Frauennachmittag der kfd Ohlenberg
„Da blieb kein Auge trocken“
Ohlenberg. An jedem Platz lag ein kleiner Himmelsbote, gefertigt aus Seiten von alten Gesangbüchern. Viele fleißige Hände haben aus den Buchseiten Kleid und Flügel von Engeln gefaltet. Außerdem standen und saßen auf zartem rotgoldenen Stoff, der auf den Tischen drapiert war, ganze Heerscharen von Engeln. Engel aus Porzellan, aus Keramik, aus Stoff, aus Holz oder Stein. Engel, denen man teilweise auch ansah, dass sie schon lange Jahre gute und anstrengende Dienste in den Familien, sicherlich meist in der Weihnachtszeit, verrichtet haben. „Engel“ war das Thema, mit dem der diesjährige Frauennachmittag überschrieben war, zu dem die kfd Ohlenberg eingeladen hatte. Etwa 70 Gäste sind dieser Einladung in die Unterkirche in Ockenfels gefolgt. Die Sprecherin der kfd Ohlenberg, Waltraud Schäfer, konnte neben den Frauen der Pfarrei Ohlenberg auch die Vertreterinnen der kfd-Gruppen von Linz, Dattenberg, St. Katharinen / Vettelschoß, sowie Pastor Klemens Hombach, Pfarrer Patrick Ringhausen, Diakon Eberhard Roevenstrunk und die neue Gemeindereferentin Ursula Monter, also fast das vollständige pastorale Team der Pfarreiengemeinschaft, willkommen heißen. Das Thema „Engel“ ist unerschöpflich. In einem Kurzvortrag zu diesem Thema ging es zunächst um die Darstellung der Engel in der Heiligen Schrift, besonders im Alten Testament und in der Offenbarung, wo Engel als machtvolle Erscheinungen und als Wesen voller Hoheit, Größe und Geheimnis beschrieben sind. Engel sind Diener Christi und Vollstrecker des göttlichen Strafgerichts, sie sind Verkünder, Befreier, Retter und Beschützer. - Bei einem „virtuellen“ Rundgang durch die drei Orte der Pfarrei, Kasbach, Ockenfels und Ohlenberg, wurden alle Engelsdarstellungen, die dort zu finden sind, kurz in Erinnerung gerufen. - Natürlich durften letztendlich auch die sprichwörtlichen Engel in Menschengestalt nicht unerwähnt bleiben. In einem weiteren Kurzbeitrag wurde deutlich gemacht, wie sehr Engel heutzutage „im Trend“ sind und für alle möglichen Zwecke eingesetzt und manchmal leider auch missbraucht werden. Heiter wurde es im Pfarrsaal der Unterkirche, als vier gefallene Engel, Luzifer und drei seiner Teufel, in schwarzen Lederklamotten und mit finsteren Mienen die Bühne betraten und versuchten, dem Christkind und dem Nikolaus beim Abarbeiten der ellenlangen Wunschlisten der Erdenkinder behilflich zu sein; denn dort tauchten Wünsche auf, die man glatt als „Teufelswerk“ bezeichnen könnte, aber nun mal Teil der modernen Welt sind. In einem zweiten Sketch gerät ein Ehepaar bei einer Bergwanderung in ein schweres Gewitter. In ihrer Angst beschließen die beiden, sich gegenseitig die „Notbeichte“ abzunehmen. Sie sagte ihm alle ihre Sünden, als er aber „dran“ war, hatte sich das Unwetter schon verzogen, sodass der Mann - zum Ärger seiner Frau - erleichtert beschloss, seine Beichte doch besser bei einem richtigen Pfarrer abzulegen. Zum guten Schluss durfte natürlich der obligatorische Loriot-Sketch nicht fehlen. Bei der Durchführung der „Heimoperation“ blieb imh Pfarrsaal kein Auge trocken: Frau Grötzmann, Hausfrau, berichtet, dass sie ihre Küche selbst gestrichen, die Steckdosen selbst repariert, die Sitzgruppe selbst gepolstert hat ... und dass sie eben auch selbst operiert, da man sich ja bei den aktuellen Preisen kein Krankenhaus leisten könne. Heute wird sie, assistiert von der ganzen Familie, ihrem Schwager den Blinddarm entfernen, nach der Anleitung aus dem Fachbuch „Wir bauen uns eine Durchreiche und andere Sachen zum Selbermachen.“...Wie immer wird auch in diesem Jahr der Erlös des Nachmittags einem karitativen Zweck zugutekommen. Spontan entschied man sich, die Spende den Not leidenden Menschen auf den Philippinen zukommen zu lassen, die Opfer des verheerenden Taifuns Haiyan geworden sind. Wer sich für die kfd und weitere Aktivitäten der kfd Ohlenberg interessiert, kann sich gerne an Waltraud Schäfer wenden, Tel. (0 26 44) 67 39.
