50. Nikolauslauf der TuS Erpel
Favoritensiege zum Jubiläum
Birgit Lennartz und Dominik Fabianowski Gesamtsieger
Erpel. Bis weit ins Tal erstreckte sich die Schlange der geparkten Autos die Serpentinen von der Erpeler Ley hinab am Sonntagmittag, hatte der TuS Erpel doch wieder zu seinem traditionellen Nikolauslauf eingeladen, der dieses Jahr sein Goldenes Jubiläum feiern konnte. Im Gegensatz zu der Premiere 1964, als anhaltender Regen den Boden der Strecke, die damals noch über 12.000 Meter vom Basaltplateau hoch über dem Rhein bis zum Auge Gottes führte extrem aufgeweicht hatte, war es am Sonntag durchweg trocken und dies bei ausgesprochen milden Temperaturen. Sogar die Sonne ließ sich einige Male über dem Rheintal sehen, sodass die Läufer ihre Nikolausmütze gar nicht erst anzogen.
„Wir sind durch den Verein einer unserer Töchter auf den Nikolauslauf aufmerksam geworden “, berichtete die Neuwiederin Katharinen Jessen, während Pressewartin Ingrid Horn gerade die erste Ladung Heetzmänner in der Grillhütte neben den kleinen süßen Schoko-Nikoläusen verstaute. Sie wurden Zeugin, wie sich Stefan Schikalla wie schon in den Vorjahren in Namenspatrons samt Hirtenstab und Bischofsmütze verwandelte. Bewaffnet mit dem Geschenksack voller Süßigkeiten machte er sich auf den Weg zum Start auf der großen Wiesen, von der Josef Schmitz die Langstreckenläufer pünktlich um 12 Uhr auf die sechs großen Waldrunden schickte. Von den gemeldeten Zeiten her war Dominik Fabianowski vom ASV Köln dieses Jahr der Favorit, zumal der Bonner Lars Haferkamp, der die letzten beiden Nikolauskäufe gewonnen hat, dieses Jahr nicht dabei sei. Mit dabei, wenn auch ohne Chancen auf den Sieg, war dagegen wieder der Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel. Ganz anders die Mehrfach-Siegerin Birgit Lennartz von der LLG Sankt Augustin, die wie der Kölner auch für die Mittelstrecke gemeldet war. Von Beginn an stellt Dominik Fabianowski unter Beweis, dass er auf einen klaren Sieg aus war. Schon nach einer Runde hatte der 24-Jährige vor der Vorfolgergruppe mit Daniel Weiser (214), dem Vorjahresdritten Lothar Wyrwoll (191) und Marc Schmitz (203) einen Vorsprung von gut 30 Sekunden herausgelaufen. In 31:23 Minuten siegte er vor Lothar Wyrwoll von der SSG Königswinter, der sich mit 33:26 Minuten im vergleich zum Vorjahr um über 90 Sekunden verbessert hatte. Drei Sekunden nach ihm kam Marc Schmitz von dem 7G runergy Laufteam durchs Ziel, der Daniel Weiser (M35) mit 33:29 Minuten eine Sekunden hinter sich gelassen hatte.
Favoriten gewannen
Wie der junge Kölner wurde auch die Läuferin Birgit Lennartz (W45) aus Sankt Augustin ihrer Favoritenrolle gerecht. In 40:50 Minuten siegte sie vor Alexandra Franzen (W35) vom LC Euskirchen (41:20) und Silke Giershausen (W40) vom TV Eiche Bad Honnef (43:56).
Seine läuferische Überlegenheit stellte Dominik Fabianowski auch über die 3.150 Meter lange Mittelstrecke unter Beweis, die er in nur 10:05 Minuten absolvierte. Damit ließ er Jonas Hebchen (U20) von der SSG Königswinter 40 Sekunden hinter, der in 10:45 zwei Sekunden vor Thomas Reuter vom LT SV Westum durchs Ziel ging.
Geschlagen geben musste sich dagegen Birgit Lennartz auf der Mittelstrecke. In 13:48 Minuten unterlag sie der jungen Läuferin Sandra Teller (U18) die ihr mit 13:19 fast eine halbe Minute angenommen hatte. Den 3. Rang belegt Alexandra Merl (W40) von der LG Rhein-Wied in 13:56, während Luise Schreiner-Senk vom TuS Erpel bei den W55 in 18:22 den ersten Platz belegte. Der Wanderpokal in der Mannschaftswertung ging an die SSG Königswinter mit 1.973 Punkten vor dem VfB Linz (1.846) und dem SV Windhagen (1.161). Insgesamt nahmen 54 Vereine am Nikolauslauf teil. 274 Läufer erreichten das Ziel, darunter 111 Kinder im Alter bis 11 Jahren und 29 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahren. Bei den Senioren kamen die meisten Teilnehmer mit 21 Läufern von der SSG Königswinter, bei den Schülern mit 27 Teilnehmern die meisten vom VfB Linz.
