Unkeler Aktionsreihe „KUNST trifft POLITIK!“ meldet sich zurück
„Demokratie in Gefahr?!“
Unkel. „Demokratie in Gefahr?!“, eine Aktionsreihe der Kulturschaffenden aus Unkel zum Stand der Gesellschaft, meldet sich nach der Sommerpause mit einem Vortrag von Dr. Ralf Melzer „Ist die Demokratie stabil genug? Gefährdung durch Rechtsextremismus“ zurück. Die Aktionsreihe endet mit der Vorführung der preisgekrönten Filmdokumentation von Kai von Westermann „Wie Erich seine Arbeit verlor“.
„Ist die Demokratie stabil genug? - Gefährdung durch Rechtsextremismus“ - damit beschäftigt sich am Donnerstag, 3. September Dr. Ralf Melzer in seinem Vortrag im Willy-Brandt-Forum. Der Wissenschaftler der Friedrich-Ebert-Stiftung aus Berlin beobachtet die rechtsextremistische Szene und berichtet zur politischen Frage, ob die Demokratie stabil genug sei, um sich gegenüber ihren Feinden behaupten zu können.
Der Vortrag mit anschließender Diskussion beginnt um 18 Uhr im Rahmen des Bonner Politik-Forums, das bereits zum zweiten Mal in Unkel zu Gast ist. Initiator Rainer Bohnet sieht das im Jahre 2006 ins Leben gerufene Politik-Forum als Adresse für politische Informationen aus erster Hand, ohne elitäres Gremium, aber mit überparteilichem Geist. Am Samstag, 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, schließt die Aktionsreihe „Demokratie in Gefahr?!“ mit der preisgekrönten Filmdokumentation „Wie Erich seine Arbeit verlor“. Der Filmemacher Kai von Westerman, seit 21 Jahren Kameramann für die „Sendung mit der Maus“, ist 1989 im Auftrag eines französischen Fernsehsenders in der DDR unterwegs und filmt, ohne behördliche Genehmigung, inmitten der Montagsdemonstrationen Ende der 80er Jahre, kurz vor dem Berliner Mauerfall, die dramatischen Ereignisse dieser Zeit. Dieses spannende Stück Geschichte kann und soll als Muster einer friedlichen Revolution aus einem Unrechtsregime hin zur Demokratie verstanden werden.
Die Filmvorführung, in Zusammenarbeit mit dem Kulturkino Unkel, findet im Willy-Brandt-Forum Unkel, um 17 Uhr statt. Der Filmemacher Kai von Westerman ist mit dabei und steht im Anschluss für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.
Eine Einladung zur Diskussion
Hinter dem Namen „KUNST trifft POLITIK“ stehen vier engagierte Unkeler, die sich mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen und zur Diskussion über diese einladen: Britta Bellin-Schewe, Ute Giesen, Gabriela Mrozik und Christian Rosenzweig. Deren künstlerische Umsetzung des Themas „Demokratie in Gefahr?!“ begleitet die ganze Aktionsreihe und ist an jedem ersten und dritten Sonntag, 14 bis 16 Uhr (letzter Ausstellungstag ist am 6. September) im Gefängnisturm Unkel zu sehen.
Der Unkeler Bürgermeister Gerhard Hausen begrüßt ausdrücklich die Initiative der Kunstschaffenden und freut sich über die zusätzliche Nutzung des Gefängnisturmes, dessen Eigentümerin die Stadt Unkel ist.
Der Verein Touristik&Gewerbe Unkel e.V. hat die Organisatoren mit einer finanziellen Spende unterstützt. Auch das vor Kurzem entstandene Kulturkino Unkel, eine nicht kommerziell tätige Initiative ist mit zwei Filmbeiträgen unter den Mitwirkenden.
Das Willy-Brandt-Forum öffnet seine Türen eine halbe Stunde vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung. Die Anzahl der Plätze ist auf 50 begrenzt.
Nähere Informationen erteilen Ute Giesen und Gabriela Mrozik unter oder Tel. (01 62) 8 88 05 14 oder info@kunst-trifft-politik.eu.
