kfd Dattenberg
Ausflug führte nach Euskirchen
Dattenberg. Dass es nicht immer notwendig ist, weite Fahrten zu unternehmen, um etwas Besonderes zu sehen und zu erleben, wurde bei der Fahrt der kfd Dattenberg nach Euskirchen unter Beweis gestellt. Der Besuch der ehemaligen Tuchfabrik Müller glich einer Reise in die jüngere Vergangenheit. Gezeigt wurde eine vollständig erhaltene Weberei mit einem Maschinenpark aus dem frühen 20. Jahrhundert. Wesentliche Produktionsschritte wurden mit den historischen Maschinen aus der Zeit um 1900 vorgeführt, die bis zur Schließung des Werks 1961 ununterbrochen in Betrieb waren. Die Schließung wurde wegen mangelnder Aufträge unerlässlich.
Auch während des Stillstands wurden die Maschinen vom Firmenchef Kurt Müller persönlich kontrolliert und gepflegt, immer in der Hoffnung, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Webereiartikeln wieder ansteigen würde und damit der Betrieb wieder aufgenommen werden könnte. Dazu kam es nicht, aber durch die Umwidmung der Industrieanlage zu einem Museum wurde das Industriedenkmal wieder zum Leben erweckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Nachmittag gehörte dem Bummel durch das mittelalterliche Bad Münstereifel. Anders als in vielen anderen Städten gibt es hier keinen Leerstand in den Geschäften, da zahlreiche Firmen die vorhandenen Liegenschaften für ihr Outletangebot nutzen. Aber auch anderweitig Interessierte fanden sehenswerte Objekte: Die Kirche St. Chrysanthus und Daria aus dem elften Jahrhundert, die Burganlage, die nahezu vollständig erhaltene Stadtmauer sowie zahlreiche mittelalterliche Profanbauten und nicht zuletzt der Kurpark luden zum Schauen oder Verweilen ein. Die Teilnehmer waren sich einig, dass beide Städte lohnende Ziele für eine Tagestour darstellen.
