Tolle Schülerarbeiten verewigt
Gelungenes Gemeinschaftsprojekt
Norbert Boden und Wolfgang Diegmann vom Kunstverein besuchten das Martinus-Gymnasium Linz und überreichten den Schülern, die am Projekt „Rheinschiene“ teilgenommen hatten, den Ausstellungskatalog
Linz. Mit Geschenken war der Vorsitzende des Linzer Kunstvereins, Norbert Boden, zusammen mit dem Vorstandsmitglied Wolfgang Diegmann am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien in das Martinus Gymnasium Linz (MGL) gekommen. Begrüßt wurden die beiden dort während der ersten großen Pause im Ausstellungsraum „Muse“ von Schulleiter Thomas Finkeldey-Schmacke, der zusammen mit Kunstlehrer Josef Pröls zahlreiche Schüler dorthin begleitet hatte, die sich Mitte des Jahres an dem Ausstellungsprojekt „Rheinschiene“ beteiligt hatten.
„Aus Anlass unseres fünfjährigen Bestehens hatten wir dieses Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen, zu dem unter anderen auch Ihre Gymnasiasten zusammen mit Schülern der berufsbildenden Alice Salomon-Schule zahlreiche Arbeiten beigesteuert hatten“, berichtete Norbert Boden dem neuen Schulleiter. Da etliche Schüler bei der Ausstellungseröffnung im Juli nicht anwesend gewesen seien, würde der Verein nun die Gelegenheit wahrnehmen, sich bei ihnen mit dem Ausstellungskatalog für ihr tolles Engagement zu bedanken. In diesem Katalog seien neben den Arbeiten der Künstler auch die während der „Rheinschiene“ gezeigten Linz-Fotografien von Gebäuden Ende des 19. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus dem Fundus des Linzer Stadtarchivs zu sehen, die das Buch zu einem wahren Geschichtsschmöker machen würden, erklärte der Vorsitzende des Kunstvereins.
„Im Schuljahr 2014/15 hatten sich unsere Schüler der Orientierungsstufe mit den Ordnungs- und Wirkmöglichkeiten von Farben beschäftigt“, erinnerte Josef Pröls. Entstanden seien dabei Urwald- und Unterwasserbilder, bei denen der Umgang mit Farbnuancen und -kontrasten ausprobiert worden sei, während die Schüler in Bildern einer stürmischen See Linien als Gestaltungsmöglichkeiten eingesetzt hätten, um mit ihnen Bewegung zu verdeutlichen. „Im Rahmen des Landesprogramms ‚Jedem Kind seine Kunst’ hatte die Klassenstufe 6 zudem mit der Künstlerin Gudrun Hermen Tast- und Fühlbücher gestaltet, bei den Sachverhalte oder Geschichten mit verschiedenen Materialien visuell und haptisch dargestellt worden sind“, so der Künstler aus Dattenberg.
Die 8. Klassen hatten Tontiere und abstrakten Wandprojekte aus Pappe beigesteuert, die Neuner die Linolschnitte und Pappmaschee-Comicfiguren.. „Die Entwürfe der Oberstufe zur Wandgestaltung der Fußgängerunterführung im Norden von Linz, die vom großen Parkplatz an der B 42 zur Innenstadt führt, und die nach Begutachtung durch den Stadtrat umgesetzt worden sind, kann man ja heute noch bewundern“, schwärmte Norbert Boden von dem Unterfangen , dort durch künstlerische Gestaltung der Wände wildem Graffiti-Sprayen entgegenzuwirken. Dort seien Phänomene aktueller Jugendästhetik aufgegriffen und künstlerisch umgesetzt worden, ergänzte Josef Pröls, nach dessen Schätzung sich insgesamt rund 100 Gymnasiasten an der „Rheinschiene“ beteiligt hatten.
„Für unsere Schüler ist es schon sehr wichtig, dass sie jetzt auch eine Rückmeldung erfahren“, hob Thomas Finkeldey-Schmacke hervor. Natürlich sei das Linzer Gemeinschaftsprojekt lange vor seiner Zeit als Schulleiter des MGL ins Leben gerufen worden. Da er aber großen Wert auf die Kooperation mit schulfremden Institutionen wie eben dem Kunstverein lege, sei er an einer zukünftigen Zusammenarbeit mit diesem wie auch mit anderen Linzer Schule sehr interessiert, versicherte er. Restlos begeistert von den Schülerarbeiten wiederum zeigte sich Wolfgang Diegmann. Ein durchaus vergleichbares Gemeinschaftsprojekt mit Linzer Bürgern und Schülern habe der Kunstverein auch für 2016 bereits ins Auge gefasst. „Ich gehe davon aus, dass wir das Konzept Anfang Januar erarbeitet haben und es dann vorstellen können. Wir hoffen, dass wir dann nicht nur Leerstände, sondern auch noch genutzte Räume in der Innenstadt mit Kunst bespielen können, wobei wir nicht nur finanziell auf die Unterstützung der Stadt vor allem von Bürgermeister Hans Georg Faust setzen“, erklärte Norbert Boden.
