Robert-Koch-Schule Linz
Die Köpfe rauchten 75 Minuten lang
Linz. Der Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ ist ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für die Klassenstufen drei bis 13, der einmal im Jahr in fast 50 Ländern stattfindet. Der gemeinnützige Verein (mit Sitz im Institut für Mathematik an der Humboldt-Universität zu Berlin) konzipiert und organisiert diesen Wettbewerb für die deutschen Schulen. Ziel der Tätigkeit des Vereins ist die Unterstützung der mathematischen Bildung an den Schulen. Der Wettbewerb soll die Freude an der Beschäftigung mit mathematischen Problemen wecken und festigen. Die bei Schülerinnen und Schülern häufig vorhandene Furcht vor dem Ernsthaften, Strengen und Trockenen der Mathematik soll durch die anregenden, heiteren und oft ein wenig ungewöhnlichen Aufgaben etwas aufgebrochen werden. Das reiche Angebot an interessanten Aufgaben der vergangenen Jahre soll die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern.
Wie sieht die praktische Ausführung aus? In jeder der Klassenstufengruppen gibt es drei Schwierigkeitsstufen bei den Aufgaben, die mit je drei, vier oder fünf Punkten bewertet werden. Die Aufgaben sind so aufgebaut, dass für einen Teil der Lösungen bereits Grundkenntnisse aus dem Schulunterricht ausreichend sind - bis zum dritten Teil, bei dem schon ein tieferes Verständnis des in der Schule Gelernten und der kreative Umgang damit benötigt werden. Hinzu kommt eine Reihe von Aufgaben, die mit etwas Pfiffigkeit oder gesundem Menschenverstand allein zu bewältigen sind und die sich sehr gut eignen, mathematische Arbeitsweisen - unterhaltsam - zu trainieren. Es ist für die Teilnehmer ausgesprochen attraktiv, eine gefundene/erahnte Lösung nicht schriftlich exakt begründen zu müssen. Dennoch geben die Probleme genug Stoff für eine kurzweilige und gewinnbringende Beschäftigung mit einer ganzen Reihe mathematischer Themen.
Und auch in diesem Jahr hüpfte das Känguru der Mathematik durch die Robert-Koch-Schule in Linz. Zum zehnten Mal wurde der Wettbewerb in der Schule angeboten und ist schon ein Stück Tradition geworden in der als MINT-freundlich bekannten Institution. 133 Schülerinnen und Schüler der fünften bis zur zehnten Klassenstufe bearbeiteten die Aufgaben dieses internationalen Wettbewerbs. Die Köpfe rauchten 75 Minuten lang, weil ja schließlich alle möglichst viele Aufgaben in der eng bemessenen Zeit lösen wollten. In sechs Gruppen aufgeteilt, konnten die Jugendlichen feststellen, dass diese Zeit der Konzentration sehr anstrengend sein kann. Aber der Spaß kam auch nicht zu kurz, zumal hier nicht nur die Mathe-Cracks eine Chance auf viele Punkte und damit Preise erhalten. Es kommt nämlich nicht auf Formelwissen und schnelles Rechnen an. Die Aufgaben sind vielmehr so gestaltet, dass genaues Lesen, Kombinieren, Grübeln, Knobeln oder Schätzen zum Ziel führen.
Jetzt warten alle gespannt auf die Ergebnisse. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer bekommt natürlich eine Urkunde und ein kleines Geschenk. Für die Besten gibt es Spiele, Puzzles und T-Shirts. Und mal sehen, wer dieses Jahr den weitesten Känguru-Sprung geschafft hat - das heißt, wer die meisten direkt aufeinanderfolgenden Aufgaben richtig gelöst hat.
