40-jähriges Bestehen der Kindertagestätte Vettelschoß
Das ganze Dorf feierte mit
Vettelschoß. Im Mai 2014 erst hatte die Gemeinde Vettelschoß die Fertigstellung des 250 Quadratmeter großen und 650.000 Euro teuren Anbaus an die Kindertagesstätte gefeiert. Am Sonntag hatte sie erneut Grund, zu einem Fest auf dem großen Gelände am Willscheider Weg einzuladen. „Eröffnet wurde der Kindergarten vor 40 Jahren zwar schon am 1. April, aber das Wetter hat uns recht gegeben, die Geburtstagsfeier etwas später anzusetzen“, strahlte die Leiterin Annett Mayer mit der Junisonne um die Wette.
Vom Kindergarten zur ganztägigen Einrichtung
Anfangs besuchten nur wenige Kinder den Kindergarten, vornehmlich Vorschulkinder. Dies änderte sich allerdings, sodass im April 1994 ein Neubau für zwei weitere Gruppen errichtet wurde. Auch der Bedarf hinsichtlich der Öffnungszeiten wandelte sich mit der Zeit, sodass aus dem Kindergarten eine Kindertagesstätte mit ganztägiger Öffnungszeit wurde, in die schon Kinder im Alter von drei und vier Jahren aufgenommen werden.
Anhaltend hohe Kinderzahlen und der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem dritten Lebensjahr machten im Frühjahr 2001 die Einrichtung einer sechsten provisorischen Gruppe notwendig. Parallel dazu konnten Eltern nun auch zwischen drei Öffnungszeitmodellen wählen innerhalb eines Zeitraums von täglich neuneinhalb Stunden. Außerdem beschloss die Gemeinde, im Ortsteil Kalenborn einen zweiten Kindergarten zu bauen. So konnte am Willscheider Weg nicht nur die provisorische Gruppe aufgelöst werden, erstmals wurden ab September auch Schulkinder bis zum zwölften Lebensjahr in einer Hortgruppe betreut.
In der Folgezeit wurde der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren immer deutlicher, angeboten werden konnten diese jedoch erst ab 2008. Aber auch die Nachfrage nach Plätzen für noch Jüngere wurde schnell größer. „Rechnung tragen konnten wir dieser nicht zuletzt wegen der Einführung der Ganztagsschule 2013 an der Grundschule ‚Am Blauen See‘, durch welche die Hortgruppe aufgelöst werden konnte“, erinnerte Annett Mayer. So besuchten heute 92 Kinder, über die Hälfte in Ganztagsbetreuung, die Kita mit ihren 17 Mitarbeiterinnen.
Rosen als Dank für die Erzieherinnen
Derweil trudelten immer mehr Kuchen, Torten und Salate für die Jubiläumsfeier ein, die sich angesichts der Unterstützung zahlreicher Vereine zu einem richtigen Dorffest entwickelte. Zu dem konnte Annett Mayer dann neben Heinrich Freidel auch zahlreiche Ratsmitglieder, Lehrkräfte der umliegenden Grundschulen und Kolleginnen der benachbarten Kitas begrüßen sowie natürlich jede Menge Ehemalige und Eltern. Für diese dankte Savita Slavin vom Elternbeirat den Erzieherinnen nach der kurzen Begrüßung durch den Ortschef. Anerkennend hob sie die Nervenstärke der Kita-Mitarbeiterinnen hervor, jeden Tag stundenlang so viele Kinder um sich zu haben, um dann auch noch mit der Erwartungshaltung der Eltern konfrontiert zu werden. „Nicht nur dass Sie mit den Kindern Ausflüge in den Wald und auf Bauernhöfe machen, die Polizei einladen und das Seniorenzentrum Linzer Berg besuchen. Bei Bastelabenden führen Sie auch noch uns Eltern zusammen“, so Savita Slavin, bevor sie Kiinder mit roten Rosen zu den Erzieherinnen schickte, um diesen auch durch die Blume für ihre Geduld und Freundlichkeit zu danken.
Akionen und Überraschungen für Groß und Klein
Mit dem Lied „Im Kindergarten“ begrüßten dann die Kinder der Einrichtung Groß und Klein, bevor mit dem Zünden gleich mehrerer Raketen der offizielle Startschuss für das Geburtstagsfest gegeben wurde, das gleich mit mehreren Attraktionen aufwartete. Sportlich betätigen konnte sich etwa die „Pampersbande“ bei Margret Mutz in der Gymnastikhalle, während Physiotherapeutin Viola Voss in der Neubau-Turnhalle einen Bewegungsparcours aufgebaut hatte, im Hof Wettspiele ausgetragen wurden und „Sattelhelden“ zum Ponyreiten den Waldweg entlang zum Forum einluden. Wer sich angesichts der sommerlichen Temperaturen nicht selbst bewegen wollte, konnte entweder die Darbietung der „Tennis-Rollis“ auf dem Hof bestaunen oder Tanzvorführungen der Kinder von Rot-Weiß sowie des Kürassier-Regiments auf der Bühne genießen, auf der am späten Nachmittag Zauberer „Miracelix“ seine Gäste ins Reich der Magie entführte.
„Wir haben natürlich auch eine große Tombola mit tollen Sachpreisen. Zusammen mit den anderen Einnahmen, etwa aus der Cafeteria und dem Salatbüffet sowie der Grill- und Getränkestation wird hoffentlich so viel zusammenkommen, dass wir uns einige Sonderwünsche erfüllen können“, so Leiterin Mayer.
So stehen ein Krippenwagen, der Ausflüge auch mit den Kleinsten möglich machen soll, eine neue Sprossenwand für den Turnraum und eine freistehende Markise für mehr Sonnenschutz auf dem Außengelände auf dem Wunschzettel der Kita, auf deren Gelände bis in den frühen Abend hinein reger Betrieb herrschte.
Der Elternbeirat dankte den Erzieherinnen für ihre Geduld mit Kindern und Eltern.
