Kölner Weihbischof spendet in Erpel das Sakrament der Firmung
Ein Leben im Einklang mit Gott
Erpel. Neunzehn junge Katholiken aus dem Seelsorgebereich Unkel empfingen in der Erpeler Pfarrkirche St. Severin vom Kölner Domkapitular Ansgar Puff das Sakrament der Firmung.
Durch Handauflegung und Salbung vollzog der erst im Herbst vergangenen Jahres neu installierte Weihbischof der Erzdiözese Köln an ihnen diesen alten Ritus der katholischen Kirche. Zuvor hatte er in seiner Ansprache über seine ganz persönliche Glaubenserfahrung gesprochen und dabei den Ton der Jugendlichen sehr genau getroffen. Er erinnerte sie daran, dass sie nun mit ihrer Firmung - anders als noch bei ihrer Taufe - zu „mündigen Christen“ würden, die sich frei und selbstverantwortet für ihren Glauben entscheiden. Dabei bekämen sie mit der Firmung - dem Sakrament des Heiligen Geistes - drei besondere Gaben geschenkt: Zum einen die Sicherheit im Glauben gegen die vielen kleinen Zweifel, zum anderen die Sensibilität für die Spuren Gottes in der Welt, zum Dritten die Fähigkeit, selbst tiefer und intensiver lieben zu können.
„Einen jungen Christen erkennt man nicht auf den ersten Blick“, erklärte Ansgar Puff seinen jugendlichen Zuhörern aus den Pfarrgemeinden Rheinbreitbach, Unkel und Erpel. „Er unterscheidet sich zunächst rein äußerlich nicht von allen anderen, trägt dieselbe Kleidung, hört dieselbe Musik, treibt dieselben Sportarten wie viele seiner Gleichaltrigen“, betonte der Bischof. Aber bei wichtigen und elementaren Entscheidungen weiche ein Christ vom sogenannten Mainstream ab und schwimme gegen den Strom, wenn er sich beispielsweise für Schwächere mutig und beherzt einsetze. Für einen Christen sei dabei kein Gruppenzwang, sondern allein Christus Maßstab für sein Denken und Handeln.
Über ein dreiviertel Jahr lang hatten sich die jungen Katholiken im Alter zwischen fünfzehn und siebzehn Jahren intensiv auf dieses Sakrament der Firmung vorbereitet. Dabei tauschten sie sich in vielen regelmäßigen Gruppenstunden zusammen mit ihren Firmkatecheten über die Grundlagen ihres christlichen Glaubens aus. Nach diesem Prozess unter dem Motto „Reflektiere, was du glaubst“ haben sich die sechzehn Mädchen und drei Jungen schließlich ganz bewusst für ein Leben als Christ oder Christin entschieden.
