FC Unkel 1980
Fußballfamilie feierte Gründungsfest
Neu beim FC Unkel 80: Futsal - spannender und fairer Hallensport
Unkel. Vor 34 Jahren, genau am 11. Januar 1980, wurde der FC Unkel 80 aus der Taufe gehoben. Seit ein paar Jahren lässt es sich Vorsitzender Dieter Wallek nicht nehmen, aus diesem Anlass zum Gründungsfest einzuladen. Auf den Tag genau am 11. Januar gab es im Vereinsheim am Sportplatz wieder das gemütliche Beisammensein bei deftigen Speisen und gepflegten Getränken. Und wieder hieß es, wie so oft bei solchen Anlässen: „Weißt Du noch…?“. Da werden schöne Erinnerungen wach und aufgefrischt an früher Erlebtes.
Neues aber gab es auch zu vermelden: Bei der am Freitag, 31. Januar, 19.30 Uhr, im Vereinsheim anstehenden Jahreshauptversammlung des Fußball-Clubs soll ein weiterer verdienter Sportsmann zum Ehrenmitglied ernannt werden. Neu auch: Der bisherige Partner FV Rot-Weiß Erpel hat die lange Zeit bestehende Spielgemeinschaft aufgekündigt. Nicht zuletzt deshalb und als Schritt in eine neue Ära hat sich der FC Unkel 80 offiziell bei den Futsal-Meisterschaften Mittelrhein angemeldet. Der FC ist somit Vorreiter im Fußballverband Rheinland, in welchem ein Spielbetrieb in dieser Sportart noch nicht existiert. Abteilungsleiter Stephan Lehmann erläuterte den aufmerksamen Gästen, worum es dabei geht. Schnell stand fest: Es sieht aus wie Hallenfußball, ist es auch und unterscheidet sich dennoch erheblich vom herkömmlichen Hallenfußball.
Die Futsal-Mittelrhein-Liga , in der der FC Unkel 80 gestartet ist, nimmt mehr und mehr Fahrt auf.
Die steigende Beliebtheit des Futsal, der inzwischen von der FIFA anerkannten offiziellen Variante des Hallenfußball, ist auch im Rheinland mehr und mehr zu spüren. So ist es gelungen, eine Futsal-Verbandsliga auch im Fußballverband Mittelrhein ganz offiziell an den Start zu bringen. Zum Auftakt gehörten sechs Mannschaften dieser Liga an: die Futsal Panthers aus Köln mit der ersten und zweiten Mannschaft, Atlético Köln 96, die Bonner Futsal Lions (Bonner SC), der FC Unkel 80 und Schwarz-Rot Aachen 06. Noch ein paar Grundregeln für alle, die Futsal noch nicht so gut kennen: Gespielt wird in der Halle auf einem Feld, welches in etwa die Ausmaße eines Handballfeldes vorweist. Auch hier gibt es - wie im Fußballsport auch - Mindest- und Höchstmaße. Dieses Feld wird nur durch Linien und nicht durch Banden begrenzt ist. Geht der Ball aus, wird das Spiel mit einem „Ein-Kick“ fortgesetzt. Jede Mannschaft hat einen Torwart und vier Feldspieler. Zwei Schiedsrichter leiten das Spiel auf dem Feld, am Spielfeldrand werden sie von einem weiteren Schiedsrichter, der die Teamfouls notiert und einem Zeitnehmer unterstützt. Eine wichtige Grundregel des Futsal ist die besondere Betonung des fairen Spiels. Grätschen am Mann sind strikt verboten - sie werden mit einem kumulierten Foul (Teamfoul) geahndet. Nach fünf Foulspielen eines Teams in einer Halbzeit, die einen direkten Freistoß zur Folge haben (kumulierte Foulspiele) erhält der Gegner einen Strafstoß aus zehn Metern Entfernung. Regelverstöße innerhalb des Strafraums werden hingegen mit einem Strafstoß aus sechs Metern Entfernung geahndet. Bei Spielunterbrechungen wird die Zeit angehalten. Jede Mannschaft kann eine Auszeit von einer Minute pro Halbzeit nehmen. Das Spiel dauert zweimal 20 Minuten. Da es sich hier um eine sogenannte „Netto-Spielzeit“ handelt, kann es durchaus vorkommen, dass eine Begegnung einschließlich der Halbzeitpause letztendlich bis zu zwei Stunden dauert.
Die Mannschaft trainiert montags in der Halle der Stefan-Andres-Regionalen-Schule (über dem Hallenbad) in der Zeit von 20.30 bis 22 Uhr. Interessenten sind gerne willkommen.
