Rückblick des Möhnen-Clubs Erpel 1935 e.V. auf den Karneval 2015
Eine kurze, aber schöne Session
Erpel.Am Sonntag vor Weiberfastnacht ließen sich die Möhnen nach der „Kölschen Mess“, beim anschließenden Stadtsoldatenbiwak, in deren beheiztem Zelt nieder. Dort wurde gemütlich ein Süppchen verzehrt und noch lange zusammengesessen.
An Weiberfastnacht-Donnerstag fand nach dem morgendlichen Wecken im Ort und den nachfolgenden Besuchen von Schule und Kindergarten ab 15 Uhr die diesjährige Möhnensitzung im Erpeler Bürgersaal statt.
Zum 70-jährigen Jubiläum wurden die Besucher durch lustige Clowns mit bunten Luftballons empfangen. Sie entpuppten sich als Möhnen im diesjährigen Motto-Kostüm. Nach der Begrüßung durch Sitzungspräsidentin Annelie Busse-Reffgen und der Ehrung der Ehrenmöhnen Inge Dümpelfeld (25 Jahre), Liselotte Krupp (25 Jahre) und Doris Hopp (30 Jahre) für ihre langjährigen Aktivitäten, zeigten die Clowns (alle Möhnen) ein Tänzchen. Mit auf der Bühne war auch die diesjährige Prinzessin Christiane I., vorerst noch auf einem riesigen Banner im Hintergrund. Die Auswirkungen einer extremen Putzwut zeigten Heike Schlüter und Martina Wilsberg als „Putzteufel“ und machten damit den Eisbrecher. Die „Erpeler Laien“ alias Uschi Krüger, Barbara Siebert, Christa Hoffmann, Heike Schlüter, Ulla Schleiden, Marita Zinkel, Trude Schöne-Warnefeld und Gitti Engels, boten einen Tanz in Schwarzweiß, der mit seiner optischen Täuschung seine Wirkung nicht verfehlte. Plötzlich kam das Siebengebirgs-Prinzenpaar mit einem Kurzauftritt vorbei, um die Möhn Gitti Engels zu überraschen. Anschließend zeigten die Ehrenmöhnen Inge Dümpelfeld, Lilo Krupp und Gerda Ruland mit einem witzigen Vortrag, wie es bei „Gericht“ bei einer Streitigkeit um das liebe Federvieh zugeht. Als beim nächsten Auftritt nach und nach verschiedene Akteure ihre Wünsche äußerten, mit „Wenn ich nicht auf der Bühne wär, was würde ich dann sein“ und schließlich alle gleichzeitig gestikulierten, konnte sich das Publikum vor Lachen kaum halten. Es wunderte sich, dass es keine „Verletzten“ bei den wilden Gesten gab. Mit dabei waren Martina Wilsberg (Polizist), Marita Zinkel (Sportler), Gitti Engels (Maler), Trude Schöne-Warnefeld (Schreiner), Ulla Schleiden (Wäscherin), Barbara Siebert (Ballerina), Heike Schlüter (Boxer) und Uschi Krüger (Mönch).
Anschließend kam ein Höhepunkt, die Sängerin Manuela, alias Helmuth Walbröhl. Sie sang einige Lieder und grüßte auch von ihrer Freundin Andrea Berg als Zugabe. Bei allen Schlagern wurde sofort mitgesungen. Die Kindergarde der GEK zeigte danach ihr Können. Die Gruppe „Silver Dolls“ brachte das Publikum mit einem getanzten, kölschen Potpourri in Stimmung. Bei einer pantomimischen Vorführung machten sich zwei Damen (Uschi Krüger und Ulla Schleiden) im Park „schön“ und nahmen einen Imbiss zu sich. Nach einer kurzen Schunkelpause folgte der Auftritt der Showtanzgruppe Scarabäus aus Eudenbach. Kurz danach fuhr eine Achterbahn durch das Bürgerhaus. Alle Möhnen „saßen“ in einem Wagon und sausten über die Bühne. Die Garde von Blau-Weiß Selhof tanzte und brachte den Saal zum Kochen. Danach enterten die Piraten des Männerballetts „Flying Dancers“ aus Unkel die Bühne.
Die Stimmung war am Höhepunkt, das komplette Publikum wurde mitgerissen und stand auf den Stühlen, als die Erpeler Prinzessin Christiane I. mit Gefolge, in Begleitung der Garden, Stadtsoldaten und dem Tanzpaar, durch beleuchtete Bögen einmarschierte. Sie wurde in Heimatort und ihrem Verein so überragend empfangen, das sie total überwältigt von dieser Stimmung im Saal und auch von der Deko im Hintergrund war. Die Prinzessin hielt eine Rede, bedankte sich für den tollen Empfang. Dann übernahm Uwe Kochems das Kommando, ließ die Tänze vorführen und läutete damit auch den Abschluss des Abends ein. Nach dieser gelungenen Sitzung, mit guter Publikumsstimmung, wurde dann noch lange weiter gefeiert.
Mit sehr viel Spaß nahmen die Möhnen am Karnevalsumzug am Sonntag in Erpel teil. Traditionell gingen sie am Montag, wahrscheinlich ein letztes Mal mit dem „Bär“, durch das Dorf. Am Dienstagabend wurde dann “Om Maat“ die Prinzessin aus den eigenen Reihen mit verabschiedet und eine kurze, aber schöne Session ging zu Ende. Wer Lust hat, das traditionsreiche und lustige Vereinsleben zu unterstützen und dabei mitmachen möchte, ist sehr willkommen und kann sich gerne melden, ruhig auch zusammen mit mehreren „Mädels“.
