Fußball-Bezirksliga Ost: SC Berod-Wahlrod - VfB Linz 3:2 (2:0)
Die erste Halbzeit komplett verschlafen
Berod. Am elften Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost unterlag der VfB Linz beim Tabellennachbarn SC Berod-Wahlrod mit 2:3: eine unnötige Niederlage. Die Platzherren dominierten gegen schwache Gäste die komplette erste Halbzeit. Die frühe 1:0-Führung der Beroder erfolgte vom Elfmeterpunkt. Nach einem Handspiel des Linzer Joscha Brandt ließ der einheimische Akteur Mario Pavlic (15.) mit dem fälligen Strafstoß VfB-Keeper Christopher Schady keine Chance. In der 31. Minute erhöhten die Westerwälder nach Vorarbeit des SC-Spielertrainers Thomas Schäfer durch den frei stehenden Viktor Kuhfeld auf 2:0. Zuvor hatten die Linzer Pech, dass Michael Krupp zweimal die Torlatte traf. Nach der Pause reagierte VfB-Trainer Michael Roos. Er wechselte mit Arjan Kuqi einen weiteren Stürmer ein. Eine Maßnahme, die zunächst verpuffte. Im Gegenteil: Schady schoss einen Ball direkt vor die Füße von Pavelic, der seinen „Chef“ Schäfer bediente, und es stand sogar 3:0. Wer dachte, die Angelegenheit wäre in trockenen Tüchern, der sollte sich irren. Denn auf einmal wachte die Roos-Truppe auf und es begann eine beeindruckende Aufholjagd. In der 65. Minute verkürzte der eingewechselte Benjamin Schunk auf 1:3. Danach hatte die einheimische Hintermannschaft Schwerstarbeit zu verrichten, zumal der Beroder Timo Land wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. In der 72. Minute hatten die Platzherren Glück, dass Kuqi knapp vorbeischoss. Zehn Minuten später parierte SC-Keeper Constantin Redel einen Freistoß von Krupp per Glanzparade. Als Andre Fischer in der 90. Minute mit einem Distanzschuss auf 3:2 verkürzte, warfen die Gäste in der Nachspielzeit alles nach vorne, aber ohne Erfolg. „Wir haben nicht umgesetzt, was wir uns angesichts der schwierigen Platzverhältnisse vorgenommen hatten“, resümierte VfB-Coach Roos nach dem Abpfiff und fuhr fort: „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Sicher war am Ende ein Unentschieden möglich, aber das hätten wir uns nicht verdient gehabt.“
Am kommenden Sonntag, um 14.30 Uhr, empfängt der VfB Linz den Tabellenletzten SG Herdorf. VfB Linz: Schady, Brandt, Hamerstein (80. Lahr), Roscher, Lamgenfeld (46. Kruqi), Korf, Krupp, Gökdemir, Krumscheid (58. Schunk), Fischer, Kesici.
