Erster Unkeler Christkindlmarkt lockte Hunderte von Besuchern an
Ein himmlisches (Vor-)Weihnachtsfest
Veranstalterin Birgit Koernig bescherte den Gästen „heimelig und familiär“ ein dreitägiges Programm
Unkel. In eine große „Weihnachtsbäckerei“ verwandelten die Kindergartenkinder der Kulturstadt Unkel mit dem Lied von Rolf Zuckowski am frühen Freitagnachmittag den Willy-Brandt-Platz. Auf dem hatten sie geduldig gewartet, bis endlich das Christkindl mit seinem Gefolge einzog. „Ich bin froh, dass ich auf meine Engelchen gehört habe und beim ersten Unkeler Christkindlmarkt dabei bin“, erklärte Melissa Schumacher, die beim „Christkindl-Casting“ die Nase vorn gehabt hatte, bevor sie die Veranstaltung für eröffnet erklärte.
Altstadt verwandelte sich in ein Weihnachtsdorf
„Ich freue mich unheimlich, dass so ein gelungenes Festival wie der erste Christkindlmarkt, der sich vom Neven-DuMont-Platz bis zum Eschenbrenderplatz zieht und damit fast die gesamte Altstadt in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf verwandelt, erstmals von Birgit Koernig mit unheimlicher Professionalität organisiert worden ist“, verkündete Stadtbürgermeister Gerhard Hausen den Besuchern, die sich zwischen den Ständen mit Schmuck, modischen Accessoires und weihnachtlicher Dekoration um die Linde auf dem Unteren Markt geschart hatten. In deren Ästen hingen ebenso Geschenkpakete wie in der großen Tanne, neben der sich das nostalgische Kinderkarussell drehte, dessen Pferdchen nicht lange auf mutige Reiter warten mussten, während der ehemalige „Heintje aus dem Vorgebirge“, der Entertainer Many Lohmer, mit „Leedcher zur Weihnachtszick“ die Bühne übernahm, auf der es am Abend „Sam Cheanz and the Blue denims“ rockig zuging.
Die Begeisterung des Stadtchefs hatte am Samstagnachmittag noch zugenommen. „Die Resonanz war ja gestern schon ganz toll, aber was sich heute hier abspielt, ist einfach unbegreiflich“, beschrieb er die Menschenmassen, die sich auf den beiden Plätzen der Stadt drängten. Birgit Koernig sei es getreu dem Motto des Christkindlmarktes „Heimelig, familiär und kunstvoll“ gelungen, etwa neben dem FC Unkel um Patrizia Flottmann, Anne Dutreux und Angelina Hake, die Gastronomie und die Kunsthandwerker, die an Ständen oder in ihren Geschäften ihre Artikel anbieten, in die Veranstaltung einzubinden, lobte er die Veranstalterin. Da hatte gerade die Gitarrenklasse von Michael Hommerich die Bühne der Gruppe „Seytenspiel“ überlassen, die Adventslieder von der Grünen Insel und Melodien aus den schottischen Highlands zum Besten gab.
Internationales kulinarisches Angebot
Vorbei an dem großen Stand, der gegenüber dem historischen Schau-Weinberg Christrosen neben mit Weihnachtsdeko und Teakschalen anbot, pilgerten immer weiter Besucher auf den Willy-Brand-Platz zu. Über dem lag der Duft von Crèpes und Reibekuchen, türkischen Spezialitäten und Glühwein, dem die Besucher auch auf dem Oberen Markt angesichts fast schon frostiger Temperaturen fleißig zusprachen.
Dort sorgten eine große Gulaschkanone, Chili con Carne und Champignon-Pfännchen dafür, dass die Besucher bei Kräften blieben, während in dem großen Himmelszelt kleine Christkindl-Handwerker dem Spielzeug-Hersteller Karl Zimmermann nacheiferten, neben dessen Schaukelelefanten schwere Holzlastwagen und Puppenhäuser auf Abnehmer warteten. Nicht minder emsig wurde in der Weihnachtsbäckerei gearbeitet, in der Hubert Lanz und Michael Knäpper mit Nachwuchsbäckern Teig ausrollten und zu Glocken-, Tannenbaum- und Engelchen-Plätzchen ausstachen, die nach dem Backen mit bunten Zuckerstreuseln dekoriert wurden.
Angelockt von den hohen Tönen, mit denen sich Keye Katcher, der „Paradiesvogel“ von „The Voice of Germany“ 2012, eingehüllt in einen dicken Pelzmantel warm sang, verließen etliche Besucher den Eschenbrender Platz.
Eingeschworene Wintersportler verließen die Eisstockbahn, die gegenüber vom „Kleine Schulz“ aufgebaut war, erst, als wieder „Sam Cheanz“ mit den „Blue Denims“ rockig die Regie übernahm. „Auch morgen sind die 14 Stände wieder ab 11 Uhr geöffnet, und nur eine Stunde später hat der Nikolaus seinen himmlischen Besuch beim Christkindl und seinem Gefolge angesagt“, so Birgit Koernig, deren Engagement sich angesichts der überwältigenden Resonanz und der begeisterten Kommentare der Besucher mehr als ausgezahlt hatte und das nicht nur für die sozialen Einrichtungen und Projekte, die schon zwei Wochen vor Heiligabend bei einer Spende beschenkt wurden.
Wie im Handwerker-Himmelszelt wurde auch in der Weihnachtsbäckerei eifrig gearbeitet.
