Allgemeine Berichte | 29.04.2013

Über 150 Gäste campierten und feierten mit Attila, Greka und Täufling Mundus trotz widriger Wetterbedingungen

Die 1. Unkeler Hunnenhorde zum Sommerlager eingeladen

Die 1. Unkeler Hunnenhorde zum Sommerlager eingeladen

Unkel. In einen riesigen Zeltplatz hatte sich schon Mitte voriger Woche der Fritz-Henkel-Park in Unkel verwandelt, in dem immer wieder der Schlachtruf „Unca-Lö!“ erklang. Der Grund: Der Attila der 1. Unkeler Hunnenhorde 2005 hatte mit seiner Greka für das Wochenende zum 3. Sommerlager dorthin eingeladen und nicht nur Stämme befreundeter mongolischer Steppenreiter waren frühzeitig der Aufforderung gefolgt, dort ein paar unvergessliche Tage zu verleben. Landsknechte, Outlaws und Südstaatler mit indianischen Freunden, Keltenkrieger und Gladiatoren, Elben und Krieger von Walhalla tummelten sich im Park lange vor der offiziellen Eröffnung am Freitagnachmittag, auch wenn der Wettergott nicht unbedingt mitspielte.

Das hinderte Attila (Harry Vollmer) jedoch nicht, mit seinen Gefolgsleuten, allen voran König Ellak, Großfürst Akakam und den Fürsten Askan, Balamber sowie Oktar an der langen Tafel Platz zu nehmen und sich von Greka (Silvia Vollmer) mit Odin-Bräu und Met verwöhnen zu lassen, nachdem Schamanin Yanara-Cam das heilige Feuer entzündet hatte. „Als Karnevalsgesellschaft liegt es uns neben dieser Reise in die Vergangenheit natürlich auch am Herzen, befreundete Gesellschaften im Lager begrüßen zu können und sie auch mit entsprechenden Darbietungen zu unterhalten“, verriet der Chef der Unkeler Hunnen. Entsprechend sorgte die „Rheindiamanten“, eine Kinder- und Jugend-Tanzgruppe aus Bad Honnef, am frühen Samstagnachmittag auf der großen Bühne als Eisbrecher für die Unterhaltung der zahlreichen Gäste. „Außerdem erwarten wir noch die KG Husaren Schwarz-Weiß Siegburg, die Öttemicher Jecken, die Powerhexen, die LikKüRa-Ehrengarde und den Spielmannszug TV Eiche samt den Bad Honnefer Stadtsoldaten“, so Greka, die durch das Programm führte, während ihr Attila bereits zwei mächtige Rappen bewunderte, auf denen wenig später feurige Hunninnen eine Dressurdarbietung abliefern sollten.

Kaum wiederzuerkennen war das „Väterchen“ der Unkeler Hunnen. Fahrig und unkonzertiert war Attila im Vorjahr noch durch das Sommerlager gelaufen, voller Spannung auf „Trommelzeichen“ seiner Greka wartend, ob er denn endlich „Großväterchen“ geworden sei. Dann hatte ihn jedoch die Müdigkeit übermannt, so dass er am Sonntagmorgen, 22. April, gegen 6 Uhr aus dem Tiefschlaf gerissen wurde, als die Nachricht von der Geburt des Stammhalters eintraf. Ganz anders dieses Jahr knapp über 365 Tage später. „Zwei Schamanen und zwei mongolische Mönche werden unseren Enkel Leon gleich auf den Kriegsnamen Mundus taufen“, so der Unkeler Hunnenführer, während er feine Scheiben vom luftgetrockneten Schinken an der Fürstentafel absäbelte. Außerdem wurde Krieger Michael Beyer als „Carpitius“ in den Fürstenstand erhoben, ebenso wie Standartenträger Arno Linke als „Opita“.

Nicht weit von der Fürstentafel entfernte drehten sich saftig-dicke Keulen mit glänzender Schwarte über dem Feuer, während von der Feldbeckerey der Duft von Pfaffenglück, Schmalzringen und Fladentupfen über den Platz wabberte. Bestens gestärkt ergötzten sich so Barbaren und Steppenreiter samt ihrer historischen Gäste an den anmutigen Tänzen, die Nourani Gamai und Shallmar Sherif von „Fantasia Orientica“ nicht nur zur Freude der jungen Bauchtänzerinnen Vanessa und Jessi darboten. Angesichts der Taufe hatte es sich sogar Feuerspucker Xandro trotz einer 600 Kilometer langen Anreise nicht nehmen lassen, mit seiner feurigen Show zum Gelingen des Sommerlagers beizutragen, während die Gruppe „Schäng“ die Gäste bestens mit ihren Liedern unterhielt, und ein bombastisches Feuerwerk das Rheintal in bunte Lichter tauchte.

Die Funktion von „Schäng“ sollte am Sonntag „Alpenkölsch“ übernehmen, auch wenn es nicht nur wegen der nicht gerade sommerlichen Temperaturen mehr als fraglich war, dass das Quartett „Nur noch Schuhe an“ haben sollte, führte doch König Ellas durch den Kindernachmittag. „Zu dem hätten wir gerne wieder krebskranke Kinder und deren Geschwister zusammen mit der Initiative ‚Dato Kölsche Hatz‘ und ‚Förderkreis Bonn‘ begrüßt“, verriet Attila. Leider war es den Kindern aber gesundheitsbedingt offensichtlich nicht möglich gewesen, die Reise auf sich zu nehmen. „Wenn sie schon hier bei uns keinen kostenfreien Tag mit all den Darbietungen genießen können, dann sollen sie aber auf keinen Fall leer ausgehen“, befand Greka. Zusammen mit Attila wird sie alles den beiden Vereinen spenden, was von der „Sommerlager-Beute“ übrig bleiben wird. Immerhin ist die Unkeler Hunnenhorde ja auch wegen ihres selbstlosen Einsatzes für den Deutschen Engagementpreis 2013 nominiert worden.

So mächtig wie diese beiden Rappen waren die wendigen Pferde der Steppenreiter allerdings nicht.

Von der langen Fürstentafel aus überblickten Attila und Greka am Wochenende den Fritz-Henkel-Park.Fotos: DL

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