Husarencorps Grün-Weiss Linz 1965 e.V.
Fulminanter Start in die Jubiläums-Session
Linz. Das Linzer Traditionscorps Husaren Grün-Weiss Linz 1965 e.V. feiert in dieser Session seinen 50. Geburtstag. Die Feierlichkeiten starteten mit der jährlichen Sessionseröffnung im grün-weiß geschmückten Saal des Hotels Weinstock in Linz. Ist diese Feier sonst eigentlich eine interne Veranstaltung, so hatte man in diesem Jahr neben zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft auch Abordnungen aller Linzer Corps sowie weiterer befreundeter Corps geladen. Nach der offiziellen Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Frank Reufels startete sogleich das abwechslungsreiche und gut organisierte Programm.
Der Kölner Solotrompeter Lutz Kniep hatte eine Lasershow mit Motiven des Traditionscorps sowie der Stadt Linz choreografiert und brachte den Saal mit seinen traumhaften Klängen zu Standing Ovations. Unter dem Eindruck dieser Bilder erklangen alsbald die Landsknechttrommeln des corpseigenen Musikzugs, und es folgte der Einmarsch desselben mit dem Vorstand. Von der Bühne grüßte Kommandant Nihat Kökce von einem schwarzen Hengst in Lebensgröße. Ein kleiner Vorgeschmack auf den Rosenmontagszug. Die Senatoren überbrachten als erstes Geschenk des Abends eine neu gesetzt und gerahmte Gründungsurkunde, die durch Senatorenvertreter Wolfgang Brockhaus verlesen wurde.
Anschließend übernahm Kommandant Nihat Kökce in gewohnt souveräner Art die Moderation des Abends. Zunächst standen die zahlreichen Ehrungen an. So durften neben vier neuen inaktiven Mitgliedern, die den Corpsorden erhielten, auch zwei neue aktive Kameraden vereidigt werden. Alexander Trude und Marc Wilsberg legten den Fahneneid Art souverän ab. Anschließend wurden geehrt: Bernd Elsler für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft, Manuel Lütz für 15 Jahre, Jürgen Manz und Hajo Marx für 20 Jahre sowie Stefan Kirschbaum und Otto Stümper für 30 Jahre. Vor dem nächsten Höhepunkt im Programm gab es noch zahlreiche Gratulationen der Ehrengäste an das Jubiläumscorps.
Mit dem Einmarsch des Jubiläumsprinzen Tobi I. vun de jröön-wiesse Husarenfamilich mit seinen Brüdern und Adjutanten Holger und Hendrik starte dann das Programm von einem Höhepunkt zum Nächsten. Mit einem Vortrag über die Vorzüge der einzelnen Corpsmitglieder konnte das Dreigestirn schnell das Publikum amüsieren, und mit ihrem Prinzenlied begeistern die drei seit ihrer Proklamation. Einzug hielt dann eine wahre Stimmungskanone des Kölner Karnevals - Martin Schopps resümierte die Erfahrungen eines Lehrers mit den heutigen Schülern sowie deren Elementarwissen. Ohne Zugaben konnte ihn das Publikum nicht entlassen. Nun folgte die Laudatio auf die vergangenen 50 Jahre Corpsgeschichte, vorgetragen im Wechsel durch Kommandant Nihat Kökce und den 1. Vorsitzenden Frank Reufels.
Mit dem Einmarsch des Tanzpaars Sarah Korf und Genadi Winnekes begannen nun die corpseigenen Auftritte. Die beiden zeigten einen blitzsauberen Tanz. Der Musikzug gab anschließend ein Potpourri zum Besten und holte ehemalige Musiker des Corps auf die Bühne. Mit dem Tanz der Männertanzgruppe, unterstützt durch Mariechen Sarah, folgte der nächste Höhepunkt. Die Musikwahl zum Tanz „Steh auf, mach laut“ spiegelte die Emotionen der Gruppe wieder. Neben diversen Flugeinlagen wurden auch wieder zahlreiche Hebefiguren und -bilder in den Tanz integriert. Als Zugabe gab es dann mit Prinz Tobi I. sowie seinen Adjutanten den Prinzen-Rap. D
Weitere Ehrungen standen nun an: Neue Mitglieder des Förder- und Freundeskreises wurden mit dem zugehörigen Orden geehrt. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Erfried Gäbler und Rolf Rombach ausgezeichnet. Und dann gab es noch zwei Überraschungen: Patrick Stein, letztjähriger Adjutant und langjähriges aktives Mitglied der Männertanzgruppe, wurde zum Offizier ernannt. Den erstmals verliehenen Kameradschaftsorden erhielt Jürgen Manz. Die Damen des Corps hatten zum Jubiläum sowie zu Ehren des Prinzen ebenfalls eine tänzerische Reise durch die Corpsgeschichte einstudiert und konnten diese unter kräftigem Beifall präsentieren.
Zum Abschluss brachte dann die beliebte Gulaschkapell nochmals ein musikalisches Feuerwerk auf die Bühne.
Der ganze Saal ging mit und ließ die Jungs ohne doppelte Zugabe nicht von der Bühne. Mit den Schluss- und Dankesworten des 1. Vorsitzenden Frank Reufels endete das offizielle Programm, und der gemütliche Ausklang erfolgte mit so manchem Kölsch an der Theke.
