Allgemeine Berichte | 01.05.2014

TC Blau-Weiß St. Katharinen richtete die 28. Deutschen Meisterschaften im Garde- und Schautanz aus

Ein „Augenschmaus der Extraklasse“

Etwas mehr ausgerechnet hatten sich die „Blue Flames“ bei ihrem Schautanz mit Hebefiguren. DL

Sankt Katharinen. Ein Augenschmaus der Extraklasse erwartete die Freunde des Garde- und Schautanzsports am Wochenende in der neuen Sporthalle Sankt Katharinen, in die der gleichnamige Deutsche Verband eingeladen hatte. Von Freitag bis Sonntag fanden jeweils zwei Veranstaltungen dort statt, vormittags der in diesem Jahr erstmals ausgetragene DVG-Pokal, der für die Plätze sechs bis zehn der Qualifikations-Rangliste ins Leben gerufen worden ist, ab Mittag starteten dann die besten fünf Teilnehmer der Quali-Rangliste im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Gastgeber war der TC Blau-Weiß Sankt Katharinen, dessen Vorsitzender Martin Hausen mit einem 15-köpfigen Orga-Team die Großveranstaltung intensiv vorbereitet hatte. Erwartet wurden täglich rund 600 Aktive aus ganz Deutschland, nicht eingerechnet die zahlreichen tanzsportbegeisterten Zuschauer.

In der Schülerklasse der bis Elfjährigen vertraten die „Blue Diamonds“ am Freitagvormittag den Gastgeber zunächst bei „Schautanz Modern“, bei dem sie auf Rang fünf landeten. Erheblich erfolgreicher absolvierten sie den „Gardetanz Marsch“, bei dem sie durch Genauigkeit und Schnelligkeit der Bewegungen den zweiten Platz beim DVG-Pokal errangen. Den verpassten am frühen Samstagnachmittag die „Blue Magics“ um Haaresbreite, allerdings landeten sie mit Bronze noch auf dem Siegertreppchen. Aber das Hauptaugenmerk der Truppe um Trainer Martin Hausen galt ja auch dem „Schautanz mit Hebefiguren“, zu dem sich etliche Ehemalige relativ kurzfristig zusammengefunden hatten. Zunächst aber galt es für das Gardetanzpaar Lea Rombach und Tobias Schmahl, nach der Vize-Europameister und Deutschen Vizemeister des Vorjahres ihr Können erneut unter Beweis zu stellen. Und wieder mussten sie sich mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben, ging der Titel doch an Jana Schmitt und Kilian Kuhn vom JTSC Dettelbach.

TV Lauingen tantze in einer „anderen Liga“

Dann endlich wurden die Preisrichter für den „Schautanz mit Hebefiguren“ ausgelost und den Zuschauern vorgestellt, die längst die Halle bis auf den letzten Platz besetzt hatten, darunter natürlich viele Anhänger des Gastgebers, die miterleben wollten, wie die „Blue Magics“ nach dem Titel greifen würden. Dabei mussten die Kathringer als erste Gruppe auf die Bühne, die mit 4,60 Meter Höhe für diesen Wettbewerb genau genommen sogar noch etwas zu niedrig war. Zu „Music was my first love“ startete der Gastgeber furios, um kurz danach nach dem Hit „Itt’s raining men“ die Weather Girls Lügen zu strafen. Aber schon bei der nächsten Gruppe „Tanztreu“ vom TV Lauingen dämmerte es selbst den noch so euphorischsten Lokalpatrioten, dass es mit der Deutschen Meisterschaft für die Kathringer wohl nicht werden würde. „Diese Truppe hat mit ihren Spitzenturnerinnen, gepaart mit tänzerischem Potenzial, eindeutig in einer ganz anderen Liga getanzt“, gestand Martin Hausen neidlos ein, dass die durchgängige Note eins aller Juroren ohne Zweifel berechtigt war.

Das half ihm und seiner Truppe aber nicht über die Enttäuschung hinweg, dass es selbst mit der Vizemeisterschaft im Schautanz nichts wurde. Die ging an die „New Dimension“ vom Show- und Akrobatikverein Velden, der seinem Namen hinsichtlich der Akrobatik alle Ehre machte, wo hingegen die kurzen Schrittfolgen zwischen den zugegebenermaßen spektakulären Hebefiguren den Namen Tanz wohl kaum verdient hatten. Da mussten sich die „Blue Magics“ eben am späten Abend beim „Gardetanz mit Hebefiguren“ schadlos halten. Die Grafinger Faschingsbären mussten sich mit der Vizemeisterschaft begnügen. Mit dieser deutschen Meisterschaft hatte der Samstag dann doch noch ein versöhnliches Ende gefunden.

Nun wartet alles auf die „Blue Flames“ um Trainerin Britta Baumann –Peikert und Co-Trainerin Madeline Büsch. Am Vormittag traten sie beim Schautanz „Charakter“ mit ihrer Geschichte „Das Experiment“ an und ließen dabei weder der „Nanny“ des TSC „Dance Inspiration“ aus Großbottawar-Oberstenfeld auch nur den Hauch einer Chance, den Pokal aus Sankt Katharinen zu entführen, noch den Bodenheimer Schautänzern, die baten „Mama mach die Augen auf!“.

„Blue Flames“ siegten souverän im „Garde Marsch“

Aber es sollte für die „Blue Flames“ noch besser kommen: Waren sie beim „Garde Marsch“ im Vorjahr bei der Deutschen Meisterschaft noch auf Rang sechs gelandet, so belegten sie in diesem Jahr in der Rangliste den ersten Platz, sodass sie aussichtsreicher Anwärter auf den Titel waren. Hinsichtlich des Ideenreichtums bei den Schritt- und Battementvariationen und der Vielfalt der exakt vorgetragenen Marschformationen konnten weder die „Ortegas“ aus Dettelbach und die „Firestars“ aus Eschborn nach die „Little Tigers“ vom TSC Schwarz-Gold Frankfurt, ja selbst die Mini Delphines“ aus Steinheim den „Blue Flames“ nicht das Wasser reichen, die souverän Deutscher Meister wurden.

„Die Jugend hat alles rausgerissen“, fand Martin Hausen am Montag doch zu einem versöhnlichen Resümee, auch wenn er, nicht ganz unverständlich, immer noch ein wenig mit dem Lospech bei den Festlegungen der Juroren für den Schautanz mit Hebefiguren haderte. Eins aber werden ihm alle Teilnehmer an der 28. deutschen DVG-Meisterschaft attestiert haben: Als Gastgeber und Organisatoren waren die Blau-Weiß Kathringer absolut weltmeisterlich.

Neidlos akzeptierte der Gastgeber die Spitzenleistung der Tänzerinnen aus Lauingen.

Neidlos akzeptierte der Gastgeber die Spitzenleistung der Tänzerinnen aus Lauingen.

Etwas mehr ausgerechnet hatten sich die „Blue Flames“ bei ihrem Schautanz mit Hebefiguren. Fotos: DL

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