Gemeinde lud nach Sankt Katharinen ein
Großer Kunsthandwerkermarkt begeisterte
Wegen Dauerregens bauten die meisten Aussteller ihre Stände im Bürgerhaus auf
Sankt Katharinen. Nicht nur lustige Vögel mit ovalen Granitkörpern und langen Stahlgefieder blickten den Besuchern des Kunsthandwerkermarktes von Sankt Katharinen aus kreisrunden blauschimmernden Augen am Pfarrheim entgegen. Neben diesen Edelstahlfiguren harrte auch Hännes, das komplett aus Schieferschindeln erstellte Maskottchen des 1. FC Köln, mit seinen Erzeugern, die unter breiten Pavillons Schutz gesucht hatten, tapfer im Dauerregen aus. Die meisten Kunsthandwerker aber hatten sich und vor allem ihre Angebote rechtzeitig im Bürgerhaus in Sicherheit gebracht.
Extrem schlanke, langgezogene Stoffpuppen und - engelchen sowie knuddelige Eulen empfingen zusammen mit lustigen, kleinen Bienchen und weißen Hennen die Besucher.
Nach diesem optischen Genuss wurde am Stand mit der handgesiedeten Seife der Geruchssinn umschmeichelt. Flieder und Maiglöckchen, Waldhimbeere und Lavendel verströmten ihren Duft neben Kreationen wie „Sommerzauber“ und „Sweet Violet“, während sich die Schlamm-Peeling-Seife verschämt im Hintergrund hielt.
Tiere verteilen Tipps und Ratschläge
Holztiere vom mächtigen Elch mit ausladendem Geweih bis zum kleinen Schmusekätzchen hatten vor der großen Bühne Position bezogen.
Der Schriftzug unter den beiden Marienkäfern, ebenso in inniger Umarmung wie die schwarz-weiß gescheckten Kühe, verriet „Just married“, während andere tierische Hausbewohner potenzielle Besucher mit einem herzlichen „Welcome“ begrüßten oder ihnen den Tipp gaben, dass Herrchen und Frauchen gerade im Garten waren.
Nicht nur Tipps und Ratschläge, Liebesschwüre und beste Wünsche fanden sich in wohlgeformten, weißen Schriftzügen auf den unterschiedlichen farbig gestalteten Leinwänden oben auf der Bühne, auf der auch das Tambourcorps Notscheid am frühen Nachmittag Platz genommen hatte, um die Gäste des Handwerkermarktes musikalisch zu unterhalten. Tonfiguren, Milchkannen sowie -becher hatte die Keramikerin in das Bürgerhaus mitgebracht. Sie gab vor allem Kindern die Gelegenheit, ihrer kreativen Fantasie beim Formen mit frischem Ton freien Lauf zu lassen.
Kreationen aus Wolle und Filz
Tücher, Wolle und Filz war der Stoff, aus dem die Kreationen an anderen Ständen geschaffen waren, wie die wohlgenährten „Nackenkissen-Schweinchen“, die Patchwork-Decken und Stoffhüllen für Aktenordner oder die Lunchbags und Stiftenrollen für Kindergarten und Grundschüler.
Steinerne Froschkönige, jeder eindeutig ein Unikat, suchten die Prinzessin, um nicht vor der Treppe zur Bühne kapitulieren zu müssen, während sich ihre Artgenossen einen anderen Stand mit Seepferdchen und Puppen aus Mikrofaser langen Stangen teilten, um nicht in märchenhaften Abenteuer-Stofftaschen zu verschwinden.
Eine große Holzkosmetik-Box konkurrierte gegenüber mit unterschiedlich großen Schatullen und Schachteln sowie Tabletts, auf denen Café Latte, Cappuccino und Espresso ihren Sinn und Zweck veranschaulichten.
Silberschmuck und Lederwaren, Kleidung, Nistkästen und Gestecke aus Weidenholz und grünen Pflanzen vom örtlichen Blumenhof, der mit Mini-Petunien trotz des ungastlichen Wetters so etwas wie Frühlingsgefühle aufkommen lassen wollte, komplettierten das Angebot, das den ganzen Tag über interessierte Besucher in das Bürgerhaus gelockt hatte.
