Allgemeine Berichte | 08.10.2014

Stiftung „Willy-Brandt-Forum“ in Unkel

Botschafterin des Landes Burkina Faso war zu Gast

Die Botschafterin beim Eintrag ins Gästebuch der Stiftung mit (von links) Rudolf Barth, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, Gudula Meisterjahn-Knebel, Schulleiterin des Gymnasiums Hagerhof, und Rudolf Rupperath, Geschäftsführer der Stiftung.privat

Unkel. „Willy Brandt war ein Mensch mit Visionen, ein Meister in Sachen Frieden“, schrieb Marie-Odile Bonkoungou-Balima in französischer Sprache ins Gästebuch der Bürgerstiftung. Die Botschafterin des Landes Burkina Faso in der Bundesrepublik Deutschland besuchte am Wochenende das Willy-Brandt-Forum in Unkel. Begleitet von Gudula Meisterjahn-Knebel, der Schulleiterin der Hagerhof-Schule in Bad Honnef, ließ sich der ausländische Gast auf eigenen Wunsch das Museum in Unkel zeigen, bevor es am Nachmittag zum großen Schulfest im Hagerhof ging. Bei der Führung in französischer Sprache zeigte sich die Botschafterin beeindruckt von der Vielzahl der Exponate, die das Leben und Wirken Willy Brandts lebendig werden lassen. Seine Zeit als Vorsitzender der Nord-Süd-Kommission, die er 1977 auf Bitten von Robert McNamara übernommen hatte, ließ sich die Botschafterin von Dorothée Gelderblom ausführlich erläutern. Die Zusammenarbeit in einer Welt, die nicht mehr unterschieden ist in eine erste, zweite und dritte Welt oder in Industrie- und Entwicklungsländer, sondern, die im Rahmen globalisierter Betrachtung nach Lösungen für die „eine Welt“ sucht, wurde in der Führung als ein wesentlicher Aspekt betont. Willy Brandt hatte im Vorwort zum 1980 erschienenen Report das Wort „Globalisierung“ verwendet - zu einem Zeitpunkt, als dieses Phänomen in der internationalen Politik noch weitgehend unbekannt war.

Die Botschafterin machte deutlich, welch enorme Bedeutung umfassende Bildung und Erziehung vor allem für arme Länder wie Burkina Faso haben. „Alle Maßnahmen fruchten nur dann, wenn sie begleitet sind von einer alle Schichten der Bevölkerung umfassenden schulischen Bildung, vor allem auch angesichts wachsender Bedrohungen wie momentan zum Beispiel das Ebola-Virus“, fügte sie hinzu.

Im Tresorraum des Museums ließ es sich die Besucherin dann doch nicht nehmen, selbst aktiv zu werden. Sie nutzte die Möglichkeit, eine digitale Postkarte mit dem eigenen Foto, einem Porträt von Willy Brandt und Grüßen aus der Kulturstadt Unkel an ihre Tochter zu versenden. „Sie haben mir gestattet, die Geschichte des Lebens von Willy Brandt zu verstehen“ - beim Imbiss mit Zwiebelkuchen im nahegelegenen Weinlokal dankte Bonkoungou-Balima ihrer Museumsführerin Dorothée Gelderblom sowie Rudolf Barth, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerstiftung Unkel, und Geschäftsführer Rudolf Rupperath, der den Besuch in Unkel organisiert hatte.

Die Botschafterin beim Eintrag ins Gästebuch der Stiftung mit (von links) Rudolf Barth, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, Gudula Meisterjahn-Knebel, Schulleiterin des Gymnasiums Hagerhof, und Rudolf Rupperath, Geschäftsführer der Stiftung.Foto: privat

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