Allgemeine Berichte | 21.01.2014

Dreikönigstreffen der kfd Rheinbreitbach

Hommage an ein Bad Honnefer Original

Willi Birenfeld unterhielt in der Rolle des Franz Josef Schneider

Für Annekäthe Federhen gab aus der Hand von Wille Birenfeld den „Blootwoosch-Orden“. privat

Rheinbreitbach. Kürzlich fand wie jedes Jahr das traditionelle Dreikönigstreffen der kfd Rheinbreitbach statt. Die Vorsitzende Ursula Westhofen begrüßte die 45 Mitglieder und Gäste der beliebten Veranstaltung im katholischen Pfarrheim und stimmte mit einer Geschichte über die Zeit auf ein abwechslungsreiches Programm ein.

Zunächst wurden bei Kaffee und Kuchen lebhafte Gespräche geführt. Frau Stöcker am Klavier übernahm wieder den musikalischen Teil mit Weihnachtsliedern und Schumanns „Wiegenliedchen“. Mit einem guten Tropfen Wein, gespendet von einem großherzigen Gönner, stieß man auf das neue Jahr an.

Mit Willi Birenfeld als „Et Freudeblömche“ erreichte der Nachmittag seinen Höhepunkt. Er schlüpfte mit gestreifter Weste, schwarzer Fliege und Bibi in die Rolle des Franz Josef Schneider und lieh ihm, den er als Schüler noch persönlich gekannt hatte, „Stimme und Herz“.

Sein erstes Werk „Et Freudeblömche“ (der Honnefer Ausdruck für Maiglöckchen) widmete Schneider seiner Heimatstadt Bad Honnef. In den Anekdoten, die Birenfeld zum Besten gab, waren die Motive Schneiders zu erkennen: die „Muttersproch“ und die Verbundenheit mit der Heimat und ihren „kleinen Leuten“.

Dabei wurden Honnefer Originale lebendig, zum Beispiel „et Schüllers Len“, auch „Streukooche Len“ genannt, die dem Streuselkuchen des Rheinbreitbacher Bäckers Latz nicht widerstehen konnte. Garniert wurde der Vortrag mit Originalliedern von Willi Ostermann zum Mitsingen, zum Beispiel „Watt litt dann an 1.000 Daaler“. Zur damaligen Zeit gab es in Bad Honnef den traditionellen Dreikönigsball, mit dem sozusagen der Übergang in die Karnevalszeit erfolgte. So wurde Franz Josef Schneider als Inhaber einer Menge Orden auch ein „Blootwoosch-Orden“ übergeben - aber wie sollte er ihn anhängen, ohne seine Montur mit Fett zu zieren? Also drückte der Ordensverleiher dem Freudeblömche den Orden in die Hand mit den Worten: „Dä - fress en!“

Wesentlich feinfühliger bat Willi Birenfeld dann Annekäthe Federhen zu sich und überreichte ihr unter dem Beifall aller Gäste den „Blootwoosch-Orden“ für ihre besonderen Verdienste.

Ohne Orden, dafür aber mit einem Blumenstrauß dankte Elisabeth Walbröhl der Vorsitzenden Ursula Westhofen abschließend für ihren Einsatz und ihre unermüdliche Arbeit für die kfd während des ganzen Jahres.

Mit einem abschließenden Ostermann-Lied erinnerte das diesjährige Dreikönigstreffen in Rheinbreitbach daran, dass Karneval nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Für Annekäthe Federhen gab aus der Hand von Wille Birenfeld den „Blootwoosch-Orden“. Foto: privat

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