Politik | 07.07.2014

Bekämpfung von Springkraut und Riesen-Bärenklau im Kreis Neuwied

Gerodete Pflanzen können in Biotonne entsorgt werden

Kreis Neuwied. Gerodete Neophyten wie Riesen-Bärenklau und Indisches Springkraut können im Landkreis Neuwied problemlos über die Biotonne entsorgt werden. Und auch Eigenkompostierer sollten Samen enthaltende Pflanzenteile besser in die Biotonne geben. Dies teilt die Abfallberatung der Kreisverwaltung Neuwied mit. Als Neophyten werden gebietsfremde Pflanzenarten bezeichnet, die sich nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas, durch den Einfluss des Menschen angesiedelt haben. Einige dieser Neophyten haben eine starke Ausbreitungsfähigkeit und können andere Arten, ganze Lebensräume und schlimmstenfalls sogar die menschliche Gesundheit schwer beeinträchtigen. Der in Deutschland berüchtigtste Vertreter dieser Gruppe ist die Beifuß-Ambrosie. Sie gehört zu den stärksten bekannten Allergieauslösern und kann nicht nur für vorbelastete Menschen wie Asthmatiker eine ernste Gefahr darstellen. „Während die Beifuß-Ambrosie im Landkreis Neuwied zum Glück noch keine nennenswerte Rolle spielt, haben sich bei uns aber mit dem Riesen-Bärenklau und dem Indischen Springkraut zwei andere Arten schon so stark ausgebreitet, dass sich einheimische Arten gebietsweise nicht mehr ohne Hilfe regenerieren können. Dabei kann der Riesen-Bärenklau auch den Menschen erheblich schädigen, wenn die ungeschützte Haut mit Pflanzensaft in Berührung kommt“, unterstreicht der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Achim Hallerbach die Bedeutung einer nachhaltigen Bekämpfung.

Springkraut und Riesen-Bärenklau werden daher durch Kommunen und Naturschutzverbände mit großem und oft ehrenamtlichem Einsatz bekämpft. Dies kann aber nur dann nachhaltigen Erfolg haben, wenn auch die privaten Grundbesitzer mitziehen und diesen invasiven Arten den Kampf ansagen. Dabei stellt sich dann die Frage, wie gerodete Pflanzen, Blüten- oder Samenstände entsorgt werden können, ohne dass eine weitere Ausbreitung zu befürchten ist. Bundesweit im Zusammenhang mit der Beifuß-Ambrosie verbreitete Meldungen, diese müssten in Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden, haben hier zur Verunsicherung beigetragen. Die Neuwieder Abfallberatung hat dies beim Betreiber des Kompostwerkes und bei der Bundesgütegemeinschaft Kompost hinterfragt und kann für den Landkreis eine klare Aussage treffen: Im Neuwieder Kompostwerk werden bei Rottetemperaturen von 60 Grad Celcius sowohl Pflanzen als auch Samen sicher unschädlich gemacht. Im Gegensatz dazu ist die Eigenkompostierung in der Regel nicht dazu geeignet, die Pflanzensamen vollständig abzutöten, so die Abfallberatung. Weiter gehende Fragen rund um die Abfallentsorgung beantwortet die Neuwieder Abfallberatung unter Tel. (0 26 31) 80 33 08.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

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