kfd Rheinbreitbach
Gelungene Tagesfahrt nach Kempen
Rheinbreitbach. Vor Kurzem brachen 44 Mitglieder und Gäste der kfd zur Tagesfahrt nach Kempen am Niederrhein auf. Doch vor dem Aufenthalt in der mittelalterlichen Stadt hatten die Götter, in diesem Fall eher die Berufspendler, mehrere Staus gestellt, so dass man erst nach dreistündiger Fahrt, aber doch gut gelaunt und erwartungsvoll in Kempen ankam, wo bereits die Stadtführerinnen am Burgplatz warteten. Der Zufall wollte es, dass eine Führerin Rheinbreitbach gut kannte, hatte sie doch fünf Jahre hier gelebt. Der Rundgang durch die Altstadt musste leider aufgrund der verspäteten Ankunft verkürzt werden, die Gruppe wurde aber durch viele interessante Informationen zur Geschichte und wunderschöne idyllische Sträßchen mit einer Vielzahl von sehenswürdigen Patrizierhäusern und Fachwerkbauten, die meisten unter Denkmalschutz stehend, entschädigt. Beispiele dafür sind das Haus Horten als imposanter Ziegelbau in der Kuhstraße ebenso wie die Fachwerkhäuserzeile der Alten Schulstraße, die 1609 in einem Zuge erbaut und von Handwerkern bewohnt wurde. Die in den Sechzigerjahren durchgeführte Altstadtsanierung hat tatsächlich historisches Erbe und modernes Flair zu einer harmonischen Atmosphäre vereint. Kempens berühmtester Sohn gab der Thomasstraße den Namen: Thomas a Kempis (1380 -1471). Sein bekanntestes Werk von der „Nachfolge Christi“ gilt als das meistgelesene Buch nach der Bibel. Die Kempener haben eine Straße nach ihm benannt und ihm 1901 auf dem Kirchplatz ein Denkmal errichtet. Ein Denkmal ganz anderer Art schmückt den Buttermarkt: Hier sind Szenen des Martinfestes in Bronze gegossen zu bewundern. Das Martinsfest mit dem Martinszug, dem immer circa 4.000 Kinder folgen, gilt als das schönste der Umgebung und zieht jährlich etwa 30.000 Besucher an.
Voll mit Eindrücken und zerzaust vom kalten Wind kehrte die Gruppe dann in der Traberklause zum Mittagessen ein. Das Haus ist mit seiner Ziegelfassade auf dem Fachwerkmauerwerk das älteste mit einem sechsstufigen Steingiebel versehene Wohnhaus der Stadt. Am Nachmittag gab es noch reichlich Gelegenheit, einige Ecken der Stadt auf eigene Faust zu erkunden, die vielen kleinen charmanten Geschäfte zu durchstöbern und sich mit einem heißen Kaffee aufzuwärmen. Nun ging es per Bus weiter zur Keksfabrik de Beukelaer, wo sich viele im Werksverkauf mit Keksen und Süßigkeiten eindeckten. Schließlich startete der Bus zur Heimfahrt, das Nadelöhr Köln verlangte zumindest von der Busfahrerin Geduld und Fahrkunst, während die Fahrgäste zufrieden die Fahrt Revue passieren lassen konnten.
