Ein Punkt wäre verdient gewesen
Fußball-Rheinlandliga: VfB Linz - SG Bad Breisig 0:1 (0:0)
Linz. In einem Nachholspiel der Fußball-Rheinlandliga unterlag der VfB Linz auf eigenem Gelände der ebenfalls abstiegsbedrohten SG Bad Breisig unglücklich mit 0:1 (0:0). In einer temporeichen und gutklassigen Begegnung tasteten sich beide Teams zunächst eine Viertelstunde lang ab und danach wurde es lebhafter. Die erste Torgelegenheit für die Gäste besaß der Ex-Linzer Ilkay Keskin (17.), der mit einem sehenswerten 20-Meter-Distanschuss die Oberkante des VfB-Tores traf. Sein Mannschaftskollege Gökhan Acar hatte zehn Minuten später Pech, als VfB-Keeper Sebastian Seitz seine Direktabnahme mit einer artistischen Faustabwehr entschärfte. Dann kam die Zeit der Schopp-Schützlinge: Ein Schuss von der Strafraumgrenze des Linzer Björn Schneider musste Gästeabwehspieler Marco Liersch per Kopf auf der Torlinie klären, der auch in 41. Minute im Mittelpunkt des Geschehens stand. Einen von seinem Fuß abgefälschten Linzer Schuss holte SG-Torwart Michael Prangenberg mit einer Glanzparade aus dem Toreck.
Nach Wiederanpfiff fast der Führungstreffer für die Einheimischen, aber Michael Siebert köpfte den Ball völlig frei stehend in die Arme des Breisiger Keepers Prangenberg. Die Gäste von der anderen Rheinseite machten es in der 57. Minute besser. Nach einem groben Abwehrfehler in der Linzer Hintermannschaft war Gästeangreifer Thomas Kunik zur Stelle und markierte die schmeichelhafte 1:0-Führung für seine Farben. In der Folgezeit gewannen die Linzer an Überlegenheit gegen eine Bad Breisiger Mannschaft, die kräftemäßig sichtlich abbaute. Trotz großem Einsatzwillen fehlte dem VfB-Team die nötige Durchschlagskraft, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Siebert und der eingewechselte Giovani Lubaki hätten aber durchaus den verdienten Ausgleich perfekt machen können.
„Wir haben einen ganz schlechten Kick abgeliefert“, wollte Gästetrainer Thomas Remark nichts beschönigen. „Wichtig sind einzig und alleine die drei Punkte.“
Im Lager der Linzer konnte Mirko Schopp nur zum wiederholten Mal feststellen: „Wir hätten heute mindestens einen Punkt verdient gehabt. Wir haben diesmal sogar richtig gut nach vorne gespielt.“
VfB Linz: Seitz, Siljkovic, Siebert, Hammerstein (31. Bürder), Hoffmann, Baars, Knopp (46. Stüber), Schneider, Ceylan, Krupp (68. Lubaki), Böcking. LS