Der Mammographie-Screening-Bus kommt wieder nach Linz
Brustkrebs im frühen Stadium erkennen
Linz. Nach zwei Jahren ist es wieder soweit: Vom 29. Juni bis etwa 13. August wird der Mammographie-Screening-Bus in Linz auf dem Parkdeck des Parkhauses Stadtmitte (Klosterstraße) Station machen. Alle Frauen von 50 bis 69 Jahren aus dem Einzugsgebiet 53545 Linz am Rhein, 53545 Ockenfels, 53545 Dattenberg, 53547 Arnsau, 53547 Alsau, 53547 Bleischeid, 53547 Gersthahn, 53547 Dattenberg, 53547 Gersthahnsmühle, 53547 Girkenrath, 53547 Grübelsberg, 53547 Hausen/Wied, 53547 Heeg, 53547 Kasbach-Ohlenberg, 53547 Krumscheid, 53547 Leubsdorf, 53547 Reidenbruch, 53547 Roßbach/Wied, 53547 St. Katharinen, 53547 Bad Hönningen, 53557 Bad Hönningen, 53560 Linz am Rhein, 53562 Hähnen, 53562 Rothekreuz, 53562 St. Katharinen, 53562 Leubsdorf, 53562 Dattenberg, 53577 St. Katharinen, 56170 Bembsmühle, 56170 Lachnitzmühle, 56588 Stopperich, 56588 Sohl, 56588 Hausen/Wied und 56588 Bremscheid haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit, quasi vor der Haustür an dem Brustkrebsfrüherkennungs-Programm teilzunehmen. Im Anschluss daran wird der Bus ab Mitte August in Neustadt/Wied seinen nächsten Standort einnehmen.
Drei Wochen Vorlauf
Mit einem Vorlauf von etwa drei Wochen werden die Frauen über ihren persönlichen Untersuchungstermin informiert. „Sollte eine anspruchsberechtigte Frau aus den vorgenannten Postleitzahlenbereichen im Raum Linz bis Ende Juli keine Einladung erhalten haben, soll sie nicht länger warten, sondern sich über das Rheinland-Pfalz weite Screening-Telefon (0 63 21) 9 67 40 40 einen Termin geben lassen“, raten die beiden Programmverantwortlichen Ärzte des Screening-Programms Mittelrhein, Dr. Toni Vomweg und Dr. Jochen Schenk. Zur Screening-Untersuchung ist nur die Versichertenkarte mitzubringen.
Der Screening-Bus ist montags bis donnerstags von 7.30 bis 12.15 Uhr und von 13.15 bis 16.30 Uhr besetzt, freitags ist das Mammobil geschlossen. Der pinkfarbene Truck ist mit einem hochmodernen Vollfeld-Mammographiegerät ausgestattet, das durch seine sehr hohe Kontrastauflösung und spezielle Bearbeitungsprogramme eine sehr gute Beurteilung der Brust ermöglicht. Die Aufnahmen der Brust werden von speziell ausgebildeten radiologischen Fachkräften gemacht.
Da beim Screening jede Mammographie von zwei besonders erfahrenen Radiologen angeschaut wird, erhält die Frau wenige Tage nach der Untersuchung das Ergebnis schriftlich mitgeteilt. „Zeigt sich im Röntgenbild ein unklarer Befund, wird die Frau noch mal zur Abklärung in die Praxis eingeladen. Bei etwa 80 Prozent dieser Nachuntersuchungen kann meist direkt Entwarnung gegeben werden“, weiß Dr. Toni Vomweg aus Erfahrung.
Positive Bilanz
Dr. Jochen Schenk nennt neueste Zahlen zum Mammographie-Screening. „Die Brusttumore, die wir im Screening finden, sind in 82 Prozent der Fälle unter zwei Zentimeter groß. Zu 79 Prozent sind noch keine Lymphknoten befallen. Diese positive Bilanz lässt sich aus einem aktuellen Evaluationsbericht der Kooperationsgemeinschaft Mammographie ziehen.“
Und die beiden Radiologen machen deutlich: „Mit der Mammographie-Früherkennungs-Untersuchung können wir Brustkrebs nicht verhindern, aber durch die regelmäßige Teilnahme alle zwei Jahre kann in den meisten Fällen Brustkrebs sehr früh erkannt und damit gut behandelt und vielfach geheilt werden.“
