Antiquitäten- und Trödelmarkt in Linz am Rhein
Bunte Stadt lud zum 78. Mal ein
Die Werbegemeinschaft beteiligte sich mit einem verkaufsoffenen Sonntag
Linz. Unter dem Motto „Bummeln - Shoppen - Genießen“ hatte die Linzer Werbegemeinschaft zum verkaufsoffenen Sonntag in die Altstadt eingeladen. „Als Ergänzung zu der Entdeckungsreise durch die Welt nostalgischer Schätze des 78. Internationalen Antiquitäten- und Trödelmarkts wird der Besuch der Bunten Stadt am Rhein so zu einem Gesamterlebnis, das unsere Besucher schon seit Jahren zu schätzen wissen“, erklärte Stadtmanager Thomas Herschbach. Dabei war dieses Mal der Wettergott nicht gerade auf Seiten der Händler, die Liebhabern nostalgischer Schätze vom Parkplatz hinter der 650 Jahre alten Burg, am Gestade entlang bis zum südlichen Stadteingang sowie die Zehntgasse hinauf und durch das Rheintor hindurch auf dem Burgplatz ihre Schätze anboten, während am Sonntag auch Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre aus dem Bereich der ganzen Verbandsgemeinde Linz beim Teenie-Trödel-Tag auf dem Marktplatz wieder die Gelegenheit hatten, sich kostenfrei als Secondhand-Händler am Marktgeschehen zu beteiligen. „Über mangelnde Resonanz konnten wir uns gestern nicht gerade beschweren“, erklärte eine der Händlerinnen an der Burg. Erfahrene Antik- und Trödelliebhaber seien schon in der Früh am Start gewesen, um das umfangreiche Angebot der Verkaufsstände rechtzeitig und noch in aller Ruhe in Augenschein nehmen zu können, führte sie aus. Da waren einige ihrer Kollegen aber schon dabei, mit Blick auf den mit grauen Wolken verhangenen Himmel ihre Schätze vorsichtshalber unter großen Plastikfolien in Sicherheit zubringen. Nur die Händler, die ihre Waren auf der wettergeschützten Fläche der Bahnviadukte auf rund 3000 Quadratmetern aufgebaut hatten, mussten sich keine Sorgen machen. Noch wurde ein tapferer Ritter gesucht, der mit rundem Lilienschild und langer Lanze für Sicherheit auf dem Antikmarkt sorgen könnte. Diese Aufgabe hatte von Samstag auf Sonntag wahrscheinlich der metergroße Nachtwächter übernommen, der am Vormittag immer noch keinen neuen Besitzer gefunden hatte, dafür aber den Freunden alter Bücher mit seiner Laterne fürsorglich Licht spendete, das auch die geschliffenen Bleikristallgläser und -schalen am Nachbarstand glitzern ließ. „Da kann ich einfach nicht dran vorbei gehen, auch wenn wir zuhause genug Plürres rumstehen haben“, gestand ein Besucher aus Köln, bevor er sich am frühen Sonntagmittag Richtung Parkplatz aufmachte, um seine Beute in Sicherheit zu bringen.
