Die Saarlandstraße wurde eine Woche vor Rosenmontag in „Prinzenallee“ umbenannt
Größte Tollitätendichte in der Bunten Stadt
Nicht nur Prinz Johannes I., sondern auch drei seiner Vorgänger wohnen in der Straße
Linz. Einen Tag nach dem närrischen Wochenende hat die Linzer Tollität Johannes I. am Montagnachmittag die „Prinzenallee“ für den Verkehr freigegeben. Flankiert von seinen Adjutanten Manni und Toni durchschnitt er im Beisein weiterer Karnevalisten ganz in der Nähe seiner zwischen den Kreuzungen mit den Straßen „Im Ellig“ und „Im Wolfsacker“ gelegenen Hofburg das rut-wiess gestreifte Band.
Ausbau der Straße wurde rechtzeitig fertig
In einer geradezu visionären Voraussicht hatte die Stadt Linz bereits 2013 für über eine halbe Million Euro den Ausbau der bis dahin eher recht tristen Saarlandstraße zu einem heute geradezu prachtvollen Boulevard in Angriff genommen. Unbemerkt von Presse und Öffentlichkeit konnte so im Vorjahr die über einen halben Kilometer lange Prachtstraße rechtzeitig vor der Inthronisierung von Prinz Johannes I. fertig gestellt werden, der hier seine Residenz hat. Störende Parkplätze der Anlieger waren dabei eliminiert und dafür einseitig ein Bürgersteig zu einem Gokartbahn-breiten Weg ausgebaut worden, auf dem jetzt allerdings parkende Fahrzeuge den Fußgängern den Platz wieder wegnehmen. Moderne LED-Leuchten, in unterschiedlichen Abständen montiert, tauchen die Straße nachts zudem in ein interessantes Hell-dunkel-Wechselspiel, alles natürlich genau EU-genormt.
„Aber was einfachen Bürgern hochwertig und nobel scheint, ist für einen Linzer Prinzen noch lange nicht gut und würdig genug. Also hat die Saarlandstraßen-Gemeinschaft jetzt den finalen schmuck- und lichttechnischen Ausbau selbst in die Hand genommen“, erklärte der Tollitäten-Nachbar Bernd Gaebler. Hinter dem Schild „Prinzenallee“ an der Einmündung der Straße „Im Ellig“ aufwärts bis zur Einmündung in den Ronigerweg wurden Tausende rote und weiße Wimpel kreuz und quer über die Saarlandstraße gespannt. An jedem einzelnen Leuchtenmast flattert außerdem die Hof-Fahne des Prinzen verbunden mit einer nahezu endlosen Lichterkette aus bunten Birnen in allen Corpsfarben. Auch die Untertanen rechts und links der Straße huldigen Prinz Johannes I. mit vielen individuellen Haus-Ausschmückungen.
Die "Prinzenallee" trägt ihren Namen zurecht
„Das ist eine Prinzenallee, die im weiten Umkreis ihresgleichen sucht und die somit dem Ruf von echten Linzer Strünzern voll gerecht wird“, schwärmte der Prinzenfahrer, der Lücke Hein, selber einst wortgewaltiger Regent der Strünzer. Verdient hatte die Saarlandstraße diese Umbenennung längst, ist in ihr doch die höchste Prinzendichte von ganz Linz zu verzeichnen. So haben hier neben Johannes I. auch die Tollitäten Jupp I. „aus dem Geschlechte derer von Meyer“ aus dem Jahr 1959, Prinz Heinz II. „von Bild und Ton“ aus dem Hause derer von Bündgen aus dem Jahr 1989 und sein Bruder, Millenniumsprinz Prinz Siggi I. „vum hohe Corps un all Linzer Strünzer“ ihre Domizile
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