Kalenborn hatte zur Marien-Kirmes an das Gemeindehaus eingeladen
Heitere Stimmung beim Königsball
Christoph und Sandra Prangenberg tanzten den Königswalzer
Vettelschoß-Kalenborn. Vier Tage lang feierte der Junggesellen- und Dorfverein Kalenborn zu Ehren der Schutzpatronin Maria. Begonnen hatte das Fest rund um das Kalenborner Gemeindehaus mit dem Fassanstich. Bürgermeister Falk Schneider kam dabei seiner Pflicht in gewohnt souveräner Art nach. Zwar blieb der Regen den Kalenbornern rund um den Bierbrunnen erspart, das hielt sie aber nicht davon ab, abends das erheblich wärmere Gemeindehaus aufzusuchen, in welchem DJ Zwämmi in der Sektbar für Stimmung sorgte.
Königszug durch die Straßen
In vornehmes Schwarz gekleidet mit roter Krawatte präsentierten sich die Mitglieder des Junggesellen- und Dorfvereins dann am Samstagnachmittag. Während die kleineren Kirmesgäste sich auf dem großen Autoscooter, bei Angelspiel oder bei der „Wilden Jagd“ an der Schießhalle amüsierten, ließ Christian Fuchs den Königszug antreten, in den sich auch die befreundeten Junggesellenvereine „Frohsinn“ Vettelschoß und Bruchhausen sowie der Burschen- und Mädchenverein Hausen/Wied einreihten. Musikalisch unterstützt vom Musikzug Vettelschoß führte der Kalenborner, flankiert von dem Vettelschoßer Daniel Lorscheid und dem Hausener Sebastian Pees den Zug zum nahen Königshaus von Christoph und Sandra Prangenberg, an dem sich schon etliche Zaungäste versammelt hatten, darunter auch Hermann-Josef Zimmermann. Vor genau 50 Jahren hatte dieser zusammen mit Ehefrau Ursula, damals noch Hoppen, den Junggesellenverein als Königspaar repräsentiert.
Während sich die Offiziere sowie Christian Fuchs im Königshaus von Christoph und Sandra Prangenberg königlich bewirten ließen, wurden draußen neben Getränken jeglicher Art plattenweise Käse-, Wurst und Schinken-Brötchen aufgefahren.
Großer Empfang vor der Haustür
Dann endlich kündigte sich der Auszug des Königspaars mit seinen Ehrenpaaren, Conny und Martin Homscheid sowie Astrid und Jörg Kraus, an. Mit großem Hallo wurden die Majestäten draußen empfangen und schon ließen die Fähnriche ihnen zu Ehren ihre Fahnen durch die Luft wirbeln, bevor der Königszug durch den Ortsteil Richtung Gemeindehaus aufbrach. Dort eröffneten Christian und Sandra Prangenberg mit dem Königswalzer ihre Festparty, zu welcher die Vettelschoßer Band „4 Ugly 5“ aufspielte.
Frühschoppen mit Sonnenstrahlen
Schon beim Kirchgang am Sonntagmorgen wurde klar, dass am dritten Tag der Kirmes mit einer Wetterbesserung zu rechnen war. Und so ließ beim anschließenden Frühschoppen die Sonne die Temperaturen merklich ansteigen, sodass einige kleine Kalenborner bei der Kinderanimation des Fördervereins Vettelschoß am frühen Nachmittag schon richtig ins Schwitzen kamen. Ganz zu schweigen von den starken Kääls, die dann ab 17 Uhr beim traditionellen „Sackschaden“ zumindest ihren Holden imponieren wollten, auch wenn sich nicht alle eine reelle Chance ausrechnen konnten, den begehrten Wanderpokal zu ergattern.
„Ab morgen Mittag sind wir dann wie im Vorjahr mit tatkräftiger Anfeuerung der Kuhler Musikanten im Ort zum Eiersammeln unterwegs. Ob danach alle bis zum Eierkuchenessen ab 19.30 Uhr am Bierpavillon ausharren, der um 15 Uhr öffnet, ist eher unwahrscheinlich“, spekulierte Christian Fuchs. Sicher war da aber schon, dass um Mitternacht Trauergesänge durch Kalenborn hallen würden. Sie begleiten traditionell die obligatorische Verbrennung des Kirmesmanns, mit der sich auch die Kalenborner Marienkirmes dem Ende zuneigt.
