von TV Witzhelden ist 81 Jahre alt. Und obwohl sie erst mit fast 50 Jahren zum Laufsport gekommen, hat sie vor 19 Jahren bei dem Internationalen Deutschen 100-Kilometer-Kauf auf der Bahn in Hanau mit 9:20:07 die Weltmeisterschaft in ihrer Altersklasse W60 errungen“, so der Moderator auf dem Firmengelände kurz vor dem Start. Ihre Tochter sei Fünfkämpferin bei Bayer 04 gewesen, und da sie diese immer zum Training habe fahren müsse, habe auch sie selber einfach so zum Spaß das Laufen angefangen. „Ich habe schon Erfolge in aller Welt bei Halbmarathons, Marathons und Ultras gefeiert, aber der Hawaii-Marathon war bislang der schönste“, erinnerte Ursula Schmitz. Wenn schon hinsichtlich der ältesten Teilnehmer der Rekord der Vorjahre gebrochen wurde, so lag dies auch hinsichtlich der bisherigen Bestmarke, die Dickson Kimutai Kimayo vom Tyron Team Vettelschoß im Vorjahr mit 1:05:05 aufgestellt hatte, durchaus im Bereich des Möglichen. Brahim Chalgoum, Chef-Coach der in Vettelschoß trainierenden afrikanischen Läufer, schickte neben Abraham Gebregziabher Sium aus Eritrea, der dieses Jahr den Hamburger Halbmarathon in 1:03:39 gewonnen hat, auch Eavans Kipkoech Korir aus Kenia ins Rennen. „Er lag auf der fünf Kilometer-Strecke mit 13:41:07 bei den National trails zwar fünf Sekunden hinter Abraham Sium und auch auf zehn Kilometer kann der Läufer aus Eritrea mit 28:37:02 eine über 15 Sekunden bessere Zeit vorweisen. Aber den Halbmarathon in Lille hat Kipkoech Korir in fantastischen 1:01:55 gewonnen“, berichtete Dieter Altmanns. Der Streckenrekord der Frauen war dagegen offensichtlich nicht in Gefahr.

Den hält seit 2009 die Kenianerin Jeunice Kales mit der Fabelzeit von 1:13:47. „Dieser wird auch die Vorjahressiegerin Annika Peiler vom SSF Bonn nicht gefährlich werden, zumal die Triathletin als jüngstes Mitglied unseres Chirurgenteams nicht mehr ganz so viel trainieren kann“, verriet Dieter Altmann. Pünktlich um 13 Uhr war die Wartezeit für die Läufer, darunter mit Svenja Welsch auch eine echte Weinprinzessin und die Walker vorüber. Von „zehn“ an lief der Countdown und los ging es zunächst auf die Geländerunde und dann Richtung Zigeunerplatz. „Viel Spaß auf der Reise und genießt den Lauf. Wir sehen uns im Ziel“, verabschiedete Dieter Altmann die Teilnehmer, um nach Vettelschoß zu eilen.

Während er dort am Ziel des Rheinhöhenlaufs die Läufe der Kleinsten startete, die von zahlreichen Zuschauern frenetisch angefeuert wurden, heizten die „Hot Rott Chilis“ den dort wartenden Staffelläufern und Zuschauern ein. Die sahen schon nach weniger als 15 Minuten, wie Abraham Gebregziabher Sium als „Hase“ Eavans Kipkoech Korir Richtung Asbach führte. Ganze sieben Minuten hatten die beiden Afrikaner da den nachfolgenden Läufern bereits abgenommen. Und der Vorsprung des 26-jährigen Kenianers sollte noch anwachsen, auch als sich sein Freund aus Eritrea von der Strecke vorzeitig verabschiedete. In 1:03:18 passierte er kurz nach 14 Uhr die Ziellinie und hatte damit den Streckenrekord von Dickson Kimutai Kimayo aus dem Vorjahr um nicht ganz zwei Minuten unterboten.Bester Läufer aus der Region war Torsten Schneider (M40) vom Siebengebirge „runergy Laufteam“, der mit 1:17:52 hinter Maciek Miereczko vom „Citylauf Erftstadt“, der in 1:14:00 die Strecke zurücklegte, Platz drei belegte. Beachtlich auch die Platzierungen der „runergy“-Läufer John Achtendung (6.) und Daniel Weiser (7.), die in 1:21:14 und 1:21:39 ankamen, während Marc Schmitz vom TriTeam Dattenberg mit 1:23:07 auf Platz neun landete.

Bei den Frauen konnte die Vorjahressiegerin Annika Peiler zwar nicht ihre Zeit von 1:25:05 halten, belegte aber erneut in 1:27:49 den ersten Platz von Annette Geiken (W45) vom LAZ Puma Rhein-Sieg, die wie schon 2011 souverän Zweite wurde, indem sie ihre damalige Zeit von 1:34:43 um rund dreieinhalb Minuten auf 1:31:19 verbesserte. Dritte wurde die Lauflegende Birgit Lennartz (W45), die Vorjahresfünftem, die mit 1:36:54 durchs Ziel ging. Ulrike Krieg (W40) von der SSG Königswinter, die in 2011 in 1:38:36 noch als Vierte angekommen war, wurde beim achten Rheinhöhenlauf in 1:40:32 Sechste. Bei den Staffeln siegten die „Running Altstars“ Simon Blatzheim und Johannes Gatzweiler in 1:27:36 vor Manuel Becker und Uwe Klein von der LG Neschen/Kurtscheid in 1:28:24 und dem ersten Dreien, den „Babos“ Jan Grabow, Mark Lahme und Janik Reiferescheid in 1:29:11. Direkt dahinter landeten Larissa Laurini, Christiane und Ulrich Schmedt in 1:31:38 als beste Staffel mit Läuferinnen.

Als beste MGL Staffel landeten Philipp Schlemmer, Nils Heinrichs und Gabriel Simon als „Speedrunners“ in 1:38:07 auf Rang elf.

Bei den 55 weiblichen Walkern siegte Renate Möbus (W40) in 1:25:58 deutlich vor Bianca Klein (W40), die für die rund 12,7 Kilometer 1:34:55 benötigte.

Den dritten Platz belegte Margot Gitzen (W55) in 1:36:00. Schnellster der 30 männlicher Walker war Josef Weber (M60) vom LT Sternberg-Linz in 1:20:46 vor Jürgen Prangenberg (M50) in 1:26:13, der Rudi Schorn (M50) von der LG Rhein-Wied nur eine Sekunde hinter lassen konnte.

Nicht nur dabei sein, auch ankommen war für die Senioren, die 81-jährige Ex-Weltmeisterin Ursula Schmitz und den 75-jährigen Heinz Grove wichtig.

Nicht nur dabei sein, auch ankommen war für die Senioren, die 81-jährige Ex-Weltmeisterin Ursula Schmitz und den 75-jährigen Heinz Grove wichtig.

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