An der Spitze des Bauhofs steht seit Anfang des Monats Guido Rings als Betriebsleiter
Der Bauhof wurde umstrukturiert
Linz. Guido Rings ist der neue Bauhofleiter der Stadt Linz. Gemeinsam mit den Beigeordneten Michael Schneider und Karl-Heinz Wölbert stellte Stadtbürgermeister Hans Georg Faust den neuen Betriebsleiter in seinem Amtszimmer der Presse vor. „Früher haben die kommunalen Bauhöfe auf Abruf Arbeiten übernommen. Inzwischen müssen sie aber als moderne Dienstleistungszentren Kalkulationen und Ausschreibungen vornehmen sowie Personalbemessungen und Fahrzeugkonzepte erstellen“, erklärte der Stadtchef. Aufgrund seiner Ausbildung als Arzt sei er nicht in der Lage zu entscheiden, ob der Bauhof anfallende Arbeiten eigenständig ausführen könne, oder ob es nicht sinnvoller sei, diese Fremdfirmen zu übertragen, gestand Hans Georg Faust. Deshalb habe man sich entschieden, ihn dieser Aufgaben zu entheben und diese mit der Umstrukturierung des Bauhofs Guido Rings als Fachmann zu übertragen. Der 49-jährige hatte nach dem Besuch der Linzer Hauptschule in Leubsdorf zunächst das Maurerhandwerk erlernt, um dann 1992 in Koblenz den Meisterbrief zu erwerben. Die letzten Jahre hatte er dann als staatlich geprüfter Hochbau-Techniker die Funktion des Bauleiters bekleidet.
Die örtlichen Bauhöfe werden beibehalten
„Ich werde alles Erdenkliche tun, um den Linzer Bauhof in die von Ihnen beschriebene Richtung zu führen, um so dem mir entgegengebrachten Vertrauen gerecht zu werden“, wandte sich Guido Rings, der demnächst in seinen Neubau in Rheinbrohl einziehen wird, an seinen neuen Chef. „Ich bin dem bisherigen Leiter des Bauhofs, Herrn Karl-Heinz Stieldorf, dankbar, dass er sich in die neue Struktur einbringt und als technischer Leiter weiterhin an den Projekten so mitarbeitet, wie in der Vergangenheit“, erklärte dieser. Angesprochen auf die in vielen Verbandsgemeinden kontrovers diskutierte Zusammenlegung kommunaler Bauhöfe, erklärte Hans Georg Faust: „Darüber nachgedacht haben wir natürlich auch in Linz, sind jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoller ist, die örtlichen Bauhöfe beizubehalten“, so der Stadtchef. Ungeachtet dessen könnte man natürlich allein aus Kostengründen spezielle Maschinen gemeinsam anschaffen, um sie in allen Kommune der VG einzusetzen. Gleiches gelte für Mitarbeiter einzelner Bauhöfe, die über Spezialfähigkeiten hinsichtlich seltener, anfallender Aufgaben verfügen würden. Auch diese könnten von anderen Bauhöfen bei Bedarf angefordert werden. „Allein der Winterdienst, bei dem jede Kommune natürlich frühzeitig verkehrssichere Straßen für sich einfordern würde, belegt, dass losgelöst von solchen sinnvollen Kooperationen ein interkommunaler Bauhof in der VG Linz mit den sieben Gemeinden kaum praktikabel sein würde“, erklärte Hans Georg Faust abschließend.
