Allgemeine Berichte | 09.12.2014

Wie schon im Vorjahr hatte sich der Stammtisch ‚Mer looße et krache‘ um die Organisation in Rheinbreitbach gekümmert

Am Namenstag des heiligen Mannes wurde der Nikolausmarkt eröffnet

Natürlich wurden jede Menge Kerzengestecke neben anderen weihnachtlichen Dekorationen an den Ständen angeboten. DL

Rheinbreitbach. Emsiges Treiben herrschte am Samstagmittag auf dem Renesseplatz am Bodendenkmal der Unteren Burg. Rund um das lange Marktzelt, unter dem Biergarnituren zahlreiche Sitzplätze boten, wurden Stände aufgebaut, in denen Privatleute und Vereine ihre Angebote für den Rheinbreitbacher Nikolausmarkt platzierten, der um 14 Uhr von Bürgermeister Wolfgang Gisevius eröffnet wurde.

„Unser Dank gilt natürlich allen Standbetreibern, vor allem aber Guido Kleps, der wieder die Organisation dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung übernommen hat“, so der Orts-Chef. Dessen Vorgänger Karsten Fehr hatte im Vorjahr den Nikolausmarkt ins Leben gerufen, nachdem sich einige Wochen zuvor der beliebte Rheinbreitbacher Wochenmarkt in die Winterpause verabschiedet hatte.

Großes Bürgerengagement

„Mit solchem Bürgerengagement gewinnt der Ort an Attraktivität, und wie man sehen kann, wird der Nikolausmarkt, der das ehemalige vorweihnachtlichen Treiben im Park der Oberen Burg 2013 abgelöst hat, von vielen Bürgern auch gerne genutzt“, freute sich Wolfgang Gisevius.

Hatten bei der Premiere noch mit Sand gefüllte Eimer die Pavillons abgesichert für den Fall, dass Sturmtief „Xaver“ doch über das Rheintal hereinbrechen sollte, so konnten sich die Standbetreiber an diesem Samstag in aller Ruhe ihren potenziellen Kunden widmen, die der Geruch von Glühwein und frischen Waffeln angelockt hatte. Aber natürlich sorgten auch deftiges Grillwerk beim Stammtisch sowie selbstgemachte Kartoffelsuppe mit Bockwurst dafür, dass die Kondition nicht nachließ. Wer bei den durchaus schon winterlichen Temperaturen doch ans Frieren kam, der konnte sich am Stand mit den Nikolaus-Stoffstiefeln und Patchwork-Sternen und den mit Bio-Dinkel gefüllten Patchwork-Mäusen mit Schals und Mützen eindecken, wurde dort doch „alles, was wärmt“ angeboten.

„Wenn man friert, wirkt warmer Met wahre Wunder“, schwärmte ein Rheinbreitbacher am Stand des Imkers, der neben Honig auch Bienenwachskerzen und Bienenwachs-Lederbalsam im Angebot hatte sowie Honigwaben-Seife und Zahncreme mit Propolis, dem auch Bienenharz genannten Stoff, dem antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkung zugesprochen wird.

Etwas fürs Auge

Eher etwas fürs Auge waren die Bilder in Aquarell- und Enkaustik-Technik oder die Keramiken mit Froschkönigen und müden Nilpferden, zu denen sich der Weihnachtszeit entsprechend jede Menge Elche und singende Engel gesellten. Wer selber an den langen Winterabenden kreativ tätig werden wollte, der konnte sich mit Bastelanweisungen samt Material für „Piepmatz-Restaurants“ sowie Weihnachtsengel und -sterne eindecken. Daneben lockten Bärentatzen und Nusstaler, Engelsaugen und Vanillekipferl Freunde der süßen Verführung ebenso an wie etwa Adventsliköre und Brombeermarmeladen.

Natürlich war auch an all jene gedacht, die ihre vier Wände immer noch nicht vorweihnachtlich dekoriert hatten. Dicke Christbaumkugeln in unterschiedlichen Farben hingen mit Tannengrün und Christrosen oder breiten Schleifen dekoriert an einem Stand über Schwippbogen-Krippen, Kerzengestecken und Schneemännern, die sich mit ihren Schlitten zwischen Tannenzapfen zur Rodelpartie aufmachten. Auch wenn einige kleine Besucher des vorweihnachtlichen Marktes am frühen Nachmittag mit ihren Kräften sichtlich am Ende waren, von Erschöpfung war bei ihnen keine Spur mehr, als der Nikolaus aus dem Rheinbreitbacher Wald kommend, am ehemaligen Gesindehaus der Unteren Burg vorbei den Breitbach überquerte und auf dem nach ihm benannten Markt einzog. Schneeweiße Locken quollen unter seiner roten Mütze hervor und gaben mit dem dichten Rauschebart gerade einmal Augen und Nase des heiligen Mannes den Blicken preis. Das aber kümmerte die Kinder wenig, galt ihr ganzes Interesse doch den Süßigkeiten, die der Nikolaus aus seinem prall gefüllten Geschenkesack hervorzauberte. Passend zu der vom Stammtisch organisierten Aktion schallte aus den Lautsprechern das bekannte Lied: „Lasst uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freu’n! Lustig, lustig, trallerallera: Heut‘ ist Nikolausabend da!“

Natürlich wurden jede Menge Kerzengestecke neben anderen weihnachtlichen Dekorationen an den Ständen angeboten. Foto: DL

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