Politik | 13.05.2014

Hans Georg Faust geht als einziger Kandidat in die Bürgermeisterwahl in Linz

„Einen Parteienstreit können wir uns nicht erlauben“

Die Altstadt muss wieder belebbar gemacht werden und der Jugend etwas bieten

Hans Georg Faust hat große Pläne für Linz. DL

Linz. Anders als in den benachbarten Städten Unkel und Bad Hönningen tritt in Linz mit Hans-Georg Faust nur ein einziger Kandidat an, um Stadtbürgermeister Adi Buchwald zu beerben, der nach 25 Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidiert.

Der promovierte Mediziner war ab 1980 Leitender Arzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Kreiskrankenhaus in Bad Harzburg, das er von 1984 bis 1998 als Ärztlicher Direktor leitete. Dort in Niedersachsen sammelte der gebürtige Hesse auch erste Erfahrungen in der Kommunalpolitik, gehörte er doch 13 Jahre lang der CDU-Stadtratsfraktion an, bevor er 1998 in den Deutschen Bundesstag einzog, dem er drei Legislaturperioden angehörte, zuletzt von 2005 bis 2009 als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit. Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag arbeitete Hans Georg Faust als Berater im Gesundheitswesen. Von 2011 bis kurz vor seiner Wahl als erster Stadtbeigeordneter Ende vorigen Jahres war er als politischer Koordinator beim AOK-Bundesverband angestellt. „Wenn man im Leben so viel Glück gehabt hat wie ich, muss man auch etwas an die Allgemeinheit zurück geben“, begründet Hans Georg Faust sein Engagement trotz seines Rentenalters. Die Stadt sei ein Juwel, aber das kostbare Schmuckstück habe an Glanz verloren. Entsprechend müsse man es wieder in Form bringen, wenn auch in moderner Fassung.

„Ich verleugne meine politische Herkunft keineswegs, aber angesichts der bestehenden Probleme in der Stadt können wir uns einen Parteienstreit gar nicht erlauben. Wenn wir Linz lebenswert gestalten wollen, geht das nicht mit einer knappen Parteimehrheit“, so Hans-Georg Faust. An dieser Gestaltung des neuen Linz-Bildes müssten vor allem auch die Bürger beteiligt werden. Dabei gelte es, bei der Erarbeitung des Langzeitkonzeptes „Linz 2014“ auch, bewährte Dinge zu bewahren wie den hervorragenden Schulstandort, das hochwertige Gesundheitsangebot mit Ärzten und dem Krankenhaus oder die gute Verkehrsanbindung, damit Linz seiner Aufgabe als Mittelzentrum weiter gerecht werden könne.

„Auch wenn man heute in größeren Strukturen denken und über den Tellerrand hinausblicken muss, die Linzer Altstadt hat natürlich ihren ganz besonderen, zentralen Stellenwert“, so der Bürgermeister-Kandidat, der außer von der Linken von allen Fraktionen mitgetragen wird. Die Altstadt dürfe nicht nur als Kulisse für Veranstaltungen gesehen werden, sondern müsse wieder belebbar gemacht werden. Dies könne nur gelingen, wenn Erhaltbares saniert werde, gleichzeitig aber auch Häuser, die nicht mehr zu retten seien, modernem Wohnraum, Platz machen würden, der sich natürlich in das Stadtbild harmonisch einfügen müsse. „Gerade weil wir in einer alternden Gesellschaft leben, dürfen wir die Jugend nicht vergessen, für die Linz auch etwas bieten muss“, so Hans-Georg Faust, der nach seiner Wahl den breiten Dialog mit allen Linzern suchen will.

Hans Georg Faust hat große Pläne für Linz. Foto: DL

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