Traditioneller Rathausempfang im Unkeler Schraatesaal
Der städtisch-karnevalistische Orden ging an Josefine Schmitz
Unkel. Wieder einmal hatte Stadtbürgermeister die Karnevalisten am Sonntag zum Rathausempfang eingeladen, um im Hinblick auf den Karnevalssonntag „gut Wetter“ zu machen. Doch die jecken Heerscharen stürmten für ihre Tollität traditionell den Schraatesaal, ohne dem roten Hausherrn auch den Hauch einer Chance zu lassen. Zusammen mit seinem Beigeordneten Wolfgang Plöger habe er eingeladen, „um, mit euch nach Herzenslust zu lachen, zu schunkeln, zu singen und das eine oder andere leckere Kölsch oder auch ein Glas Sekt zu trinken“, zeigte sich der Stadtchef von seiner spendablen Seite. Bürgermeister Hermann Hupe war verhindert, gekommen waren dafür sein Stellvertreter Manfred Wiedemann und sein Vorgänger Manfred Erdmann. „Auf das farbenfrohe Bild hier im Schraatesaal, auf die schönste Zeit im Jahr, den Fastelovend, rufen wir aus: Unkel-Brauchtum-Fastelovend – Alaaf!“, fordert Gerhard Hausen die bunt kostümierte Narrenschar auf, in deren Reihen auch VG-Chef Karsten Fehr und Altbürgermeister Werner Zimmermann ausgemacht werden konnten. Willkommen heißen konnte der Stadtchef auch seine zukünftige Nachfolgerin für drei tolle Tage, Prinzessin Lena I. „aus dem Hause Pasternak“ mit ihren Ehrendamen Marina (Weinberg) und Berenike (Müller), die er samt ihrer Eltern mit einem dreifach donnernden Alaaf hochleben ließ, bevor er die Crème de la crème des Unkeler Fastelovends begrüßte.
Illustre Gästeschar
Den Anfang macht Gerhard Hausen bei den „Herzblättchen“ um Präsidentin Karin Wolf, um dann in den Süden des Stadtgebietes zu den Heisterer Möhnen, um Präsidentin Gerda Buchholz zu wandern. Natürlich bedachte er auch das dritte Damenkomitee, die „Unkelsteinchen“, an deren Spitze Käthe-Marie Hommerich, um sich dann den Unkeler Hunnen zuzuwenden, bevor er die Unkeler „Überflieger“, das Männerballett „Flying Dancers“ um Christoph Arend grüßte. Weiter ging es mit den Musikvereinen angefangen beim TC „Rheinklänge“ über die „Barhocker“ und die „Ratsherren“ bis hin zum MGV „Concordia“, bevor sich der Stadtchef an die Feuerwehr und den DRK-Ortsverband wandte. Last but not least grüßte er auch die KG mit ihren Präsidenten Markus Winkelbach und Michael Himmelbach, um dann das rheinische Brauchtum, Unkel und Kamen mit dem rheinisch-kölschen Narren-Jubelschrei hochleben zu lassen.
Verleihung des städtischen karnevalistischen Ordens
Gerhard Hausen wies hin, dass die zu Ehrende bereits mit zehn Jahren ihre karnevalistische Karriere im Kindertanzcorps der Heisterer Möhnen begonnen hatte. Seit 1996 sei sie zudem bei den „Herzblättchen“ nicht mehr wegzudenken, da sie ihr Herz mit viel Humor dem Publikum als Büttenrednerin, Tänzerin oder Sängerin schenke, ergänzte Gerhard Hausen für Unkeler Fastelovends-Fründe völlig überflüssiger Weise. „Den Orden erhält heute die Frau für alle Fälle: Josefine Schmitz, zeig dich jetzt hier auf der Stelle!“ Nach eine dreifachen „Alaaf“ auf die Ordensträgerin, die „Herzblättchen“ und Unkel, setzte die Gratulationscour ein, in die sich auch die Namenscousine von Josefine Schnitz einreihte, die legendäre Oma Finchen. „Der Plögers Wolfgang hat sich überlegt, welche Stimmungskanone den Ratssaal zum Kochen bringen könnte und da ist ihm eben nur die schönste Frau aus dem Christinenstift eingefallen“, so Gerhard Hausen, bevor die jecke Büttenrednerin mit ihren Verzällcher vom Schnabels-Schnüsse-Liss, dem Schüppestilche-Bert und dem Botterrams-Büb den Jecken die Tränen in die Augen trieb
