Politik | 14.10.2014

Bürgerstiftung Unkel spricht sich für Ehrenamtskarte aus

„Ehrenamtliche Arbeit hat Anerkennung verdient“

Unkel. Die Bürgerstiftung Unkel „Willy-Brandt-Forum“ hat sich für die Einführung einer Ehrenamtskarte in der Verbandsgemeinde Unkel ausgesprochen. „Die Ehrenamtskarte ist ein modernes und attraktives Instrument zur Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements von Bürgerinnen und Bürgern“, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Christoph Charlier. In einem Brief an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Karsten Fehr, erklärte Charlier die Bereitschaft der Stiftung, für Inhaber der Ehrenamtskarte ermäßigten Eintritt in Höhe von drei statt der regulären fünf Euro zu gewähren. Er hoffe, dass dies ein Anreiz dafür sein könne, dass der Verbandsgemeinderat der Einführung der Ehrenamtskarte, wie von Bürgermeister Fehr vorgeschlagen, zustimme.

„Ehrenamtliche Arbeit hat Anerkennung verdient, die sollte auch schon einmal in geldwerten Begünstigungen ausgedrückt werden“, begründete Charlier den Vorschlag der Bürgerstiftung. Zu dem Argument, dass die Ehrenamtskarte zusätzliche Kosten oder Einnahmeverluste mit sich bringe, merkte er an: „Die Vergünstigungen der Ehrenamtskarte würden erfahrungsgemäß durchschnittlich einmal im Monat genutzt. Sie führt aber auch zu Werbeeffekten, mit denen zusätzliche Nutzer gewonnen werden könnten“. Die Ehrenamtskarte könne für die Verbandsgemeinde Unkel zu einem prestigekräftigen Marketinginstrument werden. Die von der Staatskanzlei ausgestellten Karten werden von den teilnehmenden Kommunen an die Ehrenamtlichen überreicht.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte auf dem diesjährigen Ehrenamtstag am 14. September in Worms die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte bekannt gegeben.

Die Ehrenamtskarte kann erhalten, wer mindestens 16 Jahre alt ist und sich durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert und dafür keine pauschale finanzielle Erstattung erhält.

Zur Einführung der Ehrenamtskarte ist ein Beschluss der kommunalen Gremien erforderlich. Die Kosten für die Herstellung der Ehrenamtskarte trägt vollständig das Land Rheinland-Pfalz. Es gewährt Inhabern der Ehrenamtskarte ebenfalls Vergünstigungen bei Landesreinrichtungen.

Pressemitteilung

Bürgerstiftung Unkel

„Willy-Brandt-Forum“

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