Politik | 08.02.2014

Linzer Bürgerinitiative und Verbandsgemeinden wehren sich gegen Bahnlärm

Gemeinsamer Widerstand gegen die Diskriminierung der Region Linz

BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V. und Bürgermeister der Verbandsgemeinden im Dialog mit der Bahn

Die Gesprächsteilnehmer (von links) Dieter Sander (Ortsbürgermeister Kasbach-Ohlenberg), Kurt Pape (Ortsbürgermeister Ockenfels), Ewald A. Hoppen (Vorsitzender BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V.), Jürgen Konz (DB Konzernbevollmächtigter für die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland), Hans-Günter Fischer (Bürgermeister Verbandsgemeinde Linz), Dr. Hans Georg Faust (erster Beigeordneter der Stadt Linz am Rhein) und Frank Tataranni (DB Leiter Produktionsplanung und -steuerung).privat

Linz. Im engen Schulterschluss mit der Linzer Bürgerinitiative gegen Bahnlärm und Erschütterungen hatten kürzlich 15 Bürgermeister aus den Verbandsgemeinden Bad Hönningen, Linz und Unkel auf Initiative des Linzer Verbandsbürgermeisters Hans-Günter Fischer in einem gemeinsamen Protestschreiben bei der Spitze des Bahn-Konzerns massiv eine Fehlentscheidung beanstandet.

Danach sollte der nördliche Teil des Mittelrheins bei Machbarkeitsstudien gegen Bahnlärm sowie personell bei der Besetzung des Projektbeirats „Leiserer Mittelrhein“ ausgeklammert werden. Die Betroffenen sehen ihren bevölkerungsstarken Bereich des Mittelrheins bei einer raschen Lärmminderung in diskriminierender Weise ausgesperrt.

Der Projektbeirat hat Machbarkeitsstudien zur Lärmminderung an der Bahnstrecke rechtsrheinisch von Oestrich-Winkel bis Leutesdorf beschlossen, jedoch nicht für den nördlichen Bereich des Mittelrheins bis zur Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen. Die Machbarkeitsstudien sollen am Beispiel der jeweiligen lokalen Verhältnisse Vorschläge für technische Verbesserungen an der Gleisstrecke mit heute vorhandenen Technologien zur Lärm- und Erschütterungsminderung unterbreiten.

Auf Einladung der Linzer Bürgerinitiative waren Jürgen Konz, Konzernbevollmächtigter der DB AG für Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Dipl.-Ing. Frank Tataranni, DB Netz AG, zu einem fachlichen Meinungsaustausch mit der Bürgerinitiative und den Bürgermeistern der direkt vom Lärm betroffenen Gemeinden gekommen.

Unter Leitung von Bürgermeister Hans-Günter Fischer und des BI-Vorsitzenden Ewald A. Hoppen diskutierten die Bürgermeister Kurt Pape (Ockenfels) und Dieter Sander (Kasbach-Ohlenberg) sowie für die Stadt Linz der erste Beigeordnete Dr. Hans Georg Faust, mit den Vertretern der Bahn die bisher in der Region ausgeführten Maßnahmen sowie die gegenwärtig und zukünftig angestrebten Ziele.

So steht das elektronische Stellwerk in Linzhausen vor der Fertigstellung. Solche Stellwerke ermöglichen laut Frank Tataranni einen Zuwachs im Gütertransport, gleichzeitig aber auch den Ausbau von bis zu 300 Lärm verursachenden Schienenstößen bis Ende dieses Jahres im Linzer Bereich. Unter anderem im Bereich Linzhausen - Wallen seien Schienenstegabschirmungen an den Gleisen eingebaut worden, die etwa 2 dB(A) Lärmverringerung erzielen würden. Für das Jahr 2015 sei eine Gleiserneuerung auf der Strecke Linz - Bad Hönningen von km 119,689 bis km 114,22 geplant. Die Vertreter der Bahn sagten zu, dass hier die neuesten Technologien für Gleise zur Verwendung kommen würden. Als Beispiel nannten sie eine Lärm mindernde Besohlung der Schwellen.

Anliegen wurden mit Nachdruck vorgetragen

Die anwesenden Vertreter der Kommunen und die Bürgerinitiative forderten ihre Gesprächspartner mit Nachdruck auf, sich für die vorgetragenen Anliegen des nördlichen Bereichs einzusetzen. Der Konzernbevollmächtigte Jürgen Konz ist auch Mitglied des Projektbeirates „Leiserer Mittelrhein“.

Ebenfalls wurden generelle Themen diskutiert, wie das Verbot von Graugussbremsen, die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag der Bundesregierung mit der politischen Willenserklärung der Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, die Erfahrungen in der Schweiz und bei sich ergebenden zusätzlichen Gütertransporten die Notwendigkeit von Alternativstrecken.

Nach Ansicht der Bürgerinitiative sollte auch die Idee eines Tunnels zwischen Troisdorf und Wiesbaden verfolgt werden. Diese Fragen betreffen jedoch bei Bahn und Politik andere Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, bei denen es nach Aussage von Ewald A. Hoppen gilt, die Aktivitäten auf diesen Ebenen in geeigneter Weise fortzusetzen.

Mehr Infos unter www.bin-gegenlaerm-vg-linz.de.

Pressemitteilung

BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V.

Verbandsgemeinde Linz am Rhein

Die Gesprächsteilnehmer (von links) Dieter Sander (Ortsbürgermeister Kasbach-Ohlenberg), Kurt Pape (Ortsbürgermeister Ockenfels), Ewald A. Hoppen (Vorsitzender BIN gegen Bahnlärm VG Linz e.V.), Jürgen Konz (DB Konzernbevollmächtigter für die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland), Hans-Günter Fischer (Bürgermeister Verbandsgemeinde Linz), Dr. Hans Georg Faust (erster Beigeordneter der Stadt Linz am Rhein) und Frank Tataranni (DB Leiter Produktionsplanung und -steuerung).Foto: privat

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