Thomas Ottersbach beendete alle kommunalpolitischen Aktivitäten
Eine Ära ging zu Ende
Unkel. Seinen Stuhl im Verbandsgemeinderat hatte Thomas Ottersbach bereits geräumt, auf der jüngsten Sitzung des Unkeler Stadtrats Anfang voriger Woche legte er nun auch sein Amt als Erster Beigeordneter nieder. „Thomas Ottersbach hat nach einer krankheitsbedingten Pause den Entschluss gefasst, eine Vielzahl seiner verantwortungsvollen Ämter abzugeben. Zudem wird er in diesen Tagen mit seiner Familie in ein neues Haus nach Rheinbreitbach umziehen“, bedauerte Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, denn: „Der heutige Abschied stellt für die Stadt einen wirklichen Verlust dar. Wir verlieren mit Thomas Ottersbach eine ungewöhnlich vielseitige, ungewöhnlich fleißige und engagierte Politiker-Persönlichkeit!“ Über Jahrzehnte habe der Sozialdemokrat seine vielseitigen Begabungen in das kulturelle und speziell musikalische Leben von Unkel eingebracht und mit seinen Ideen wesentlich die kommunalpolitische Entwicklung mit bestimmt, hob der Stadtbürgermeister hervor. Vereinstätigkeit und Feste, Thomas Ottersbach war keine Aufgabe zu viel. Er gehörte mit zu den Begründern von Bürgerinitiative wie dem Förderverein Freibad Unkel und hat die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt über Jahren verantwortlich gemanagt. Dabei kannte man Thomas Ottersbach auch anders und das nicht nur während der Fünften Jahreszeit, wenn er als Frontman der „Ratsherren“ die Säle zum Kochen brachte, sodass nicht einmal sein „Ice cream“ für ausreichend Abkühlung sorgte. Gerhard Hausen überreichte seinem scheidenden Stellvertreter ein Weinpräsent. Rote Rosen gab es für diesen von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Elke Schmitz, während der CDU-Fraktionsvorsitzende Knut von Wülfing sich auf das Insiderwissen seines Parteifreundes Engelbert Wallek verließ, kannte das „Trömmelche“ der „Ratsherren“ sehr genau die von Thomas Ottersbach bevorzugte Getränkemarke. Bereits in der zurückliegenden Session hatten die „Gute-Laune-Musiker“ aus Unkel auf ihren Frontman verzichten müssen, der sich nach seinem Rückzug aus der Politik und seinen vielen Ehrenämtern als gläubiger Katholik mehr in der Kirche engagieren will.
