Allgemeine Berichte | 12.09.2014

Unkeler Wein- und Heimatfest

Farbenfroher Festzug und beste Stimmung

Kurz vor dem Tanz stellten sich die amtierenden Weinmajestäten mit Bürgermeister Gerhard Hausen, Landrat Rainer Kaul und VG-Chef Karsten Fehr dem Fotografen.DL

Unkel. Unterstützt von Weinköniginnen der Region hatte der Unkeler Stadtbürgermeister Gerhard Hausen das Wein- und Heimatfest der Kulturstadt Unkel am Rhein auf dem Willy-Brandt-Platz eröffnet, der sich in ein Weindorf verwandelt hatte. Bacchus Jörg Schröder hat seinen Einfluss bei seinem Bruder Apoll geltend gemacht, der mit seinem Sonnenwagen für so spätsommerliche Temperaturen gesorgt hat, dass bis spät in die tiefe Nacht ausgelassen gefeiert werden konnte. Die Band „Barbados“ übernahm wieder die Unterhaltung.

Noch vor der Zepterübergabe am Samstag an Burgundia Nina I. (Schmitz) regnete es leider. „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, intonierten die Bläser der KG. Mit etwas Verspätung trauten sich die von den Offizieren der Scheurener und Unkeler Junggesellen eskortierten Majestäten mit Gerhard Hausen auf den Festplatz, der von seinen Kollegen aus den Partnerstädten Kamen, Hermann Hupe, sowie Michau Deptuch aus Sulecin/Polen und Frank Steffen aus Beeskow/Brandenburg sowie von Festmoderator Markus Winkelbach begleitet wurden. „Ihr habt Unkel mit Herz und Charme überregional hervorragend vertreten, eine tolle Werbung für unsere idyllische Kulturstadt“, verabschiedete Gerhard Hausen zunächst die Burgundia 2013, Michelle I. (Welsch) mit ihren Weinprinzessinnen, Schwester Svenja und Freundin Johanna (Boendgen), um dann Weinkönigin Nina I. das Zepter als Zeichen ihrer Macht zu übergeben. Nachdem Markus Winkelbach die amtierende Burgundia mit ihren Weinprinzessinnen Lara (Odenthal) und Verena (Braun) samt Bacchus vorgestellt hatte, verkündete die neue Majestät ihren Weinspruch: „Oh edler, goldner Unkler Wein, gereift an sonn’gen Rebenhängen, erhebt das Glas, stoßt mit mir an, die Alltagssorgen zu verdrängen!“ Dann folgte der Eröffnungswalzer zur kleinen „Winzerin vom Rhein“ mit dem Stadtbürgermeister, während sich Hermann Hupe mit Weinprinzessin Verena und Frank Steffen mit Weinprinzessin Lara im Dreivierteltakt drehten und ihr polnischer Kollege sich Ex-Weinprinzessin Johanna widmete. Da schien bereits wieder die Sonne.

Zunächst wurde im Weindorf gefeiert, wobei die Band „Zündstoff“ für Stimmung sorgte. Eine kleine Ruhepause verschaffte ihr das obligatorische Höhenfeuerwerk.

Den Festzug am Sonntag nach dem Konzert des Bruchhausener Blasorchesters wollten sich viele Gäste ansehen. Alles andere als „Kornblumenblau“, wie das Bläsercorps suggerierte, war der Himmel. Dicht drängten sich die Zuschauer, als der Festzug Aufstellung auf der Promenade nahm und dumpfe Böller das Nahen des Weinschiffs von Nina I. ankündigten, für das der Verein „Touristik&Gewerbe“ ein nagelneues Segel gestiftet hatte. Eskortiert von den Offizieren der Junggesellen verließ die Burgundia mit ihren Weinprinzessinnen das Schiff. In Empfang genommen wurden von Bürgermeister Gerhard Hausen, Landrat Rainer Kaul und VG-Chef Karsten Fehr, die sie über die Treppe des Anlegers hinauf zu ihrem Prunkwagen geleiteten, den sie durch das lange Spalier ihrer „Herzblättchen“-Winzerinnen erreichten. Angeführt wurde der Festzug von dem Stadtwappen-Wagen, dem kleine Winzerinnen und Winzer des städtischen Kindergartens folgten. Der „T&G“ hatte seinen Motivwagen dem Myriameterstein 47 gewidmet, der dank der Restaurierung durch den Verein seit April dieses Jahres am nördlichen Rheinufer der Stadt wieder in neuem Glanz erstrahlt. Auch die Heisterer Möhnen zollten Weingott Bacchus als Winzerinnen ihre Reverenz, der vor ihnen von seinem Prunkwagen zwischen Weinfässern und dem Unkeler Pütz stehend grüßte. Die „Sonnenberg“-Grundschüler zogen vor der Scheurener Jubiläums-Weinkönigin 1969, Brigitte Becker, im Zug mit, während die Dorffrauen Scheuren ihr per Pedes das Geleit gaben. Mit dabei war auch Gold-Burgundia Ursula Winzen, gefolgt von der Jubiläumsweinkönigin vor 25 Jahren, Burgundia, Claudia Bornheim, die hinter ihren Ehrendamen Silvia Schmitz und Petra Neubarth in einem Burgunderkelch thronte.

Der Geschichtsverein Unkel schickte seine komplette Altrock-Theatergruppe ins Rennen, der die Nachwuchs-Winzer vom Kindergarten Sankt Pantaleon Scheuren folgten. In Lese-Helfer hatten sich die Junggesellen von Unkel und Scheuren verwandelt. Stürmisch gefeiert wurden Fußgruppen wie Prunkwagen und Musikgruppen. Später auf dem Festplatz verließ die Burgundia ihren Wagen und lud das Volk nach dem Fähndelschwenken der Fähnriche zu einem „Schluckerl Wein“ aus ihrem Burgunderglas oder dem ihrer Weinprinzessinnen ein. Dann übernahmen die „Bläserfreunde“ Niederdollendorf mit Rhein-/Weinliedern die Unterhaltung im Weindorf, in dem selbst lange nach dem offiziellen Ende einige Gäste noch an den Weinständen dem göttlichen Getränk zusprachen. DL

Vor dicken Weinfässern stehend, die er am Unkeler Pütz mit „Rotem“ gefüllt hatte, grüßte Bacchus sein weinseliges Völkchen beim Festzug.

Vor dicken Weinfässern stehend, die er am Unkeler Pütz mit „Rotem“ gefüllt hatte, grüßte Bacchus sein weinseliges Völkchen beim Festzug.

Kurz vor dem Tanz stellten sich die amtierenden Weinmajestäten mit Bürgermeister Gerhard Hausen, Landrat Rainer Kaul und VG-Chef Karsten Fehr dem Fotografen.Fotos: DL

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