In Unkel wurde das erste Barbarafest gefeiert
Kunst, Kultur und Unterhaltung zu Ehren der Adventsbotin
Unkel. Kirschzweige, die man am Namenstag der heiligen Barbara von Nikomedien, dem 4. Dezember, schneidet und ins Wasser stellt, blühen am Christtag. Deshalb gilt die Märtyrerin in der Kirche auch als Adventsbotin. Grund genug für die Kulturstadt Unkel, am zweiten Adventswochenende zu ihrem ersten Barbarafest einzuladen.
Das aber drohte im wörtlichen Sinn zunächst ins Wasser zu fallen. Entsprechend scharten sich die Besucher auch vor allem unter den Pavillons auf dem Oberen Markt. Nicht nur, dass die Unkeler Hunnenhorde dort mit Met und Odins-Kirschbier, Grillwürstchen und Reibekuchen die Gäste bei Laune hielt. Auch die Band um Michael Hommerich trug mit fetzigen Rock’n Roll dazu bei. Entsprechend konnte sich auch die „J.Eu’s-Keller-Band“ nicht über mangelnde Zuhörer beklagen. Noch eine Stunde nach ihrem Auftritt herrschte reges Treiben aus dem Eschenbrender Platz, sodass der Nachtwächter eindringlich mahnen musste.
Auch am nächsten Tag war er mit Hellbarde und Laterne wieder rechtzeitig unterwegs, um der heiligen Barbara den Weg zu weisen. Mit ihr unterwegs war auch Unkulus, der gute Geist der Stadt, der vor allem den jüngsten Besuchern Interessantes zu erzählen hatte. Nach viel Wissenswertem über die Geschichte von Unkel wies er die Kleinen auf die Kreativ-Werkstatt in der ehemaligen Pelzfabrik hin, die zu fantasievollem Arbeiten einlud.
Seit kurzem hat dort „Treibgut“-Schreinerin Andrea Schwank ihr Holz-Atelier mit heimischen Hölzern eingerichtet. Dort war beim Barbarafest neben dem Imker Thomas Tendler, der mit seinen jungen Gästen duftende Bienenwachskerzen drehte, auch die Keramikerin Nicole Hahn anzutreffen. Einbezogen in das Barbarafest waren natürlich auch die übrigen Kunsthandwerker von Unkel von der Glaskünstlerin Gabriela Mrozik bis hin zu Engelbert Leichhauer und Dorothee Droste, die im „R(h)einblick“-Geschäft Metallarbeiten und Kunst zum Anziehen anboten. Handwerkskunst und Naturprodukte passend zur Adventszeit gab es bei Petra Thyssen in der Pützgasse, wo sich die Besucher auch von Ute Schmitz für ganz persönliche Weihnachtskarten fotografieren lassen konnten.
Kleine Töpfer verwandelten das neue Holz-Atelier unter Anleitung von Nicole Hahn in eine etwas andere „Weihnachtsbäckerei“.
