Leubsdorfer Frauenchor Chorallen trat im Sankt Antoniusstift auf
Es regnete chorallenrote Rosen
Linz. Chorallenroter Rosenregen lautete der Titel des Programms des Leubsdorfer Frauenchores Chorallen. Sie traten im Sankt Antoniusstift in Linz am Rhein auf. Mit einem irischen Segenswunsch eröffneten die Leubsdorfer Chorallen (Sängerinnen) ihr diesjähriges Programm. Direkt daran schloss sich aus aktuellem Anlass, im Hinblick auf das Geschehen in Paris, eine Schweigeminute an. Gekonnt schlug danach die Moderatorin einen Bogen zum folgenden Programm. Mit Charme und Schwung führte Kalinka Herz durchs Programm und kündigte oft augenzwinkernd die jeweiligen Titel an. Axel-E. Hoffmann, der die Frauen schon seit der Gründung des Chores leitet, dirigierte gewohnt sicher und gefühlvoll und hatte seinen Chor stets im Blick. Mit András Orbán hatten die Chorallen einen Pianisten an Ihrer Seite, der sie einfühlsam begleitete und sich Ihren und Hoffmanns musikalischen Interpretationen stets gekonnt anpasste. Sein virtuoses Klavierspiel konnte er mit zwei solistischen Einlagen von Schubert und Liszt darbringen, sehr zur Begeisterung des Publikums. Andrea Krentscher, selbst Sängerin im Chor, bereicherte den Gesang mit ihrem gefühlvollen Querflötenspiel. Die Chorallen boten mit Ihrem Programm einen bunten (Rosen-) Strauß an Melodien. Ob aus Südamerika oder Irland, ob auf Französisch, Englisch, Spanisch oder Deutsch, das Repertoire war breit gefächert und hielt gekonnt die Waage zwischen ruhig und unterhaltsam. Die Rose war der sprichwörtliche rote Faden durch das Programm. Ob als Symbol der Liebe in „The Rose“, als schöner Bestandteil von Armstrong´s „Wonderful World“ oder als der fundamentale Wunsch, vom Leben alles Wunderbare erwarten zu wollen (Für mich soll´s rote Rosen regnen), immer wieder tauchte sie auf. Doch nicht nur singend wussten die Chorallen zu begeistern, immer wieder waren auch Tanzeinlagen und Choreografien in die Stücke eingearbeitet.
Der Saal tobte
Spritzig und witzig kamen Lieder von Nina Hagen „Du hast den Farbfilm vergessen“, „Schuld war nur der Bossa Nova“ und „Un poquito cantas“. Unter die Haut gingen Stücke wie „Blowing in the wind“ von Bob Dylan, „Vois sur ton chemins“, „California Dreamin`“ und „What a wonderful world“. Das Publikum lauschte gefesselt und einige Male auch entfesselt. Dann konnte und durfte es nämlich auch mitsingen, was den Saal wirklich zum Toben brachte. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es ein rundum gelungenes Konzert war. Der Abend stellt unbestreitbar einen der bisherigen Höhepunkte dar im musikalischen Wirken der Frauen. Singen macht Freude. Das konnte man allen Sängerinnen und dem Dirigenten an diesem Abend ansehen und natürlich auch hören. Wer auch Freude am Singen und der Geselligkeit hat: Interessierte sind bei den Chorallen willkommen. Die Proben finden Dienstags von 20 Uhr bis 21.30 Uhr im Bürgerhaus Leubsdorf statt. Nähere Infos unter Tel. (0 26 35) 92 13 70 oder chorallen@web.de.
