Pastor Klemens Hombach zelebrierte seine Abschiedsmesse in Linz
Ehrenring der Stadt verliehen
Linz. Vor drei Wochen hatte sich Förderverein Sankt Martin mit einem Konzert von Pfarrer Klemens Hombach verabschiedet. Am Sonntagnachmittag nun zog der Geistliche zu seiner letzten Eucharistiefeier als Pastor der Pfarreiengemeinschaft (PG) Linz in Sankt Marien ein und zwar in dem Gewand mit dem heiligen Martin, das er auch bei seinem ersten Gottesdienst in Linz am 9. September 1997 getragen hatte. Begleitet wurde er bei dem Einzug nicht nur von etlichen Fahnenträgern und von allen Messdiener aus der großen PG. Neben Diakon Eberhard Roevenstrunk, mit dem Klemens Hombach die von den Kirchenchören Cäcilia Linz und Sankt Michael Ohlenberg sowie von der Linzer Band „Lyra“ um Johannes Antweiler musikalisch gestalteten Messe zelebrierte, nahmen an dieser auch der stellvertretende Dechant Christian Scheinost, sein französischer Freund Pfarrer Bernard Scher, sein Nachfolger Peter Strauch, Pfarrer in Ruhe Alfons Birrenbach, Kooperator Patrick Ringhausen, Subsidiar Arno Lutz Henkel sowie die Gemeindereferentinnen Eva Desch und Ursula Monter teil. Zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter aus allen Gemeinden um die Vorsitzende des Pfarreienrates Gabi Schmitz sowie den 2. Vorsitzende des Kirchengemeindeverbandes, Toni Stümper, seine evangelischen Kollegen Christoph Schwaegermann und Bernd Peters sowie den Leiter der Freikirchlichen evangelischen Gemeinde, Joachim Koopmann, Vertreter der Vereinen und aus der Politik, allen voran Landrat Rainer Kaul, Verbandsbürgermeister Hans-Günter Fischer und Stadtbürgermeister Hans Georg Faust, konnte Klemens Hombach in bis auf den letzten Platz besetzten Kirche begrüßen.
Weihespruch
„Der alte Pfarrer geht. Schließlich bin ich ja fast 70 Jahre alt. Aber mein letzter Gottesdienst hier in dieser Funktion erfüllt mich mit Wehmut“, gestand Klemens Hombach ein.
„Ich habe hier eine Weggemeinschaft gefunden, in der ich mich angenommen, geborgen gefühlt habe“, so der Domkapitular. „Haltet fest an Christus dem Herrn, der Mitte eures Lebens“, gab Klemens Hombach den Gottesdienstteilnehmer abschließend mit seinem Weihespruch mit auf den Weg.
Zuhören und Verständnis
In seiner kurzen Amtszeit habe er nicht vollends ergründen können, wie Klemens Hombach es geschafft habe, die Schäfchen seiner Herde und darüber hinaus auch die Menschen, denen die Kirche fremd geworden sei, für sich und den Glauben einzunehmen, gestand Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust ein, der nach Christian Scheinost, Gabi Schmitz und Toni Stümper, Christoph Schwaegermann sowie dem VG-Chef und dem Landrat die erfolgreiche Arbeit des Seelsorgers Revue passieren ließ. „Zuhören und Verständnis, Geduld und Beharrlichkeit, Augenzwinkern und Lebenserfahrung, aber auch Freude am Leben, das alles macht Ihr Wesen aus“, so der Stadtchef.
„Mein Vorgänger Adi Buchwald hat mir aufgetragen, etwas zur konstruktiven und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Pfarrei und der Stadt zu sagen, zum Zusammenwirken der sakralen und profanen Kräfte“, so Hans Georg Faust. So sei dem Geistlichen die Verantwortung für den sehr pflegeaufwändigen Friedhof an Sankt Martin durch die Umwandlung in den Tilman-Joel-Park an die Stadt abzugeben.
Diese habe im Wissen ihre Schätze der Stadt und ihre historische Bedeutung dazu beigetragen, diese zu sichern und zu erhalten. Hans Georg Faust überreichte abschließend dem Pfarrer den Ehrenring der Stadt. Diesen ziert das Wappen mit den Rosenblättern, dem Stern und dem Kreuz des großen geistlichen Linzer Rechtsgelehrten und Diplomaten Tilman Joel. Die Vorbildfunktion großer Persönlichkeiten verleihe seines Erachtens einem Ring mehr Wärme und Charakter als die Abbildung eines Stadtwappens, das auch Briefpapier, Krüge und Aschenbecher schmücke, so Faust. Außerdem erhielt der Pfarrer noch eine Collage von Klaus Krumscheid, in welcher er Künstlermotive aus allen Kirchen der Pfarreiengemeinschaft rund um die „Anbetung der Hirten“ gruppiert hat. Anschließend gab es ein Begegnungsfest auf dem Kirchenvorplatz.
