Als letzte Kommune der Verbandsgemeinde hatte Unkel zum Martinszug eingeladen
Farbenprächtige Laternen sorgten für ein Lichtermeer
Unkel. Die Stadt hatte die kleinen Laternenträger aufgerufen, zu Ehren des späteren Bischofs von Tours durch die Straßen der Stadt zu ziehen. Lange vor 17.30 Uhr waren die ersten Lampions auf dem großen Parkplatz vor der Grundschule am Sonnenberg zu sehen. Auch am Stand des Fördervereins wurden erste Vorbereitungen getroffen, um rechtzeitig die Siedewürstchen mit Brötchen erhitzen zu können, für die der Förderverein des städtischen integrativen Kindergartens nebenan Gerstensaft und Glühwein für die Erwachsenen und Kinderpunsch für die kleinen Gäste bereit hielt.
Schilder mit den Klassenzahlen zeigten den Grundschülern, wo sie sich sammeln sollten. Immer mehr Eulen in viereckeigen Käfigen kamen bei der 1a zusammen, während die Schüler der 2b die an sich als weise geltenden Nachtvögel „frei fliegend“ mit sich führten. Nicht weit von ihnen entfernt, schwebten bei der 3b kleine Gespenster in weißen Gewändern fahl beleuchtet durch die Dunkelheit, während sich bei der 4b dickbauchige Paradiesvögel breit machten. Dann endlich traf auch der römische Offizier auf seinem Pferd ein. Unmittelbar vor den Wackelzähnen des Kindergartens gliederte er sich in das Lichtermeer ein, an dessen Ende die kleinsten Laternenträger Monde und Sterne erstrahlen ließen. „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Da oben, da leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir“, sangen die Kinder, die bei ihrem Martinszug trocken blieben. Entsprechend fröhlich spielten auch das Bläserkorps der KG, das Unkeler Tambourcorps „Rheinklänge“ und die Schalmeienbläser des TC Ockenfels auf. Der Martinszug endete wieder auf dem Parkplatz, an dessen hinteren Ende das Martinsfeuer entzündet wurde, nachdem die Kinder ihren Martinswecken erhalten hatten.
