Allgemeine Berichte | 05.08.2014

Das erste Kindersommercamp bei Utamara e.V.

Die Energie von Kindern in die richtige Richtung lenken

Linz. Mit viel Freude und sehr lebendig verlief das erste Kindersommercamp bei der Frauenbegegnungsstätte Utamara e.V. In den Jahren zuvor hatte Utamara Ferienseminare für Mütter und ihre Kinder organisierte. Im Juni dieses Jahres hatte darüber hinaus, von Utamara organisiert, in der Innenstadt von Linz ein überregionales Kinderfest stattgefunden. Und nun war es das erste Mal, dass Utamara ein Camp einzig für Kinder durchführte. Ziel dabei war es, den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich unabhängig von den Eltern entdecken zu können, selbstständig und so in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt zu werden. Zu dem Sommerkindercamp kamen mehr als 20 Kinder, darunter viele aus unterschiedlichen Nationen. Geboten wurde den Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren ein buntes Programm aus Spielen, sportlichen Aktivitäten und Themenrunden. Nach den ersten Kennenlernspielen, gab es eine Diskussionen darüber, wie sich die Kinder und die Frauen von Utamara in den drei gemeinsamen Tagen ihr Zusammenleben und ihren Umgang vorstellen. Teil davon war auch eine Diskussion über ein Wochenende ohne Technik, das heißt ein Wochenende ohne Handys. Die Kinder sträubten sich zunächst. Jedoch schlugen sie einen Kompromiss vor. Ihre Handys wollten sie morgens zu Programmbeginn abgeben, abends nach Programmende aber wiederbekommen. Daraufhin gab es noch ein wenig Zeit, das Haus und die Arbeiten von Utamara kennenzulernen.

Bei Sonnenschein ging es am nächsten Morgen ins Linzer Freibad. Auch die Nichtschwimmer hatten den Vormittag über auf der Rutsche und mit allerlei Wasserspielzeug viel Spaß beim Planschen und bei ihren ambitionierten Schwimmversuchen. Gegen Nachmittag gab es eine Diskussion über die Vorstellungen der Kinder zur Zukunft. Für ein nächstes Kindercamp stünde dann auch die Frage an, wie sie ihre Vorstellungen umsetzen könnten, was sie tun müssten, damit es zum Beispiel auf dieser Welt keine Armut mehr gäbe. Abends wurden den Kinder ein kulturelles Programm geboten. Sie teilten sich selber in eine Jungen- und in eine Mädchengruppe auf. Während sich die Jungen so gar nicht auf Aktivitäten wie Theater, Singen oder Tanzen einlassen wollten, sondern anstelle dessen Wrestling-Kämpfe vorführen, bzw. eigentlich vor allem kämpfen wollten, studierten die Mädchen eine kurze Tanz-Choreografie ein. Letztlich trugen beide Gruppen Gedichte vor und am Ende gab es noch ein Quiz unter anderem zum Thema Kulturen.

Beim letzten Programmpunkt am Sonntagvormittag bei der Schnitzeljagd ging es zum einen darum, die Natur ein wenig kennenzulernen, Blumen und Bäume zu bestimmen, aber auch sich gegenseitig zu unterstützen. Höchstes Gebot war die Teamarbeit. Der Schatz wurde schließlich mithilfe der gewonnenen Hinweiskarten im Garten von Utamara von der aufgeregten Kinderschar entdeckt und unter allen 20 Kindern gerecht aufgeteilt. Auf der Abschlussversammlung mit den Eltern wurde vor allem über die Technikversiertheit der Kinder gesprochen. Und wie sehr die Technik die Kinder in ihrer Art soziale Beziehungen zu führen dominiert und teils auch von reellen Beziehungen fernhält. Auch ging es um die auffallenden Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen und der Dominanz der Jungen gegenüber den Mädchen. Die Eltern wurden an diesem Punkt ermutigt, diese Logik zu durchbrechen und Alternativen aufzuweisen. Weiterhin wurde den Eltern nahegelegt, ihre Kinder gut zu beobachten, ihre Fähigkeiten und Interessen wahrzunehmen und sie darin zu unterstützen, diese zu vertiefen.

Es war das erst Utamara-Kindercamp, aber es wird sicherlich ein nächste geben. Das Camp wurde freundlicherweise von der St. Martin Stiftung finanziell unterstützt. Fotos finden Interessierte auf der Webseite www.utamara.org.

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