Lokalsport | 07.05.2014

Doppeltitel für Heidi Wunner bei den Deutschen Meisterschaften im Tischtennis

Ein Aufschlagfehler verhindert den Sieg im Einzel

Nun fliegt die Rheinbreitbacherin nach Neuseeland zur Senioren-Weltmeisterschaft

Aushängeschild des SV Rheinbreitbach: Heidi Wunne.privat

Rheinbreitbach. Es fehlte nicht viel, dann wären die Deutschen Meisterschaften im Tischtennis bei den Senioren zum kompletten Triumph für die Rheinbreitbacherin Heidi Wunner geworden. Nach dem souveränen Gewinn des Doppeltitels an der Seite von Margret Tepper (Weseler SV) in der Klasse Ü 75, fehlte im Endspiel des Dameneinzels am Wochenende in Bielefeld nur eine Winzigkeit zum Titelgewinn. Ausgerechnet ein Aufschlagfehler brachte die Entscheidung zugunsten von Lore Eichhorn vom TV Schwetzingen im entscheidenden fünften Satz. In den verschiedenen Altersklassen waren insgesamt rund 500 Spieler am Start, darunter viele ehemalige Bundesliga- und Nationalmannschaftsspieler.

„Damit habe ich nie und nimmer gerechnet“, staunte die Spielerin des SV Rheinbreitbach selbst ein wenig über ihre herausragende Leistung bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Denn während sie in den vergangenen Jahren auf europäischer Ebene bereits drei Mal das Podest erklommen hatte, langte es bei den Deutschen Meisterschaften bislang nur ein einziges Mal zu einem dritten Platz im Mixed.

„Schon in den Gruppenspielen der Einzelkonkurrenz habe ich gemerkt, dass es richtig gut lief“, so Wunner. Mit nur einem einzigen Satzverlust und drei gewonnen Spielen unterstrich sie schon in der Vorrunde eindrucksvoll, dass sie auch mit den arrivierten Spielerinnen locker mithalten kann. In der KO-Runde folgten dann zwei weitere deutliche 3:0-Erfolge, bevor sie dann im Duell gegen ihre Doppelpartnerin Margret Tepper im Halbfinale erstmals richtig gefordert wurde und Nervenstärke beweisen musste. Die Entscheidung fiel schließlich im fünften Satz. Der allerdings ging klar an die Rheinbreitbacherin, die ihr Spiel in der entscheidenden Phase umgestellt hatte und vor allem in der Offensive deutlich mehr riskierte.

Das Endspiel schließlich entwickelte sich zu einem echten Krimi, bei dem sich keine Spielerin bis zum letzten Ballwechsel einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Fast schon ein wenig tragisch endete die Begegnung schließlich im alles entscheidenden fünften Satz ausgerechnet nach einem leichten Aufschlagfehler von Wunner mit 11:9 für Eichhorn, die die Farben des baden-württembergischen Tischtennisverbandes vertrat. „Beim letzten Aufschlag hätte ich vielleicht etwas weniger riskieren sollen“, ärgerte sich die Rheinbreitbacherin, die sich aber auch über den zweiten Platz riesig freute.

Viel Zeit zum Nachdenken blieb ohnehin nicht, denn in der Doppelkonkurrenz zählte die SVR-Spielerin mit ihrer Partnerin Margret Tepper zum erweiterten Favoritenkreis. „Dass es am Ende so glatt laufen würde, hat mich dann doch schon ein wenig erstaunt“, so Wunner. Bis zum Endspiel gab es nur einen einzigen Satzverlust. Im Finale ließen Wunner und ihre Partnerin von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger die Platte verlassen wird. Immer wieder brachten sie ihre Gegnerinnen mit druckvollem Angriffsspiel in Verlegenheit und sicherten sich mit einem klaren und auch in dieser Höhe verdienten 3:0 Erfolg den Doppeltitel gegen Erika Schätzler/Regina Isernhagen.

„Jetzt werde ich erst einmal ein paar Tage ausspannen“, so Wunner, die mit ihrem Doppeltitel und dem zweiten Platz im Einzel nun auch bei den Deutschen Meisterschaften ihren Medaillensatz komplettiert hat. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt allerdings nicht, denn die nächsten Herausforderungen stehen bereits vor der Tür. Am Mittwoch geht es mit dem Flugzeug auf die andere Seite des Erdballs nach Neuseeland zu den Senioren-Weltmeisterschaften. „Das Turnier und die Zeit dort werde ich einfach nur genießen“, erzählt die 75-Jährige. Wer Wunner allerdings kennt, der weiß, dass sie ihre sportlichen Ambitionen nie so ganz aus den Augen verliert.

Aushängeschild des SV Rheinbreitbach: Heidi Wunne.Foto: privat

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