Allgemeine Berichte | 16.04.2013

Osterseminar zum Thema „Geschichte unterschiedlicher Frauen(-bewegungen)

Errungenschaften, Wissen und Forschung von Frauen

Austausch, neue Ideen und Erholung durch UTAMARA Seminare

Die Teilnehmerinnen am Osterseminar beschäftigten sich auch mit Themen wie Gewalt an Frauen. privat

Kasbach-Ohlenberg. In dem Osterseminar zum Thema „Geschichte unterschiedlicher Frauen(-bewegungen)“ haben Feministinnen Hürden und Möglichkeiten des Auf- und Ausbaus von praktischer und theoretischer Frauenarbeit diskutiert.

Nach der anschaulichen Einleitung mit der Darstellung der Frauengeschichte im Neo- und Mesolithikum einer Mitarbeiterin der Bildungsstätte in das dreitägige Programm analysierten die Teilnehmerinnen Kämpfe, Bedürfnisse und Zwänge von Frauen in verschiedenen Epochen, dem Mangel von Frauen in der Darstellung der Geschichte und den Auswirkungen für Frauen heute. Ein besonderes Anliegen war es den Frauen, junge Frauen darin zu stärken, sich gegen den heutigen Sexismus wehren zu können, bevor es zu schmerzhaften Gewalterfahrungen kommt. Intensiv wurde diskutiert, wie Frauen aller Generationen, Herkünfte, Bildungsstände und Lebenserfahrungen trotz der Unterschiede gemeinsam für eine gewaltfreie Gesellschaft kämpfen können. Es wurde insbesondere Wert auf die gemeinsame Arbeit und Angebote für Frauen vieler Länder gelegt.

Kurdische Frauen und Kinder aus Duisburg haben sich aktiv dem Thema „Frauenbewegungen und die heutige Rolle der Frau in der Gesellschaft“ unter dem Aspekt der Geschlechterverhältnisse gewidmet. Sie befassten sich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen insbesondere Ehrenmorde, Vergewaltigungen, Frauen und Kinder als Opfer von Kriegen. Sie erörterten intensiv die zahlreichen vorherrschenden harten Regeln für Frauen in südlichen, asiatischen und afrikanischen Ländern sowie im Mittleren Osten. Zum Abschluss diskutierten die Frauen sehr lebhaft über mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation von Frauen und Kindern und der Schaffung einer Gleichstellung zwischen Frau und Mann in allen Kulturen und Religionen.

In beiden Gruppen hatten die Frauen eine grundlegende Gemeinsamkeit: Frauenprobleme sind keine privaten oder sozialen Probleme, sondern es handelt sich um ein gesellschaftspolitisches Problem

Ein Ergebnis beider Diskussionsgruppen war, dass künftig ein breiteres und intensiveres, regionales und überregionales Engagements von Frauen nötig ist, um diese gesellschaftlichen Probleme wie Gewalt gegen und Benachteiligung von Frauen zu lösen. Und um die besonderen Schwierigkeiten und der Isolation von Migrantinnen und jungen Frauen anzugehen.

Neben diesem intensiven Erfahrungsaustausch haben die Frauengruppen jeweils gemeinsam mit den Kindern, die Umgebung erkundet. Während der Seminare wurde eine Kinderbetreuung organisiert. In der Freizeit haben Frauen und Kinder die gemeinsamen Spaziergänge zur Erpeler Ley und an den Rhein genossen. Aber auch in den Pausen gelangten die Gespräche der Frauen immer wieder zu den Seminarthemen und möglichen Lösungen für diese gesellschaftlichen Probleme zurück.

Die Teilnehmerinnen am Osterseminar beschäftigten sich auch mit Themen wie Gewalt an Frauen. Foto: privat

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