Linzer Weihnachtsmarkt öffnete seine Stände
Aus der Altstadt wird ein Weihnachtsdorf
In der romantischen Fachwerkkulisse der Bunten Stadt warten viele Buden und stimmungsvolle Musik auf Gäste
Linz. Der Weihnachtsmarkt der Bunten Stadt am Rhein hat pünktlich vor dem ersten Advent am Freitag um 13 Uhr auf dem Linzer Markt und dem Burgplatz seine Stände geöffnet. Die offizielle Eröffnung nahmen der Vorsitzende der Linzer Werbegemeinschaft, Martin Flöck, und Marktbeschicker Oliver von der Gathen aus Bergheim um 18 Uhr mit den drei Beigeordneten Thomas Balasus, Karl-Heinz Wölbert und Michael Schneider vor.
„Ihr Kinderlein kommet“, hatte das Saxobeat-Quintett kurz zuvor auf dem Marktplatz intoniert. Dabei konnte über vier Wochen vor Heiligabend nicht die Krippe als Ziel gemeint sein, wohl aber der Nikolaus, der allerdings auch schon lange vor seinem Namenstag vom Kaiserberg in die Altstadt gekommen war, um Kinder mit Süßigkeiten zu beschenken. Die bestaunten den großen Weihnachtsbaum vor dem nostalgischen Karussell ebenso wie die große Lichterkrone, von der in neun Metern Höhe lange Lichterketten über den ganzen Platz gespannt waren, auf dem Händler ihre Waren in Fachwerk-Ständen anboten, an deren Giebeln dicke, silberne Glocken in Tannengirlanden mit glitzernden Lichtern hingen.
Während von der Mariensäule eine Kutsche zur Fahrt durch die Innenstadt startete, verließ der Weihnachtsmann durch das festlich dekorierte, sieben Meter hohe und fünf Meter breite Eingangsportal das Weihnachtsdorf, um sich mit einem von „Drehorgel-Otto“ entliehenen Instrument über die Rheinstraße zum Burgplatz aufzumachen.
„Eben ein solches Tor haben wir auch an der Kirchstraße aufgebaut, über die man zur Krippenausstellung in der Martinskirche kommt, die an den vier Adventswochenenden von 12 bis 17 Uhr, am ersten und zweiten Weihnachtstag sowie an Neujahr und am ersten Januarwochenende von 14 bis 17 Uhr zu sehen ist“, wies Martin Flöck hin, während er sich mit von der Gathen und den Beigeordneten mit Glühwein wärmte, dem auch die übrigen Besucher des Weihnachtsdorfs bei lediglich vier Grad gern zusprachen. „Vielleicht bekommen wir ja sogar beim Mitternachtsmarkt einen weißen zweiten Adventssamstag, wenn Bruce Kapusta ab 21 Uhr bei seiner ‚Kölschen Weihnacht‘ ‚Leise rieselt der Schnee‘ spielt“, hoffte Flöck, während das Saxobeat-Quintett gerade die „Saints“ einmarschieren ließ. Welche Musik die Besucher an den kommenden Wochenenden, an denen der Weihnachtsmarkt jeweils freitags von 13 bis 21 Uhr, samstags von 11 bis 21 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet ist, mit Ausnahme des Mitternachts-Weihnachtsmarktes am Samstag, 5. Dezember, der natürlich erst um 24 Uhr endet, erwartet, kann man im Internet unter www.linzer-weihnachtsmarkt.de. erfahren.
Vor allem das Angebot an Krippen begeisterte die Marktbesucher am ersten Adventswochenende.
