Sankt Laurentius-Josefs Bürgerverein lud zur Bruchhausener Kirmes
Blasmusik und Fahnen begleiteten den Festzug
Bruchhausen. Angeführt vom Blasorchester Bruchhausen zog am Sonntagvormittag der Festzug des Sankt Laurentius-Josefs Bürgervereins, der sich vor genau 135 Jahren unter dem Motto „Glaube, Sitte und Heimat“ als „Broichhausener“ Bruderschaft gegründet hatte, anlässlich der Laurentius-Kirmes im Anschluss an die von Pfarrer Andreas Arend zelebrierte Messe und die Kranzniederlegung für die Gefallenen aus dem Ort am Ehrenmal auf dem Friedhof durch den kleinen Wallfahrtsort.
Einen Tag vor dem Namenstag seines Patrons feierte der Verein die nach dem Märtyrer benannte Kirmes. Verehrt wird er auch von den Bauern, lautet doch eine Bauernregel: „Sollen sich Obst und Trauben mehren, müssen mit Lorenz die Gewitter aufhören!“
Allerdings machte die nach dem Heiligen benannte Sonne ihm am Sonntag keine Ehre. Nicht den kleinsten, blauen Fleck ließ die graue Wolkendecke am Himmel frei. Entsprechend hatten sich auch „wasserscheue“ Kirmesgäste unterhalb des Kirchenvorplatzes aus Angst vor Regen schnell die sechs Bierbänke unter einem grünen Zeltdach gesichert, während die langen, mit Usambaraveilchen dekorierten Tischreihen auf der Marienbergstraße zwischen Winzerkeller und Brunnenplatz zunächst noch völlig verwaist blieben.
Allzu lange mussten die ersten Gäste der Bürgerkirmes nicht auf die Rückkehr des Festzugs warten. Eingereiht in diesen hatten sich neben dem Bürgerverein um seine Vorsitzenden, Hauptmann Daniel Heinrichs und Leutnant Stefan Paaßen, sowie Fahnenträger Manfred Paaßen nicht nur der Junggesellenverein mit dem Nönghüüder König Christian Schneider an der Seite von Lea Keller und den Offizieren, Hauptmann Matthias Alex und Leutnant Christian Strauß sowie Fähnrich Moritz Bremer und Fahnenträger Lukas Adenauer. Begleitet wurde der gastgebende Verein zudem von den in Dirndln gekleideten „Sprühenden Funken“ um Obermöhn Bettina Acker und von Mitgliedern der Kinder- und Jugendinitiative.
Von der Waldstraße die Kirchbergstraße hinab führte das Blasorchester die Festgesellschaft an der Wallfahrtskirche St. Johann Baptist vorbei auf den historischen Brunnenplatz. An Stellwänden konnte man dort nicht nur Geschichtliches über den Ort erfahren, sondern auch die Geschichte „Vom Schöpfbrunnen bis zur Ringwasserleitung“ lesen. „20 Jahre nach der 1000-Jahrfeier des Wallfahrtsortes haben wir in unserem 135. Jahr zudem eine Großleinwand aufgebaut, auf der wir unseren Kirmesgästen während des traditionellen Frühschoppens historisches Bild- und Filmmaterial zeigen“, berichtete Daniel Heinrichs, nachdem die Fähnriche, Moritz Bremer und der Bundesmeister aller Klassen, Bastian Lindlohr, auf der von den Fahnenschützen gesicherten Straße die Fahnen geschwenkt hatten.
Über die Kirchbergstraße hinab folgte der Kirmesfestzug des Bürgervereins dem Blasorchester zum Brunnenplatz.
